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Die Sony Alpha 7 IV wiegt 658 Gramm.
Die Sony Alpha 7 IV wiegt 658 Gramm.
Bild: Sony

Schon getestet: Sony Alpha 7 IV mit 33-Megapixel-Sensor

Preis: ca. 2800 Euro, ab Dezember
21.10.2021

Die spiegellose Vollformatkamera Alpha 7 IV weist in fast allen Bereich deutliche Verbesserungen gegenüber ihrer Vorgängerin Alpha 7 III auf. Unter anderem hat Sony die Sensorauflösung auf 33 Megapixel angehoben. Wir konnten bereits ein Vorserienmodell in der Praxis testen.

Bereits Anfang Oktober stand uns ein Vorserienmodell der Alpha 7 IV zum Praxistest zur Verfügung. Geschwindigkeit und Bildqualität waren laut Sony so gut wie auf dem finalen Stand, allerdings war die Kamera noch nicht für einen Labortest freigegeben – diesen holen wir sobald möglich nach. Lediglich bei den Netzwerkfunktionen und der Fernsteuerung per App gab es noch größere Einschränkungen.

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Der Griff ist größer geworden

Der Griff ist größer geworden, der Videoauslöser befindet sich auf der Oberseite und das Belichtungskorrekturrad lässt sich nun auch mit anderen Funktionen belegen.

Bild: Andreas Jordan

Verbesserte Bedienung

Das Gehäuse hat Sony gegenüber der Alpha 7 III weiterentwickelt, unter anderem mit einem größeren Griff. Es entspricht nun weitgehend der Alpha 7S III, bringt aber einige Neuerungen mit, die es bisher bei keiner Alpha-Vollformat-Kamera gab. So wurde das fest belegte Belichtungskorrekturrad durch ein Rad ersetzt, das zwar standardmäßig zur Belichtungskorrektur dient, sich aber auch mit anderen Funktionen belegen lässt – aus unserer Sicht eine klare Verbesserung. Zweite Neuerung: Unter dem PASM-Rad befindet sich nun ein separater Umschalter, um schnell zwischen Foto, Video und S&Q (also Zeitlupe und Zeitraffer) zu wechseln. Ebenfalls ein klarer Gewinn – bisher befanden sich die Video- und S&Q-Position auf dem PASM-Rad, sodass man, wenn das PASM-Rad auf Video stand, nur über das Menü die Belichtungsprogramme ändern konnte. Nun ist es also auch im Videomodus möglich, per Rad beispielsweise zwischen Blendenautomatik und manuell zu wechseln.

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Das Umschalten zwischen Foto, Video und S&Q hat Sony auf ein eigenes Rad gelegt und so vom PASM-Rad entkoppelt.

Das Umschalten zwischen Foto, Video und S&Q hat Sony auf ein eigenes Rad gelegt und so vom PASM-Rad entkoppelt.

Bild: Andreas Jordan

Seitlich ausklappbarer Monitor

Die vielleicht prominenteste Veränderung gegenüber der Alpha III ist der – wie bei der Alpha 7S III – zur Seite ausklappbare Monitor. Er hat zwar nach wie vor eine Diagonale von 3,0 Zoll, aber eine höhere Auflösung von 1,03 Millionen Bildpunkten. Außerdem hat er die verbesserte Menüstruktur und die Touch-Funktionalität der Alpha 7S III und Alpha 1 geerbt. Sprich: Auch das Menü lässt sich per Touch bedienen. Der Sucher hat eine Auflösung von 3,68 Millionen Punkten (Alpha 7 III: 2,36 Mio. Punkte) und zeigt damit weniger Artefakte und Fehlfarben. Die Bildwiederholfrequenz hat Sony von 60 auf 120 fps erhöht.

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Der Monitor lässt sich nun zur Seite ausschwenken. Er erlaubt die komplette Touch-Bedienung.

Der Monitor lässt sich nun zur Seite ausschwenken. Er erlaubt die komplette Touch-Bedienung.

