Peter Seidel zeigt Unterwelten im Bunkermuseum Oberhausen

Mit „unterwelten. orte im verborgenen“ zeigt das Bunkermuseum Oberhausen vom 27. September bis 13. Dezember 2026 Fotografien verborgener Orte. Fotograf Peter Seidel richtet den Blick auf Räume unter der Erde und verbindet dokumentarische Präzision mit einer offenen Bildsprache, die Raum für eigene Assoziationen lässt.

Blue Infinity – Foto des Trinkwasserfilter Friedrichshain, aufgenommen 1992 von Peter Seidel. Zu sehen in der Ausstellung „unterwelten. orte im verborgenen“ im Bunkermuseum Oberhausen.

Blue Infinity – Foto des Trinkwasserfilter Friedrichshain, aufgenommen 1992 von Peter Seidel. Zu sehen in der Ausstellung „unterwelten. orte im verborgenen“ im Bunkermuseum Oberhausen.

© 1992 Peter-Seidel

Vom 27. September bis 13. Dezember 2026 präsentiert das Bunkermuseum Oberhausen die Ausstellung „unterwelten. orte im verborgenen“ des Frankfurter Fotografen Peter Seidel. Zu sehen sind Aufnahmen unterirdischer und gewöhnlich nicht zugänglicher Räume, die Seidel fotografisch erschließt und in ihrer Architektur ebenso wie in ihrer Atmosphäre sichtbar macht. Das weitgehend unter der Erde gelegene Museum bildet dafür einen passenden Ausstellungsort; zugleich verweist das Thema auf das Ruhrgebiet, dessen Geschichte über Jahrzehnte eng mit Bergbau und unterirdischen Strukturen verbunden war.

Was zeigt „unterwelten. orte im verborgenen“?

Peter Seidel konzentriert sich auf Orte, deren äußere Erscheinung kaum etwas über ihr Inneres verrät. Seine Fotografien führen in Räume, die im Alltag verborgen bleiben und selten als Teil der gebauten Umwelt wahrgenommen werden. Dabei geht es nicht allein um eine nüchterne Bestandsaufnahme. Die Bilder können sowohl Interesse an Architektur und Funktion der jeweiligen Orte wecken als auch Erinnerungen, historische Vorstellungen und persönliche Assoziationen auslösen.

Wie unterschiedlich solche Unterwelten aussehen können, zeigen bereits zwei Motive, die das Bunkermuseum im Begleitmaterial hervorhebt: ein Trinkwasserfilter in Friedrichshain sowie eine ehemalige Flugzeugmotorenfabrik. Damit reicht das fotografische Spektrum von technischer Infrastruktur bis zu historischen Industriebauten.

Warum passt Peter Seidels Ausstellung nach Oberhausen?

Bei „unterwelten. orte im verborgenen“ ist der Ort der Ausstellung mehr als eine bloße Kulisse. Das Bunkermuseum selbst befindet sich größtenteils unter der Erde. Hinzu kommt die industrielle Geschichte des Ruhrgebiets, die durch den Bergbau auch unterhalb der sichtbaren Stadtlandschaft Spuren hinterlassen hat. Die Ausstellung lenkt damit den Blick auf Räume, die zwar unsichtbar bleiben, dennoch zur Kultur- und Baugeschichte gehören.

Führt Peter Seidel selbst durch die Ausstellung?

Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 18 Uhr führt Peter Seidel persönlich durch die Ausstellung. Dabei erläutert der Fotograf seine Arbeiten und gibt Einblicke in die gezeigten Motive. Für die Führung ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an [email protected] erforderlich.

Bereits am Freitag, 25. September, um 18 Uhr findet die Eröffnung im Bunkermuseum statt. Vorgesehen sind ein Grußwort von Oberhausens Bürgermeister Werner Nakot, eine Einführung durch Clemens Heinrichs vom Bunkermuseum sowie ein Statement von Peter Seidel. Ruthilde Holzenkamp begleitet den Abend mit Akkordeonmusik.

Wann und wo ist „Peter Seidel Unterwelten“ zu sehen?

Die Ausstellung läuft vom 27. September bis 13. Dezember 2026 im Bunkermuseum Oberhausen, Alte Heid 13, 46047 Oberhausen. Geöffnet ist mittwochs und sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr, an Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.

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