Im Test: Olympus Pen E-PL9

Lohnt sich die preiswerte MFT-Kamera mit 4K-Video?
05.06.2018

Während die Pen E-PL8 vom Oktober 2016 in erster Linie ein Design-Update war, kommt die E-PL9 nun mit neuen inneren Werten wie 4K-Video. Ob sich das Update lohnt, zeigt unser Test.

 

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Olympus Pen E-PL9

Mit Kitobjektiv ist die E-PL9 sehr kompakt. Neben Weiß- ist sie auch in Schwarz- und Braun-Silber erhältlich.

© Olympus

Das schicke, kompakte Gehäuse hat die neue Pen von ihrer Vorgängerin übernommen. Lediglich der Griff ist minimal größer geworden. Beim genauen Hinsehen zeigen sich weitere Änderungen. So hat Olympus nun einen Ausklappblitz eingebaut. Einen Blitzschuh gibt es weiterhin, allerdings ohne Accessory-Port, sodass kein elektronischer Aufstecksucher genutzt werden kann. Auf dem Programmwahlrad ist der aus der OM-D E-M10 Mark III bekannte AP (Advanced Photo)-Modus hinzugekommen. Er macht die Einstellungen Live Composite, Live Time, Mehrfachbelichtung, HDR, Keystone-Korrektur, AE- und Focus-Bracketing sowie – neu! – automatische Schwenkpanoramen und lautloses Auslösen mit elektronischem Verschluss zugänglich. Die im jeweiligen Belichtungsprogramm wichtigsten Einstellungen lassen sich nun außerdem mit der neuen Short-Cut-Taste aufrufen, wobei auch eine Touch-Bedienung möglich ist. Der neue TruePic-VIII-Bildprozessor ermöglicht im Videomodus als höchste Auflösung 4K mit 30p, Full-HD mit 60p ist natürlich weiterhin einstellbar. In beiden Videoauflösungen wird das Bildfeld beschnitten, die Bildwirkung verschiebt sich also etwas Richtung Tele. Aus dem 4K-Video lassen sich Standbilder mit acht Megapixeln speichern. Schwachpunkt beim Video: Es gibt keinen Anschluss für ein externes Mikrofon.

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Testbild mit Olympus Pen E-PL9

Der neue Art-Filter „Sofortbild“ erzeugt – ähnlich wie Polaroid-Kameras – Fehlfarben.
Kamera: Olympus Pen E-PL9, Objektiv: M.Zuiko Digital 3,5-5,6/14-42 mm, Art-Filter: Sofortfilm

© Andreas Jordan

Wi-Fi hat Olympus mit dem stromsparenden Bluetooth LE kombiniert, das eine permanente Verbindung zum Smartphone oder Tablet mit der OI.Share-App ermöglicht. Weitere Neuerungen sind 121 statt 81 AF-Messfelder und die Art-Filter „Sofortfilm“ und „Bleach Bypass“ (letzterer kam schon in der E-M10 III zum Einsatz). Bereits bekannte Funktionen sind eine elektronische 3D-Wasserwaage, Fokus-Peaking, eine Augenerkennung, ein integrierter Raw-Konverter, Intervall-aufnahmen und die drahtlose Steuerung externer Blitzgeräte (RC-Modus).

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Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.