Bild: Andreas Jordan

Auch die Schnittstellen wurden überarbeitet. So kommt nun die große HDMI-Typ-A-Buchse zum Einsatz und USB-C liegt in Version 3.2 Gen 2 mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s vor. Der USB-C-Port kann auch für das Laden des Akkus und die Stromversorgung im laufenden Betrieb genutzt werden. Eine Besonderheit ist, dass per Adapter über USB-C auch eine Ethernet-Verbindung (1000Base-T) hergestellt werden kann. Kabellos kommuniziert die Kamera per Wi-Fi mit 2,4 oder 5 GHz. Mit der Imaging Edge-App lässt sie sich fernsteuern und Dateien – jetzt auch Raws – können auf das Smartphone bzw. Tablet übertragen werden. Wer will, kann gezielt nur Bilder mit bestimmten Merkmalen – bspw. fünf Sternen – übertragen. Der Zubehörschuh kommuniziert auch mit digitalen Mikrofonen und kann beispielsweise den Bluetooth-Empfänger des Funkmikros ECM-W2BT mit Strom versorgen. Kopfhörer und Mikrofonbuchsen sind natürlich ebenfalls vorhanden.

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Der neue BSI-Sensor löst 33 Megapixel auf.

Der neue BSI-Sensor löst 33 Megapixel auf.

Bild: Sony

Neuer BSI-Bildsensor

Wie schon die Alpha 7 III vom Frühjahr 2018 ist auch die Alpha 7 IV mit einem BSI-Bildsensor ausgestattet (bei Sony Exmor R genannt), der eine etwas bessere Lichtausbeute hat als herkömmliche Sensoren. Die Auflösung wurde von 24 auf 33 Megapixel erhöht. Laut Sony soll das Rauschverhalten trotzdem verbessert worden sein (Empfindlichkeit ISO 100 bis 51.200, erweiterbar auf 50 bzw. 102.400). In unserem Praxistest war die Bildqualität bis ISO 1600 nahezu tadellos, danach setzten bei der 100-%-Ansicht am Monitor sichtbare Verschlechterungen in Form von Helligkeitsrauschen und Detailverlusten ein, ISO 3200 ist aber auch für große Abzüge noch gut brauchbar. Bei kleineren Ansichten sieht man auch bei 25.600 kaum einen Unterschied zur Grundempfindlichkeit. Eine präzise Bewertung der Bildqualität und der Vergleich mit der Konkurrenz erfolgt demnächst im Labortest.

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Die Alpha 7 IV hat ein reines SD-Karten-Laufwerk und eins, das neben SD-Karten auch die schnelleren CFexpress-Typ-A-Karten aufnimmt.

Die Alpha 7 IV hat ein reines SD-Karten-Laufwerk und eins, das neben SD-Karten auch die schnelleren CFexpress-Typ-A-Karten aufnimmt.

Bild: Andreas Jordan

Lange Bildserien

Die Serienbildgeschwindigkeit bleibt bei maximal 10 Bildern/s; mit AF-Nachführung haben wir 8,2 Bilder/s gemessen, wobei die Geschwindigkeit hier stark von der Aufnahmesituation, vor allem der Bewegung des Motivs, abhängt. Ein deutlicher Fortschritt zeigt sich bei der Serienbildlänge: In unserem Test mit einer CFexpress-Typ-A-Karte von Sony (Schreibgeschwindigkeit 700 MB/s) konnten wir sowohl bei JPEGs als auch bei komprimierten Raws praktisch unbegrenzt aufnehmen (Test nach 1000 Aufnahmen, also 100 s, abgebrochen). Bei der aktuell schnellsten SD-Karte (Sony UHS-II, 300 MB/s) waren ebenfalls unbegrenzte JPEGs, aber nur 58 komprimierte Raws in Folge möglich, bevor die Kamera langsamer wurde. Verlustfrei komprimierte und unkomprimierte Raws nimmt die neue Sony übrigens nur mit 6 Bildern/s auf, wobei die Länge mit CFexpress Typ A ebenfalls bei über 1000 Bilder liegt, mit der schnellsten SD-Karte haben wir 46 (verlustfrei komprimiert) bzw. 22 (unkomprimiert) in Folge gemessen. CFExpress Typ A bietet also echte Vorteile. Wem die Sony-Karten zu teuer sind (160 GB ca. 350 Euro), der findet seit kurzem mit den Karten von ProGrade eine knapp 70 Euro günstigere Alternative.

