Im Test: die Canon EOS 200D

Klein und fein?
06.11.2017

Die neue EOS 200D ist nicht nur die kleinste Canon-SLR, sondern auch die günstigste mit dem aktuellen 24-Megapixel-Sensor und schnellem Live-View-Autofokus. Wir haben sie mit weiteren Einsteiger-SLRs im Preisbereich bis 800 Euro verglichen

 

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EOS 200D back

Der 3,0-Zoll-Touch-Monitor lässt sich nun ausklappen

© Canon

Den neuen 24-Megapixel-Sensor mit integriertem „Dual Pixel CMOS AF“ (DPAF) für einen schnellen Live-View- und Video-Autofokus hatte Canon erstmals im März 2016 in die Mittelklasse-SLR EOS 80D integriert. Nun steht er nach und nach auch in preiswerteren Kameras zur Verfügung; im Spiegelreflexbereich zunächst für die EOS 77D und 800D und jetzt also auch für die noch etwas günstigere EOS 200D. Das absolute Einsteigermodell EOS 1300D muss dagegen noch mit dem älteren 18-Megapixel-Sensor ohne DPAF auskommen.

Im Testfeld ist die Pentax K-70 ebenfalls mit einem Hybrid-AF ausgestattet, die Nikon-SLRs nutzen dagegen im Live-View ausschließlich einen langsameren Kontrast-AF.

Verbesserte Ergonomie

Die EOS 200D ist minimal größer und schwerer geworden als ihre Vorgängerin EOS 100D, aber für eine Spiegelreflexkamera immer noch sehr kompakt und leicht. Sie liegt nun deutlich besser in der Hand – vor allem wegen des größeren Griffs.

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EOS 200D Testbild 2

Lichtinstallation in der U-Bahn-Station Hafencity in Hamburg

Kamera: Canon EOS 200D
Objektiv: EF-S 3,5-5,6/18-135 mm IS STM
Einstellungen: 19 mm, f/8, vom Stativ

© Andreas Jordan

Einen Touchscreen hatte auch die EOS 100D schon, bei der 200D ist er nun aber – wie bei den meisten Kameras im Test – ausklapp- und schwenkbar. Passend dazu gibt es einen Selfie-Modus mit Portrait-Optimierung und Touch-Auslöser. Der Blick durch den Sucher offenbart die klassentypischen Einschränkungen: Wie bei ihrer Vorgängerin ist die Ansicht nicht allzu groß und deckt nur 95 Prozent des aufgenommenen Bildes ab.

Zwischen den neun AF-Messfeldern wechselt man etwas umständlich per Druck auf die AF-Messfeldwahl-Taste und Auswahl mit der Viererwippe oder dem vorderen Einstellrad. Wer zwischen Einzel-AF und Servo-AF wechseln will, muss die Kamera absetzen und die Auswahl über den Monitor vornehmen, da im Sucher keine entsprechenden
Einblendungen zur Verfügung stehen.

Der Sucher-Autofokus ist eine der Schwächen gegenüber den nächsthöheren Modellen: Das AF-Modul der EOS 200D hat neun Messfelder, die alle als Kreuzsensoren ausgelegt sind – allerdings nur bei Objektiven bis Lichtstärke 1:5,6. Beim Einsatz von Telekonvertern kann es also sein, dass der Autofokus nicht zur Verfügung steht. Die nächsthöheren EOS-Modelle EOS 800D und 77D haben dagegen 45 Kreuzsensoren, wovon 9 Kreuzsensoren bei 1:8 noch funktionieren. Auch bei wenig Licht ist der AF der EOS 200D schlechter: Canon gibt -0,5 EV an, bei der EOS 800D und 77D dagegen -3 EV.

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.