Rotierende Kamera: Samsung Galaxy A80

Smartphone mit 48 Megapixel
10.04.2019

Ein Kamera-Ensemble für hinten und vorne: Beim Samsung Galaxy A80 bleibt die Displayseite frei von Kamera(löchern).

Ein Objektiv für alles, das gab es bereits schon ein paar Mal. Wenn auch mit wenig durchschlagendem Erfolg an der Ladenkasse: Beim Honor 7i und dem baugleichen Huawei ShotX wurde im Jahr 2015 für Selfies die Kamera von hinten nach vorne geklappt, schon beim Oppo N1 wurde 2013 die Kamera um 200 Grad gedreht. Nun also Samsung mit einem weiteren Versuch, das eigentlich geniale Prinzip zu beleben. Warum hinten und vorne alles doppelt und dreifach zu bestücken, wenn ein gutes Kamerasystem beide Seiten des Geräts abdecken kann? Natürlich ist auch Samsungs rotierender Mechanismus nicht unaufwendig, doch er spart eine oder mehrere Kameras ein und bietet immer das Beste vom Besten, was eben kameratechnisch verbaut wurde.

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Samsung Galaxy A80, Smartphone, rotieren, Full Infinity-Display, Time-of-Flight

So sieht das Kameramodul im normalen Aufnahmemodus des Samsung Galaxy A80 aus.

© Samsung

Beim Galaxy A80 ist es eine Triple-Kamera. Sie fährt automatisch auf der Rückseite des Smartphones aus und dreht sich um 180 Grad nach vorne, sobald der Fotograf in der Kamera-App den Selfie-Modus auswählt. Die Hauptkamera ist ein 48-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit Lichtstärke f/2,0, daneben gibt es ein Ultra-Weitwinkelobjektiv mit 123 Grad Bildwinkel, Anfangsöffnung f/2,2 und acht Megapixel. Nummer drei im Bunde ist eine Time-of-Flight-Kamera, die 3D-Effekte in Videoaufnahmen ermöglicht, indem sie die Distanz zu einzelnen Bestandteilen eines Motivs misst.
Ein weiterer Vorteil der ausfahrenden und rotierenden Kamera: Da keine Kamera auf der Smartphone-Vorderseite mehr nötig ist, haben Nutzer mit dem ersten Full Infinity-Display – dem ersten, die komplette Vorderseite einnehmenden Display von Samsung – ungestörte Sicht auf alle Inhalte. Der 6,7-Zoll-Full HD+ Super AMOLED-Bildschirm (2400 x 1080 Bildpunkte) bietet genügend Raum für Bildansichten, Videos oder Arbeitsanwendungen.

Samsung Galaxy A80: Akku, Videostabilisierung, Verfügbarkeit

Mit detaillierten Daten hält sich Samsung noch zurück, obwohl das A80 bereits im Mai 2019 in drei Farben (Gold, Silber und Schwarz) erhältlich sein soll. Für Videoaufnahmen wird es eine Action Cam-Videostabilisierung geben, um Verwacklungen zu reduzieren. Mit weiteren intelligenten Funktionen wie der Szenenoptimierung, die bis zu 30 Szenen erkennen und verbessern kann, und der Mängelerkennung, die Störungen automatisch meldet, bevor der Nutzer auslöst, sollen auch unter schwierigen Bedingungen gelungene Aufnahmen entstehen.

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Samsung Galaxy A80, Smartphone, rotieren, Full Infinity-Display, Time-of-Flight-Kamera

Das Full Infinity-Display beim Samsung Galaxy A80 kommt ohne störende Kamera aus.

© Samsung

Der Prozessor (Octa-Core 2,2 GHz Dual + 1,7 GHz Hexa) wird im A80 von einem 3700 mAh-Akku gespeist, dessen Schnellladefunktion mit 25 Watt Leistung für schnelles Aufladen sorgt. Das Galaxy A80 verfügt außerdem über eine intelligente Akkuverwaltung. Das Smartphone erkennt Gewohnheiten und App-Nutzungsmuster, um den Stromverbrauch zu optimieren. Der adaptive Energiesparmodus gibt dem Nutzer zudem die Gewissheit, dass der Akku möglichst effizient verwendet wird. Beim Arbeitsspeicher setzt Samsung auf 8 GB RAM, der Festspeicher besitzt 128 GB und ist mittels microSD-Karte erweiterbar. Das Betriebssystem ist Android 9.0 (Pie). Preisangaben machte Samsung bislang noch nicht.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.