Herausragender Autofokus

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Als Alternative zu JPEG steht in der Alpha 7 IV auch das HEIF-Format zur Verfügung, das eine Farbtiefe von 10 Bit hat und besonders effektiv komprimiert.

Als Alternative zu JPEG steht in der Alpha 7 IV auch das HEIF-Format zur Verfügung, das eine Farbtiefe von 10 Bit hat und besonders effektiv komprimiert.

Screenshot: Andreas Jordan

Den Hybrid-Autofokus hat die Alpha 7 IV von der Alpha 1 geerbt und sogar weiterentwickelt. Sprich: Er verfügt über 759 Messfelder mit Phasendetektion, die 94 % des Bildfeldes abdecken und arbeitet bis -4 EV. Real Time Tracking und die Augen-Erkennung für Menschen und Tiere und – separat gelistet – Vögel sind an Bord und arbeiten selbst bei einer Lichtstärke von 1:22, beispielsweise mit einem lichtschwachen Telezoom mit Telekonverter. Anders als bei der großen Schwester funktioniert die Tieraugenerkennung auch im Videomodus. Erstmals hat Sony neue AF-Funktionen implementiert. So zeigt eine „Focus Map“ nicht nur den Bereich an, der im Fokus ist, sondern mit unterschiedlichen Farben auch die Bereiche, die vor und hinter der Schärfeebene liegen.

Digitale  Korrektur für Focus-Breathing

Außerdem wurde eine digitale Focus-Breathing-Korrektur integriert, die dafür sorgt, dass sich das Bildfeld bei der Verlagerung der Schärfe nicht verändert. Dabei wird der Bildausschnitt – je nach Objektiv – leicht beschnitten. Das Ganze funktioniert allerdings nur mit Sony-Objektiven. Weitere Verbesserungen: Sowohl im Foto- als auch im Videomodus stehen neue Bildstile (Creative Looks) zur Verfügung, die Effizienz des 5-Achsen-Bildstabilisators wurde von 5 auf 5,5 Stufen erhöht und es werden die Bildformate HEIFF und Light-JPEG (Dateigröße ca. 3 MB) unterstützt.

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Dank Bildstabilisator gelingen relativ lange Belichtungen aus der Hand mit scharfem Vordergrund und Bewegungsunschärfe. Hier mit dem FE 4/24105 mm G OSS bei 37 mm mit einer halben Sekunde.

Dank Bildstabilisator gelingen relativ lange Belichtungen aus der Hand mit scharfem Vordergrund und Bewegungsunschärfe. Hier mit dem FE 4/24105 mm G OSS bei 37 mm mit einer halben Sekunde.

Bild: Andreas Jordan

4K-Video mit 60p

Sony betont, dass es sich bei der Alpha 7 IV um eine Hybridkamera für Foto und Video handelt. So entfällt die 30-Minuten-Begrenzung pro Clip und die Kamera nimmt nun 4K mit 60p auf, allerdings nur im Super35-Modus, also mit APS-C-Crop (1,5x). Im Vollformat sind jetzt 4K/30p ohne Crop möglich. In Full-HD schafft die Kamera 120p, sprich eine 5fache Zeitlupe. Anders als die Alpha 7 III beherrscht die neue Alpha außerdem die interne Aufzeichnung mit 10 Bit Farbtiefe und 4:2:2 Farbunterabtastung (vorher 8 Bit, 4:2:0) sowie das schnittfreundliche All-I mit bis zu 600 MBits/s als Alternative zu Long GOP. Auch der mit der Alpha 7S III eingeführte XAVC-HS-Modus mit H.265-Codec steht zur Verfügung – XAVC-I mit H.264 natürlich ebenfalls. In unserem Test brach die Kamera Videos in den höchsten Qualitätsstufen bei Raumtemperatur zunächst nach ca. 20 Minuten wegen Überhitzung ab. Nachdem wir die automatische Hitzeabschaltung im Menü von „Standard“ auf „hoch“ gesetzt hatten, waren aber deutlich längere Clips möglich – 4K-XAVC-HS mit 200 Mbits/s bspw. bis zu 50 Minuten – dann war die 80-GB-Karte voll.

