Pentax Spiegelreflex von 2021: Bislang ist die Pentax K-3 Mark III das letzte DSLR-Flaggschiff von Ricoh Imaging.
© Pentax / Ricoh ImagingIm Frühjahr 2026 wächst die Hoffnung auf ein ungewöhnliches Kamera-Comeback: Pentax könnte noch in diesem Jahr eine neue APS-C-Spiegelreflex präsentieren. Dafür sprechen aktuelle Aussagen aus dem Management von Ricoh Imaging ebenso wie neue Hinweise aus der Gerüchteküche. Für die Marke Pentax wäre das ein starkes Signal, weil sie ihren Sonderweg als einer der letzten konsequenten Anbieter klassischer DSLRs damit sichtbar fortsetzen würde.
Was Ricoh Imaging zur Pentax Spiegelreflex bestätigt
Belastbar ist vor allem eines: Ricoh Imaging arbeitet weiter an neuen Kamerakonzepten auf DSLR-Basis. Kazunobu Saiki, Leiter der Fotoabteilung und damit verantwortlich für die Entwicklungen von Pentax und Ricoh, macht in einem Interview deutlich, dass das traditionelle Fotoerlebnis mit optischem Sucher und Pentaprisma erhalten bleiben soll. Zugleich spricht er von Grundlagenstudien für neue Systemkameras auf DSLR-Basis. Einen Namen, einen Termin oder konkrete technische Daten nennt er nicht. Doch schon diese Aussagen haben Gewicht, weil sie direkt aus der Produktverantwortung kommen.
Spricht alles für ein neues APS-C-Flaggschiff?
Vieles deutet genau darauf hin. In der Szene verdichten sich die Hinweise auf eine neue APS-C-Spiegelreflexkamera, die als kommendes Spitzenmodell der Pentax-K-Reihe gehandelt wird. Genannt werden ein besonders großer optischer Sucher, ein überarbeiteter Joystick, ein Batteriegriff mit eigener Joystick-Bedienung und eine verbesserte Nachführung bewegter Motive. Das würde gut zu einer ambitionierten Kamera passen, die oberhalb der Pentax KF positioniert wäre und die K-3-Klasse fortführen könnte. Offiziell bestätigt ist dieses Ausstattungspaket bislang aber nicht.
Warum setzt Pentax weiter auf Spiegelreflex?
Ricoh Imaging betont ausdrücklich, nicht Canon, Nikon oder Sony nacheifern zu wollen. Kazunobu Saiki sagt im spanischen Online-Magazin Photolari: „Wenn wir versuchen würden, wie Canon, Sony oder Nikon jedes Marktsegment mit einer Vielzahl von Modellen abzudecken, könnten wir das wahrscheinlich nicht schaffen. Unsere aktuelle Philosophie ist anders. Wir wollen uns darauf konzentrieren, durch ganz bestimmte Produkte einen Mehrwert zu bieten: die GR-Serie und Kameras mit Pentax-K-Bajonett.“ (Hier das ganze Interview lesen.) Genau darin liegt der Kern der Strategie: Pentax soll nicht im spiegellosen Mainstream aufgehen, sondern mit optischem Sucher, klassischer Bedienung und K-Bajonett ein eigenständiges Profil behalten.
Warum die Pentax-Treue zur Spiegelreflex die Community elektrisiert
In der Pentax-Gemeinde trifft dieser Kurs einen Nerv. Die Aussicht auf eine neue DSLR wird nicht nur als Produktgerücht wahrgenommen, sondern als Bestätigung, dass die Marke ihrem Charakter treu bleibt. Die Pentax-Community träumt sogar von neuen analogen SLR – die Filmkamera Pentax 17 hat diese Wünsche 2024 zusätzlich befeuert. Umso größer ist nun die Aufmerksamkeit, wenn 2026 ausgerechnet die Pentax Spiegelreflex wieder zum Zukunftsthema wird.
Was bei der Pentax Spiegelreflex noch offen bleibt
Trotz der verdichteten Hinweise bleiben wichtige Punkte ungeklärt. Unbekannt sind weiterhin Sensor, Auflösung, Autofokus-System, Videofunktionen, Serienbildtempo, Preis und offizieller Modellname. Auch ein genauer Vorstellungstermin ist offen. Der aktuelle Stand reicht also noch nicht für eine fertige Produktbeschreibung. Er reicht aber aus, um festzuhalten: Die Pentax Spiegelreflex lebt. Und Kazunobu Saiki formuliert den Kurs von Ricoh Imaging so deutlich wie kaum jemand zuvor: „Wir werden Spiegelreflexkameras nicht aufgeben, solange wir Kameras entwickeln können, die das traditionelle Fotografieerlebnis bewahren.“
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