So entwickeln Sie Ihre Fotos selber

Erfahren Sie, wie Sie auf die einfachste Art einen Schwarzweißfilm ohne Dunkelkammer selbst entwickeln können.

Peter Michels

Peter Michels

freier Autor

Lab-Labor-Box

Die Lab-box mit dem Kleinbildmodul kostet etwa 160 Euro.

Foto: © Marco die Meo

Mit der Lab-box von Ars-Imago ist der Einstieg ins Filmentwickeln ganz einfach geworden. Zusammen mit einem Monobad-Entwickler geht es schnell und verlässlich und das Beste: Eine Dunkelkammer braucht man nicht dazu.

Entwickler und Fixierer in einem Bad

Die Ars-Imago Lab-box ist ein Revival einer Tageslichtentwicklungsdose mit dem Unterschied, dass diese je nach Einsatz nun auch für 120er-Rollfilme oder übliche Kleinbildfilme genutzt werden kann. 

Lab-Box-Modul mit Monobad-Set

Mit der Lab-box von Ars-Imago und einem Monobad-Entwickler ist das Filmentwickeln ganz einfach geworden.

Foto: © Marco di Meo

Das Monobad ist ein Fixierentwickler, das heißt, Entwickler und Fixierer sind zu einem Bad kombiniert. Solche Lösungen wurden früher vor allem in der Sportfotografie und beim Fernsehen angewendet, gerade weil es darum ging, die Filme und Bilder schnell abzutasten und in die Redaktionen zu senden. Auch heute, wo das Scannen bei vielen Anwendern im Vordergrund steht, macht dies wieder Sinn. Schnelligkeit und Effizienz sprechen für das Monobad. Ebenso, dass man faktisch an jedem Ort damit arbeiten kann.

Equipment für die Filmentwicklung

Ihr Film lässt sich ohne Dunkelkammer und mit wenig Equipment entwickeln.

Foto: © Marco di Meo

Das benötigen Sie, wenn Sie Ihre Fotos entwickeln

  • Lab-box mit Modul 135 für Kleinbild
    (Modul 120 für Mittelformat)
  • 35-mm-Filmrückholer (wichtig, falls der Film komplett in der Patrone verschwunden ist)
  • 2 Messbecher
  • 1 Chemikalienflasche (kein PET!)
  • Monobad-Set

Wie Sie einen Kleinbildfilm entwickeln

1. Schneiden Sie den Filmanfang rund, führen Sie ihn unter den Metalldrähten durch und schließen Sie die Kammer an.

2. Verschließen Sie den Deckel lichtdicht und wickeln Sie den Film bis zum Anschlag auf die Spule. Mit dem eingebauten Messer trennen Sie den Film von der Dose, danach spulen Sie etwas weiter.

3. Mischen Sie die beiden Monobadkomponenten bei 20-25° C zu gleichen Teilen.

4. Messen Sie 500 ml Leitungswasser als Spülbad ab.

5. Messen Sie 330 ml der Monobadchemie ab und geben Sie diese in die Box.

500 ml Wasser kommen in die Lab-Box

500 ml Wasser kommen in die Lab-box.

Foto: © Marco di Meo

6. Drehen Sie acht Minuten lang konstant und gleichmäßig (30-40 Umdrehung/Minute) den Knopf im Uhrzeiger­sinn.

7. Entleeren Sie die Chemie zurück in den Chemiemessbecher.

Die Chemie kommt zurück in den Messbecher.

Die Chemie kommt zurück in den Messbecher.

Foto: © Marco di Meo

8. Füllen Sie nun die 500 ml Wasser/Spülbad in die Box.

9. Drehen Sie zwei Minuten gleichmäßig weiter.

10. Öffnen Sie den Deckel und entnehmen Sie die Filmspule.

11. Legen Sie die Spule mit Film für ca. zehn Minuten unter fließendes Wasser.

12. Nun hängen Sie den Film in einem möglichst staubfreien Raum zum Trocknen auf.

Der Trend zur analogen Fotografie setzt sich weiter fort. Trotz steigender Nachfrage stellen große Marken wie Kodak und Fujifilm die Produktion mancher Filme ein. Dafür gibt es nun immer mehr kleine Film-Produzenten. Wir haben in einer aktuellen Marktübersicht zusammengetragen, welche Filme erhältlich und zu empfehlen sind.

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