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Live-Streaming ist mit bis zu 4K möglich, wobei Full-HD/50p meist die bessere Wahl sein dürfte.

Live-Streaming ist mit bis zu 4K möglich, wobei Full-HD/50p meist die bessere Wahl sein dürfte.

Screenshot: Andreas Jordan

Bei den Videoprofilen wird neben S-Log3 jetzt auch S-Cinetone unterstützt. Neu ist weiterhin, dass sich beim Filmen eine digitale Bildstabilisierung zuschalten lässt. Schließlich beherrscht die Alpha 7 IV Live-Streaming mit bis zu 4K/15p oder Full-HD/60p.

Fazit

Sony hat fast alle ergonomischen Schwachpunkte beseitigt – nur der Monitor könnte noch etwas größer ausfallen. Der Autofokus gehört zum Besten, was der Markt aktuell zu bieten hat, und der Serienbildmodus erlaubt mit den schnellen CFexpress-Typ-A-Karten nahezu endlose Bildfolgen. Die Bildqualität bewegt sich auf einem hohen Niveau: Der neue Sensor sorgt für mehr Details als bei der Vorgängerin, das Rauschen fällt trotzdem gering aus.

Technische Daten und Testergebnisse zur Sony Alpha 7 IV


Kamera Sony Alpha 7 IV
Preis (Liste/ Straße) ca. 2800 Euro/ ca. 2800 Euro
Sensor: Art/ Abmessungen/ Auflösung/ Pixelpitch BSI-CMOS/ ca. 36 x 24 mm/ 33,1 MP/ 5,1 µm
Bajonett/ Crop-Faktor E/ 1
Autofokus Hybrid: Phasen-Detektion: 759, Kontrast: 425 Messfelder
IBIS/ Pixelshift/ Sensorreinigung/ WLAN ja/ nein/ ja/ ja
Blitz kein Gehäuseblitz/ Blitzschuh/ Synchronzeit: 1/250 s, Synchronbuchse
Belichtungszeiten 1/8000 - 30 s, Bulb
Empfindlichkeit ISO 100 - 51.200, erweiterbar (50 und 102.400)
Video: max. Auflösung/ max. Bildrate/ Codec 3840 x 2160/ 60p (Super35); 1920 x 1080/ 120p/ H.264, H.265
Sucher OLED (3,68 Mio. Punkte)/ Bildfeld: 100 %/
Monitor: Diagonale/ Auflösung 7,5 cm/ 1,03 Mio. Punkte, dreh- und schwenkbar, Touchscreen
Speicher 1 x SD(HC/XC, UHS-II) und CFexpress (Typ A), 1 x SD(HC/XC, UHS-II)
Akkuleistung nach CIPA k. A.
Schnittstellen USB 3.2 (Typ C), Multi/Micro-USB, HDMI (Typ A), Mikrofon, Kopfhörer
Abmessungen (B x H x T)/ Gewicht (mit Akku) 131 x 96 x 79 mm/ 658 g
Geschwindigkeit mit Sony CFExpress Typ A
Serienbilder pro Sekunde S-AF: JPEG und Raw-Kompr.: 10, AF-C: 8,2, Raw verlustfrei kompr. & unkompr.: 6
Serienbilder in Folge >1000

 

> Sony Alpha 7 IV in der Kameradatenbank

Videovorstellung der Alpha 7 IV von Sony

Pressemitteilung zur Alpha 7 IV

Standard neu definiert: Die neue Alpha 7 IV von Sony glänzt mit einem 33-MP-Vollformatbildsensor und ausgezeichneter Bedienbarkeit bei Foto- und Videoaufnahmen

Zeitgleich bringt Sony zwei neue Blitzgeräte auf den Markt, die das leistungsstarke Alpha-Blitzsystem weiterentwickeln

Berlin, 21. Oktober 2021. Sony erweitert sein Sortiment an Kameras und Blitze um drei Neuheiten: die Wechselobjektivkamera Alpha 7 IV, die über einen neu entwickelten Vollformatbildsensor mit ca. 33 effektiven Megapixeln verfügt, und die beiden neuen Blitze HVL-F60RM2 und HVL-F46RM. 

