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Makroobjektiv
Makroobjektive bilden kleine Motive groß ab © Zeiss

Foto-Lexikon M: Matrixmessung bis Multishot

Das Nachschlagewerk zur Fotografie
16.09.2019

Unser kompaktes fotoMAGAZIN-Glossar erklärt verständlich die wichtigsten Begriffe und Bezeichnungen der Fotografie.

M

Makroobjektiv

Makroobjektive können bei geringer Aufnahmedistanz Objekte im Abbildungsmaßstab 1:1 auf den Sensor projizieren. Hierdurch enstehen sehr detailreiche und interessante Aufnahmen kleiner Objekte.

Matrixmessung

Andere Bezeichnung für →Mehrfeldmessung. Bei der Mehrfeldmessung wird das vom Objektiv eingefangene Bild in mehrere Felder unterteilt, die einzeln ausgemessen werden. Moderne Mehrfeld-Messsysteme analysieren die Verteilung der Helligkeit und die Helligkeitswerte und versuchen, diese mit auf einem Chip gespeicherten Szenarien (z. B. Sonnenuntergang oder Gegenlichtsituation) zu vergleichen. Dadurch ist die Kamera in der Lage, bestimmte Aufnahmebedingungen wiederzuerkennen und entsprechende Belichtungskorrekturen vorzunehmen.
Die Mehrfeldmessung ist die für den Anfänger zuverlässigste und am wenigsten fehleranfällige Art der Belichtungsmessung.

Megabyte (MB)

1 Megabyte = 1024 Kilobyte.

Micro Four Thirds

Ein von Panasonic und Olympus zur photokina 2008 eingeführter Standard für →Systemkameras mit Wechselobjektiven, die im Gegensatz zu →Spiegelreflexkameras ohne Spiegel auskommen. Das Sucherbild wird stattdessen elektronisch erzeugt. Kennzeichnend für Micro Four Thirds ist außerdem das kurze →Auflagemaß von knapp 20 mm, das die Adaption zahlreicher Objektive ermöglicht.

Mittelformat

In der analogen Fotografie bezeichnet das Mittelformat Kameras, die mit Rollfilm arbeiten, der deutlich größer ist als das →Kleinbild (36 x 24 mm), aber kleiner als der Planfilm des Großformats (ab 9 x 12 cm). Gebräuchlich sind beispielsweise die Formate 6 x 6 (56 x 56 mm), 6 x 7 (56 x 69 mm) oder 6 x 4,5 (56 x 41,5 mm) – sie haben die 2,7- bis 4,5fache Fläche des Kleinbilds. Aus Kostengründen haben sich bei digitalen Mittelformatkameras kleinere Sensoren durchgesetzt: So nutzen die Fuj GFX 50S, Pentax 645Z und die Hasselblad-Kameras X1D 50c und H6-50c 50-Megapixel-Sensoren mit den Abmessungen 43,8 x 32,9 mm – immerhin noch die 1,7fache Fläche des Kleinbilds. Leica setzt in der S Typ 007 auf das etwas kleinere 45 x 30 mm. Hasselblad hat auch größere Formate im Angebot: Bei der H6D100c mit 100 Megapixeln misst der CMOS-Sensor 53,4 × 40,0 mm – dafür werden dann allerdings auch fast 35.000 Euro fällig. Im Vergleich zum analoge Zeitalter gilt aber auch hier: Das digitale Mittelformat ist ein kleines Mittelformat

Mittenbetonte Integralmessung

Eine Form der →Integralmessung, bei der die Messungen in der Bildmitte stärker gewichtet werden, wodurch helle oder dunkle Bereiche am Bildrand das Messergebnis weniger stark beeinflussen.

M-JPEG

Motion-JPEG. Älteres Verfahren zur Videokomprimierung, bei dem nur Einzelbilder komprimiert werden. Moderne und effektivere →Codecs komprimieren dagegen Bildgruppen (siehe →MPEG).

Moiré

Moiré

Fehlende oder besonders dünne Tiefpassfilter begünstigen das Auftreten von Moiré-Effekten

© Anders Uschold

Moiré

Störende Überlagerungsmuster, die auftreten, wenn Bilder mit regelmäßigen Linien oder Muster mit geringfügig abweichender Auflösung übereinander gelegt werden. In den meisten Digitalkameras werden Moirés durch optische →Tiefpassfilter minimiert.

MPEG

Motion Picture Experts Group. MPEG bezeichnet besonders effektive Kompressionsformate für Digitalvideos, bei denen nicht nur einzelne Bilder, sondern Bildgruppen für die Komprimierung zusammengefasst werden.
MPEG-2 wird beispielsweise bei Video-DVDs genutzt, die neuste Variante →MPEG-4 kommt in vielen Digitalkameras zum Einsatz (siehe →H.264).

Motivprogramm

Mit Ausnahme von Profikameras sind fast alle Digitalkameras mit Motivprogrammen ausgestattet, welche die Kameraeinstellungen für bestimmte Motive optimieren (beispielsweise Landschaft mit erhöhter Farbsättigung und Scharfzeichnung, Portrait mit zurückhaltenden Farben und Schärfe) (siehe auch →iA).

Multishot

Beim Multishot macht eine Kamera direkt hintereinander mehrere Aufnahmen und kombiniert diese. Anwendungsbereiche sind beispielsweise →HDR-Aufnahmen oder →Schwenkpanoramen.
Häufig sind Multishot-Aufnahmen aus der Hand (also ohne Stativ) möglich. Einige Kameras gleichen hierbei einen leichten Versatz automatisch aus.
In der Regel muss die Kamera für Multishot- Aufnahmen mit einem schnellen →CMOS-Sensor ausgestattet sein.

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Unser Fotografie-Lexikon befindet sich in stetiger Bearbeitung. Wenn Ihnen Begriffe und Erklärungen fehlen, weisen Sie uns im Kommentar darauf hin. Wir werden unser Glossar auch weiterhin für Sie ergänzen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
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fotoMAGAZIN Lexikon

Unser Fotografie-Lexikon befindet sich in stetiger Bearbeitung. Wenn Ihnen Begriffe und Erklärungen fehlen, weisen Sie uns im Kommentar darauf hin. Wir werden unser Glossar auch weiterhin für Sie ergänzen. Das Lexikon ist ein Gemeinschaftsprojekt unserer Redaktion, basierend auf Fragen und Antworten zur Digitalfotografie (Olympus).