DxO Viewpoint 6 bringt KI-Masken


Mit ViewPoint hat die französische Software-Schmiede DxO ein Tool im Angebot, das Geometrie, Perspektiven und Verzeichnungen korrigiert. Neu in Version 6 sind unter anderem KI-Masken.

Farbiges Porträt von Andreas Jordan vor neutralem Hintergrund

Andreas Jordan

Andreas Jordan ist freier Journalist und Mediendesigner.

Bild des Eifelturms mit Verformungsgitter.

Mithilfe von KI erkennt DxO ViewPoint Objekte und markiert sie mit einem Gitter, das sich verformen lässt.

Bild: DxO

DxO ViewPoint korrigiert beispielsweise stürzende Linien in Architekturaufnahmen und Volumendeformation, also Verzerrungen von Weitwinkelobjektiven am Bildrand. Außerdem lassen sich mit der Software für Windows und macOS Miniatureffekte erstellen, also ungewöhnliche Unschärfeverläufe wie mit einem Tilt-Objektiv.

Verformen mit KI

Das ReShape-Tool, mit dem sich Teile des Bildes verformen lassen, hat DxO in Version stark überarbeitet. So erfasst es mithilfe Künstlicher Intelligenz Objekte, die sich dann verformen lassen, ohne dass das Umfeld verzerrt wird. Zur Funktionsweise schreibt der Hersteller: „Der Fotograf zieht ein Rechteck um das Motiv, ViewPoint erkennt das darin enthaltene Element und erstellt eine Maske, die seiner Kontur folgt. Das Gitternetz wird anschließend an diese Kontur angepasst, sodass die Kontrollpunkte dort sitzen, wo sich das Motiv tatsächlich befindet, statt auf einem gleichmäßigen Raster über dem ganzen Bild. Die Dichte des Gitternetzes variiert innerhalb des Bildes: grob, wo sich nichts ändern muss, fein, wo gearbeitet wird.“

Bei Bedarf können auch mehrere Zellen des ReShape-Gitters manuell zusammengefasst werden: „Bereiche lassen sich für feinere Anpassungen unterteilen oder dort zusammenfassen, wo dieses Detail nicht nötig ist; die Unterteilung kann innerhalb oder außerhalb der Auswahl erfolgen, und einzelne Kontrollpunkte lassen sich ein- oder ausschalten. Diese Kontrolle erstreckt sich auch darauf, wie weit eine Änderung in den Rest des Bildes hineinwirkt.“

Landschaftsaufnahme mit und ohne Miniatureffekt.

Der Miniatur-Effekt gehört ebenfalls zum Repertoire von DxO ViewPoint.

Bild: DxO

Raw-Unterstützung

Neu ist außerdem, dass sich Raw-Dateien nun direkt in ViewPoint 6 öffnen lassen. ViewPoint liest dabei die eingebetteten Metadaten, lädt das passende Korrekturprofil und korrigiert die Verzeichnung. Zwei neue Regler bereiten das Bild vor, bevor die Arbeit an der Geometrie beginnt. Die Belichtungskorrektur bietet einen Bereich von −4,0 bis +4,0 EV und steht für alle Formate zur Verfügung. Der Weißabgleich bietet für Raw-Dateien eine Reihe von Voreinstellungen, Regler für Farbtemperatur und Tönung sowie eine Pipette zur Auswahl eines neutralen Tons im Bild. Die Bearbeitung ist durchgehend nicht-destruktiv.

Preis und Verfügbarkeit

DxO ViewPoint 6 läuft als Standalone-Anwendung und als Plug-in für Adobe Lightroom Classic, Adobe Photoshop und Capture One. Nutzer von DxO PhotoLab 10 finden die Werkzeuge direkt in der Geometrie-Palette von PhotoLab. Die Software ist ab sofort für ca. 120 Euro verfügbar, das Upgrade von ViewPoint 5 kostet rund 75 Euro.

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