Die Alpha 7 IV hebt mit ihrer hervorragenden Bildqualität und Leistung den „Standard“ für Vollformatkameras auf die nächste Stufe und definiert damit die Maßstäbe neu, die die Alpha 7 III gesetzt hat. Das neue Modell ist mit zahlreichen innovativen Bildverarbeitungstechnologien von Sony ausgestattet, darunter dem neuesten BIONZ XR Bildprozessor sowie erweiterten AF (Autofokus)-Funktionen, die auf dem Flaggschiffmodell Alpha 1 basieren. Hinzu kommen optimierte Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit beim Fotografieren und Filmen: All dies macht die Alpha 7 IV zur perfekten Allround-Kamera sowohl für Fotoenthusiasten als auch für Profis, die in allen Genres unterwegs sind. Darüber hinaus bietet die Alpha 7 IV eine Auflösung von 33 Megapixeln, ausdrucksstarke Filmaufnahmen und eine Reihe von Funktionen für die zunehmend gefragte mobile Datenübertragung. So verleiht diese Kamera dem Begriff „Basismodell“ eine ganz neue Bedeutung. 

„Mit der Einführung der Alpha 7 III haben wir den Referenzmaßstab für das gesetzt, was Vollformatkameras leisten sollten. Jetzt ist es Zeit, diese Grenzen neu zu definieren“, so Yann Salmon Legagneur, Director of Product Marketing, Digital Imaging, Sony Europe. „Die Alpha 7 IV vereint die besten Bildverarbeitungstechnologien von Sony und ermöglicht damit fantastische Resultate bei Foto- wie auch Filmaufnahmen. So können die Anwender in jeder Situation genau die Inhalte einfangen, die sie festhalten möchten.“

Alpha 7 IV: Innovation ohne Ende

Die herausragende Bildqualität, fortschrittliche Videotechnologien einschließlich Autofokus-Neuerungen und optimierte Bedienfunktionen und Workflows machen die neue Alpha 7 IV zur ultimativen Hybridkamera. Zudem wurde bei der Entwicklung dieses Modells auch der Umwelt Rechnung getragen: Für das Kameragehäuse wurde der recycelte KunststoffSORPLAS von Sony genutzt, und bei der Verpackung wurden wiederverwertbare1 Materialien und weniger Kunststoff verwendet.

Hervorragende Bildqualität 

Dank des neu entwickelten, rückseitig belichteten Exmor R CMOS Vollformatbildsensors mit 33 Megapixeln bietet die Alpha 7 IV überragende Bildqualität und einen großen, auf ISO 50-204800 erweiterbaren Empfindlichkeitsbereich. Durch die hohe Auflösung ist die Kamera in der Lage, sanfte Abstufungen, feine Details und Strukturen einzufangen und gleichzeitig das Bildrauschen zu reduzieren. Der Dynamikbereich von 15 Stufen sorgt für ein großes Ausdrucksspektrum, und die Creative Look-Einstellungen helfen dabei, mühelos originelle Looks zu schaffen, sowohl bei Fotos als auch bei Videos.

