Rund 50 Tische, Beschicker aus ganz Deutschland und Europa: Die Plecher Foto- und Filmbörse in der Mehrzweckhalle ist Marktplatz und Treffpunkt der analogen Sammlerszene zugleich.
© Deutsches Kameramuseum
Wer alte Kameras, Objektive oder Filmtechnik kaufen, tauschen oder verkaufen möchte, hat Ende Mai eine gute Gelegenheit: Das Deutsche Kameramuseum in Plech bei Nürnberg veranstaltet am Sonntag, 31. Mai 2026, seine 9. Foto- und Filmbörse in der Plecher Mehrzweckhalle.
Noch sind Tische im Innenbereich frei – sowohl für Privatanbieter als auch für gewerbliche Händler. Wer einen Stand buchen möchte, sollte sich nach Angaben des Veranstalters umgehend anmelden. Das Formular und alle weiteren Informationen gibt es auf der Internetseite des Deutschen Kameramuseums.
Was bietet die Kamerabörse im Deutschen Kameramuseum?
Beschicker aus ganz Deutschland und dem benachbarten Europa reisen nach Plech. Auf rund 50 Tischen findet sich, was Fotografen- und Sammlerherzen höher schlagen lässt: Kleinbild- und Mittelformatkameras, Filmkameras, Filmprojektoren, Objektive, Stativköpfe und vielfältiges Zubehör. Auch der Förderverein des Kameramuseums nutzt die Gelegenheit, aus Sachspenden eingegangene Objekte zu verkaufen und so den gemeinnützigen Museumsbetrieb zu unterstützen.
Foto- und Filmbörsen haben sich in den letzten Jahren als feste Größe in der analogen Sammlerszene etabliert. Sie sind Marktplatz und Treffpunkt zugleich – ein Ort, an dem Wissen weitergegeben, Preise ausgehandelt und Raritäten entdeckt werden, die online kaum auftauchen. Gerade der Markt für historische Photographica wächst: Analoge Fotografie erlebt seit Jahren eine Renaissance, und mit ihr das Interesse an klassischen Kameras als Gebrauchsgegenstand wie als Sammlerstück.
Ein Museum, das seinesgleichen sucht
Die Börse findet direkt neben einem der bedeutendsten Fotomuseen Deutschlands statt. Das Deutsche Kameramuseum wurde im Dezember 2011 auf Initiative des Journalisten, Fotografen und Galeristen Kurt Tauber eröffnet – ehrenamtlich betrieben, getragen von einem Förderverein mit Mitgliedern aus der ganzen Bundesrepublik.
Die Sammlung umfasst über 30.000 Exponate: mehr als 8.500 Fotokameras, 1.000 Filmkameras und über 900 Diaprojektoren. Mit allein über 2.500 ausgestellten Fotoapparaten übertrifft das Plecher Haus nach Einschätzung von Fachleuten sogar die Fotoabteilung des Deutschen Museums in München. Zu den Glanzstücken gehören eine vier Meter lange Reprokamera von Falz & Werner sowie eine Hochgeschwindigkeitskamera mit bis zu 40.000 Bildern pro Sekunde. Wer lieber in die Alltagsgeschichte der Fotografie eintaucht, findet ein originalgetreu wiederaufgebautes Fotofachgeschäft aus Ostfriesland – komplett mit Leuchtreklamen, Firmenstempel und Einwickelpapier.
Wo befindet sich das Deutsche Kameramuseum?
Untergebracht ist das Museum im Obergeschoss der Grundschule Plech, in der Schulstraße 8. Das Museum ist barrierefrei erreichbar über einen Außenaufzug. Ein kostenloser Audioguide mit 37 Stationen ist direkt über das Smartphone abrufbar.
Weitere Termine: Schätz-Sonntage im Sommer und Herbst
Wer Foto- oder Filmgeräte kostenlos von Museumsfachleuten identifizieren und bewerten lassen möchte, hat dazu bei den nächsten Schätz-Sonntagen Gelegenheit: am 12. Juli und am 11. Oktober 2026, jeweils von 11 bis 16 Uhr.
Deutsches Kameramuseum Fotobörse – auf einen Blick
Wann: Sonntag, 31. Mai 2026
Wo: Mehrzweckhalle Plech, bei Nürnberg (direkt an der A 9 zwischen Nürnberg und Bayreuth)
Anmeldung Börse: kameramuseum.de/fotoboerse
Museum: Sonntags 11–17 Uhr geöffnet (letzter Einlass 16 Uhr), bis Ende November
Eintritt Museum: kostenpflichtig; Parkplätze kostenlos vor dem Haus
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