Sony RX10 V: Bridge-Kamera mit vielen Verbesserungen


Nach neun Jahren legt Sony seine Bridge-Kamera-Serie neu auf: Die Sony RX10 V ist nach wie vor mit einem 1-Zoll-Sensor und einem lichtstarken 25fach-Zoom ausgestattet, bringt aber einen neuen Bildprozessor mit, der unter anderem eine bessere Autofokus- und Video-Performance ermöglicht.

Farbiges Porträt von Andreas Jordan vor neutralem Hintergrund

Andreas Jordan

Andreas Jordan ist freier Journalist und Mediendesigner.

Die Sony RX10 V kombiniert ein fest verbautes Zeiss Vario-Sonnar T* 24–600 mm F2,4–4,0 mit einem 1,0-Zoll-Stacked-CMOS-Sensor und Bionz-XR-Prozessor.

Die Sony RX10 V kombiniert ein fest verbautes Zeiss Vario-Sonnar T* 24–600 mm F2,4–4,0 mit einem 1,0-Zoll-Stacked-CMOS-Sensor und Bionz-XR-Prozessor.

© Sony

Die RX10 IV (hier im Test) kam 2017 auf den Markt und ist auch heute noch eine der besten Bridge-Kameras (siehe unsere Bestenliste). Den Bildsensor (1 Zoll, 20,1 MP, ISO 100-12.800) und das bildstabilisierte Objektiv mit drei Zentimetern Nahgrenze (Zeiss Sonnar T* 2,4-4/24-600 mm entsprechend Kleinbild) hat Sony beibehalten. Die Kamera wurde aber schon äußerlich komplett verändert und ähnelt jetzt einer Alpha-Systemkamera. So fällt der Griff ergonomischer aus und es sind ein AF-on-Button sowie ein Joystick hinzugekommen. Im Gegenzug hat Sony das Staus-Display auf der Oberseite und den internen Blitz entfernt. Der Monitor hat eine höhere Auflösung (3,0 Zoll, 3:2, 1,62 statt 1,44 Mio. Punkte), lässt sich aber weiterhin nur nach oben und unten und nicht seitlich ausklappen. Verbessert wurde auch der Sucher, der nun größer (0,5 statt 0,39 Zoll) ausfällt, eine höhere Auflösung (3,68 statt 2,36 Mio. Punkte) und eine schnellere Bildwiederholrate (120 statt 60 fps) hat. Außerdem kommt der verbesserte Akku NP-FZ100 zum Einsatz, der laut CIPA-Standard 630 Aufnahmen mit Monitor ermöglicht (RX10 IV: 400). Der USB-C-Port entspricht Version 3.2 Gen2, Wi-Fi unterstützt zusätzlich zu 2,4 GHz auch das 5-GHz-Band und das Speicherkartenlaufwerk UHS-II-SD-Karten.

Mit KI-gestütztem Real-time Recognition AF, bis zu 30 Bildern pro Sekunde und 24–600-mm-Zoom richtet sich die Sony RX10 V an Reise-, Natur- und Sportfotografen.

Mit KI-gestütztem Real-time Recognition AF, bis zu 30 Bildern pro Sekunde und 24–600-mm-Zoom richtet sich die Sony RX10 V an Reise-, Natur- und Sportfotografen.

 

© Sony

Bildprozessor BIONZ XR mit KI-Koprozessor

Die wesentliche Neuerung im Inneren der Kamera ist der aktuelle BIONZ-XR-Bildprozessor mit KI-Koprozessor. Er möglicht unter anderem die breite AF-Motiverkennung – neben Menschen und Tieren (mit Augenerkennung) auch Fahr- und Flugzeuge sowie Insekten. Eine Automatik kann bei Bedarf selber eine Kategorie wählen. Die Anzahl der Messfelder mit Phasendetektion wurde von 315 auf 575 erhöht, die 70,6 % des Sensors abdecken. Beschleunigt hat Sony außerdem den Serienbildmodus, der es nun mit elektronischem Verschluss und ohne Sucher-Blackout auf bis zu 30 (statt 24) Bilder pro Sekunde bringt. Mit mechanischem Verschluss sind 10 Bilder/s möglich. Wie schon aus einigen Alpha-Kameras bekannt, lässt sich eine Funktionstaste mit dem „Speed Boost“ belegen, sodass der Fotograf per Tastendruck temporär in einen schnelleren Serienmodus schalten kann.

Der neue Bildprozessor soll sich auch positiv auf die Bildqualität auswirken. So verspricht Sony eine optimierte Rauschunterdrückung und bessere Farben. Neben JPEG steht nun auch HEIF als Bildformat zur Verfügung und im Raw-Modus gibt es eine neue verlustfreie Komprimierung. Die Dynamikerweiterung DRO lässt sich jetzt auf bis zu acht statt fünf Stufen verstärken. Ein Soft-Skin-Effekt steht nun auch im Videomodus zur Verfügung.

Die Sony RX10 V filmt in 4K mit bis zu 120p, bietet Active-Mode-Bildstabilisierung und übernimmt Bedienkonzept sowie Akku aus Sonys Alpha-System.

Die Sony RX10 V filmt in 4K mit bis zu 120p, bietet Active-Mode-Bildstabilisierung und übernimmt Bedienkonzept sowie Akku aus Sonys Alpha-System.

© Sony

4K mit 120p

Während die RX10 IV 4K maximal mit 30p aufnimmt, beherrscht die RX10 V 4K/60p ohne Crop und für Zeitlupen sogar 4K/120p mit leichtem Beschnitt. In Full-HD ist sogar 240p möglich, also eine zehnfach Zeitlupe. Die Videoaufnahme lässt sich zusätzlich zum optischen Bildstabilisator auch elektronisch beruhigen und „Auto Framing“ behält das Motiv per Bildbeschnitt im Mittelpunkt. Bei der Videoaufzeichnung lassen sich außerdem das flache Profil S-Log3 mit großem Dynamikumfang und S-Cinetone für schönere Hauttöne auswählen. Des weiteren kann der Filmer Display-LUTs als Vorschau auf das bearbeitete Video laden. Zeitraffer-Videos lassen sich aus Intervall-Aufnahmem erstellen. Für den guten Ton fnden Mikrofone sowohl über eine 3,5-mm-Klinkenbuchse als auch digital über dem Multi-Interface-Zubehörschuh Anschluss. Schließlich signalisiert eine LED die laufende Aufnahme.

Preis und Verfügbarkeit

Die Sony RX10 V ist ab Mitte Juli für rund 2500 Euro erhältlich.

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