AF-Leistung auf neuem Niveau 

Der neueste BIONZ XR Bildprozessor, der auch im Flaggschiffmodell Alpha 1 zum Einsatz kommt, unterstützt einen superschnellen Autofokus, unterbrechungsfreie Serienaufnahmen mit 10 Bildern pro Sekunde2 mit AF/AE-Tracking und einen großen Speicherpuffer für reibungslose Aufnahmen. Die Alpha 7 IV verfolgt Motive mit durchgehendem Echtzeit-Tracking und 759 Phasendetektionspunkten in einem Brennebenen-AF-System mit hoher Dichte, die etwa 94 % des Bildbereichs abdecken. Darüber hinaus ist der Echtzeit-Augen-AF jetzt erstmals in der Lage, nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Vögel zu verfolgen, sowohl beim Fotografieren als auch beim Filmen. Die Erkennungsgenauigkeit für menschliche Gesichter und Augen wurde im Vergleich zur Alpha 7 III um rund 30 % verbessert.

Avancierte Technologien für Filmaufnahmen

Die Alpha 7 IV wartet mit Technologien auf, die von professionellen Filmproduktionen übernommen wurden. Dazu zählt beispielsweise die S-Cinetone Farbfunktion: Ursprünglich für die hochgeschätzten Cinema Line-Kameras von Sony entwickelt, die von zahlreichen Filmemachern und Content Creator genutzt werden, sorgt diese Funktion für einen satten, kinoreifen Look. Mit 4K/60p-Aufzeichnung im Super 35 mm-Modus und bis zu 4K/30p mit 7K Oversampling im Vollformat-Modus gewährleistet die Alpha 7 IV hochwertige Videoaufnahmen. Zudem verfügt die neue Kamera über 4:2:2-Farbsampling mit einer Bildtiefe von 10 Bit für natürliche Farbabstufungen sowie XAVC S-I Intra-Frame-Kodierung für effizientere Workflows bei der Bearbeitung und XAVC HS für eine doppelt so hohe Komprimierungseffizienz. 

Um dem auf Kundenseite konstant wachsenden Bedürfnis nach präziser AF-Leistung bei Videoaufnahmen gerecht zu werden, bietet die Alpha 7 IV in Verbindung mit einem Sony E-Mount-Objektiv einzigartige AF-Funktionen. Dazu zählen die Funktion AF Assist3, die Fokusübergänge bei der Verwendung des Autofokus unterstützt, und Focus Map zur Visualisierung der Schärfentiefe. Zudem hat die Alpha 7 IV als erste Kamera der Alpha-Serie eine ein- und ausschaltbare Breathing Compensation4, die focus breathing minimiert und bei Fokusänderungen einen konsistenten Blickwinkel aufrechterhält. 

Echtes Hybridmodell dank erweiterter Funktionen 

Die Alpha 7 IV ist eine hybride Foto- und Filmkamera, die sich durch hervorragende Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit auszeichnet und es den Benutzern ermöglicht, leicht zwischen Fotografieren und Filmen hin und her zu wechseln. Eine Neuheit im Alpha-Sortiment von Sony ist das Moduswahlrad mit zwei Ebenen, bei dem die untere Ebene zur Wahl zwischen Foto/Film/S&Q-Modus und die obere Ebene für Auto/P/A/S/M und MR (Memory Recall) vorgesehen ist, sodass schnell zwischen den einzelnen Einstellungen gewechselt werden kann. Darüber hinaus verfügt die Kamera über eine integrierte optische 5-Achsen-Bildstabilisierung, die eine um 5,5 Stufen kürzere5Verschlusszeit ermöglicht. Der optimierte Griff erhöht den Komfort, und ein mit CFexpress Typ A kompatibler Mediensteckplatz unterstützt Medien mit höheren Lese-/Schreibgeschwindigkeiten. Der OLED Quad-VGA-Sucher mit ca. 3,68 Millionen Bildpunkten bietet eine 1,6mal höhere Auflösung als der Sucher der Alpha 7 III, wodurch die Benutzer eine verbesserte Live-View-Bildvorschau mit minimierten Fehlfarben und höherer Auflösung erhalten.

Dank der wärmeableitenden Struktur der Kamera können Videofilmer mehr als eine Stunde kontinuierlich 4K/60p 10-Bit-4:2:2-Videos aufzeichnen. Die optische Bildstabilisierung im Active-Modus“6 sorgt für optimale Videoaufnahmen. Zu den weiteren Vorzügen zählen ein seitlich klappbares LCD-Display mit variablem Blickwinkel und 1,03 Millionen Bildpunkten, eine REC-Taste an der Oberseite und ein leistungsstarker Akku aus der Z-Serie.    

