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Die Wurzeln des heutigen Weltkonzerns reichen bis in das Jahr 1933. Im Tokioter Stadtteil Roppongi entstand damals eine kleine Werkstatt für optische Instrumente, aus der vier Jahre später das Unternehmen „Precision Optical Instruments Laboratory“ hervorging, gegründet von Takeshi Mitarai (dem Großvater des aktuellen Canon-Präsidenten), Goro Yoshida, Saburo Ushida und Takeo Maeda. Zuvor hatten die Ingenieure Kameras nach dem Vorbild der deutschen Leica entwickelt: 1934 wurde der Prototyp einer 35-mm-Kamera mit Schlitzverschluss fertiggestellt, die nach dem buddhistischen Erleuchtungswesen der Barmherzigkeit „Kwanon“ genannt wurde. Ein Jahr später wurde der aus Kwanon abgeleitete Name Canon als Marke eingetragen, 1936 kam die erste Canon-Kamera, die Hansa Canon, auf den Markt. Erst 1947 wurde dann auch der Firmenname in Canon geändert. 2014 erzielte Canon Inc. weltweit mit 191.889 Mitarbeitern einen Nettoumsatz von 25,69 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 1,76 Mrd. Euro. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei in Europa (29,3 %) gefolgt von Amerika (27,8 %), Asien und Ozeanien (23,5 %) und Japan (19,4 %). Der größte Geschäftsbereich ist Office-Produkte (ca. 50 %), der zweitgrößte Imaging-Systeme (rund 40 %) auf Industrie- und sonstige Produkte entfällt der Rest. Im Jahr 2013 hielt Canon 3814 US-Patente und platzierte sich damit auf Rang drei hinter IBM (6795) und Samsung (4676) und noch vor Sony (3100).

Zu den Geschäftsfeldern, die Canon zunehmend besetzen möchte, gehören Netzwerkkameras, Displays und sogenannte Mixed-Reality-Anwendungen. Dabei ermöglichen es spezielle Computerbrillen beispielsweise beim Produktdesign oder der Medizintechnik mit virtuellen Modellen zu arbeiten.

Zukünftig will Canon zunehmend in Japan produzieren. Ziel soll es sein, den Anteil der im Heimatland gefertigten Produkte von 40 % auf 60 % zu erhöhen. Wirtschafts- analysten sehen einen Grund hierfür im schwachen Yen, der Importe verteuert. Gegenüber dem fotoMAGAZIN nannte Canon andere Gründe: Ein engerer Kontakt zu den japanischen Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung soll einer schnelleren Produktentwicklung und einer hohen Qualität zu Gute kommen. Außerdem wolle man verstärkt auf gut ausgebildete japanische Arbeitskräfte zurückgreifen.