Für das Gehäuse der Alpha 7 IV wurde eine Magnesiumlegierung verwendet, die die Robustheit erhöht und das Gewicht verringert. Darüber hinaus tragen die neu gestaltete Struktur und die Objektivverriegelungstaste zu einem verbesserten Staub- und Feuchtigkeitsschutz bei.7

Erweiterte Workflow-Funktionen 

Mit einer Reihe von Verbindungsoptionen ermöglicht die Alpha 7 IV die sofortige Übertragung und gemeinsame Nutzung hochwertiger Inhalte und wird so dem wachsenden Bedarf an mobiler Datenübertragung in Echtzeit gerecht, ohne Kompromisse bei der Bild- und Tonqualität einzugehen. Durch Bluetooth wird die Verbindung zwischen der Kamera und der Imaging Edge Mobile App8 vereinfacht und 5 GHz/2,4 GHz Wi-Fi sorgen für schnelle Datentransfers. 

Zudem bietet die Kamera eine neue Funktion namens „Shot Mark“, die leichten Zugriff auf die markierten Szenen in einem Videoclip ermöglicht, sowohl in der Kamera als auch in den Anwendungen Catalyst Browse/Prepare von Sony.9

Mit einer Reihe weiterer neuer Funktionen unterstützt die Kamera Live-Streaming und mobile Datenübertragung, ohne dass eine spezielle Software erforderlich wird. UVC (USB Video Class) und UAC (USB Audio Class) verwandeln die Alpha 7 IV in eine leistungsstarke Live-Streaming-Kamera, wenn sie an einen Computer oder ein Smartphone angeschlossen wird. Hohe Bildqualitäten wie 4K/15p und 1080 FHD/60p sorgen bei der Remote-Freigabe für realistische Videos. An die digitale Audioschnittstelle der Alpha 7 IV können verschiedene Mikrofone und anderes Zubehör angeschlossen werden, um eine hohe Tonqualität zu erzielen.

Weiter plant Sony die Einführung eines neuen Cloud-Dienstes – „AI Video Editing Studio“ – zur automatischen Bearbeitung mit KI-Technologie. „AI Video Editing Studio“ führt die Erstbearbeitung unter Einsatz von KI-Technologie automatisch in der Cloud durch, damit sich die Nutzer auf kreativere Aufgaben konzentrieren können.

Sony wird auch künftig bestrebt sein, durch aktive Integration und Weiterentwicklung von Kameras, Cloud-Lösungen und KI eine große Vielfalt an Bilderlebnissen und Dienstleistungen anbieten zu können.

Umweltfreundliches Design

Im Einklang mit seinem Umweltplan „Road to Zero“ hat Sony beim Design, der Herstellung und Verpackung der Alpha 7 IV großes Augenmerk auf Umweltfreundlichkeit gelegt. Für die Kamera wurde der recycelte Kunststoff SORPLAS verwendet, der nur mit erneuerbaren Ressourcen auskommt und an Standorten hergestellt wird, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, beispielsweise Solarenergie. Auch bei der Produktverpackung werden wiederverwertbare10Materialien mit geringerem Kunststoffanteil verwendet. 

HVL-F60RM2 und HVL-F46RM: Leistungsstarke Blitze zur Weiterentwicklung des Alpha-Beleuchtungssystems

Der HVL-F60RM2 mit GN 60-Leistung und einem Bereich von 20-200 mm11 und der HVL-F46RM mit GN 46-Leistung und einem Bereich von 24-105 mm12 sind leistungsstarke kabellose Blitze, die sich durch eine präzise Steuerung, noch weiter verbesserte Hochgeschwindigkeit und intuitive Bedienung auszeichnen. Die neuen Modelle entsprechen den Anforderungen, die professionelle wie auch fortgeschrittene Content Creator an Aufnahmen mit den Sony Alpha-Kameras haben, und ermöglichen durch detaillierte Kommunikation mit den Kameras die Umsetzung des ultimativen Alpha-Beleuchtungssystems. 

Beide Blitze bieten eine verbesserte Blitzleistung bei Serienaufnahmen: bis zu 200-fach bei 10 Bildern pro Sekunde13 mit dem HVL-F60RM2 und 60-fach mit dem HVL-F46RM. Dank des optimierten Blitzsteuerungsalgorithmus sind beide Modelle vor Überhitzung geschützt. Ein Satz mit vier Ni-MH (Nickel-Metallhydrid)-Batterien reicht für bis zu 240 Blitze mit einer Ladezeit von 1,7 Sekunden beim HVL-F60RM2 und bis zu 320 Blitze mit einer Ladezeit von 2,0 Sekunden beim HVL-F46RM14.

Werden die neuen Blitze in Kombination mit einer Alpha-Kamera eingesetzt, können die Anwender von den einzigartigen Kommunikations- und Systemvorteilen des Alpha-Beleuchtungssystems profitieren. So ist es beispielsweise bei der Alpha 7 IV jetzt möglich, die P-TTL-Blitzsteuerung für jedes Bild nicht nur im Serienmodus „Lo“, sondern auch in den Modi „Mid“ und „Hi“ zu nutzen. Außerdem wurde die Auslöseverzögerung für den Blitz verkürzt, damit auch flüchtige Gesichtsausdrücke und Bewegungen des Motivs eingefangen werden können.

Mit der Alpha 1 erreicht der HVL-F60RM2 eine phänomenale Serienaufnahmegeschwindigkeit von bis zu 20 BpS15, und mit dem externen Blitz-Batterieadapter FA-EBA1 können für mehr als 10 Sekunden rund 20 Blitze pro Sekunde ausgelöst werden. Wird die Alpha 1 mit Blitzen von Sony verwendet, darunter auch den Modellen HVL-F60RM2 und HVL-F46RM, ist eine Blitzsynchronisation bis zu 1/400 s möglich, sodass die Benutzer bei Aufnahmen im Vollformat-Modus noch kreativer werden können. Darüber hinaus erlaubt der lautlose elektronische Verschluss der Kamera geräuschlose Aufnahmen mit Blitz in Situationen, in denen absolute Stille gefordert ist. 

Weitere Systemvorteile des HVL-F60RM2 und HVL-F46RM in Verbindung mit einer Alpha-Kamera:

- Steuerung der Blitzparameter direkt über das Menü einer kompatiblen Kamera16

- Blitzsteuerung in Verbindung mit der Gesichtserkennung der Kamera17

- Automatische Korrektur des Weißabgleichs auf Basis der Farbtemperaturinformationen des Blitzes

Beide Blitze überzeugen zudem durch optimierte Robustheit und Bedienbarkeit. Der Multi-Interface-Zubehörschuh, ausgestattet mit dem einzigartigen Sony Metallfuß mit robustem Seitenrahmen, erhöht die Festigkeit und Zuverlässigkeit erheblich. Die Versiegelung des Schuhs verbessert die Staub- und Feuchtigkeitsresistenz der Blitze.18 Der Original-Blitzkopf-Drehmechanismus Quick Shift Bounce, der eine flexible Positionierung und optimale Beleuchtung ermöglicht, wurde beim HVL-F60RM2 ebenfalls verbessert, um unbeabsichtigte Änderungen des Bounce-Winkels zu verhindern. 

Dank Unterstützung für kabellose Funkkommunikation können bis zu 15 Blitze und/oder Empfängereinheiten in bis zu 5 Gruppen per Funk gesteuert werden, was die Beleuchtungsoptionen beträchtlich erweitert.  

Unverbindliche Preisempfehlung und Verfügbarkeit

Alpha 7 IV von Sony: 2799,00 Euro

Alpha 7 IV mit Objektiv SEL2870 im Kit von Sony: 2999,00 Euro

Verfügbarkeit ab Dezember 2021

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Journalist und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.