Imaging World 2026 wächst kontrolliert

Die Imaging World baut ihre zweite Ausgabe nach dem erfolgreichen Start deutlich aus. Mehr als 120 Aussteller, größere Präsentationsflächen und rund 70 Workshops sollen 2026 bis zu 16.000 Besucher nach Nürnberg bringen.

Einen Playground, also eine ­besonders gestaltete Fläche in der Messehalle, auf der Foto­grafen Kameras und Objektive testen können, wird es auch in bei der Imaging World 2026 wieder geben.

Einen Playground, also eine ­besonders gestaltete Fläche in der Messehalle, auf der Foto­grafen Kameras und Objektive testen können, wird es auch in bei der Imaging World 2026 wieder geben.

© Damian Zimmermann

Vom 2. bis 4. Oktober 2026 findet in Halle 12 des Nürnberger Messegeländes die zweite Imaging World statt. Nach dem Debüt mit 13.200 Gästen erweitern die Organisatoren die Fotomesse mit zusätzlichen Ausstellern, größeren Flächen und einem umfangreicheren Programm, um Hersteller, Fotofachhandel und Publikum enger zusammenzubringen.

Schon während der ersten Ausgabe zeichnete sich ab, dass mehrere große Marken ihre Präsenz 2026 ausbauen wollen. Die frühen Zusagen bestätigten den Eindruck, den Besucher und Aussteller vor Ort gewonnen hatten: In Deutschland besteht weiterhin Bedarf an einer zentralen Publikumsveranstaltung für Fotografie und Kameratechnik.

Seit dem Ende der Photokina fehlt der Branche ein bundesweit bedeutendes Messeformat. Die Imaging World will diese Lücke mit einem jährlichen Termin schließen, ohne die Dimensionen und Kosten früherer Großmessen zu übernehmen.

Wie groß wird die Imaging World 2026?

Die Imaging World 2026 soll mehr als 120 Aussteller versammeln und ihre gesamte Präsentationsfläche um rund ein Drittel vergrößern. Gegenüber der Premiere entspricht die Zahl der teilnehmenden Unternehmen einem Zuwachs von etwa 20 Prozent.

Mehrere Hersteller haben zudem größere Messestände gebucht. Das Wachstum beschränkt sich damit nicht auf zusätzliche Marken, sondern zeigt sich auch in umfangreicheren Auftritten bestehender Aussteller.

Trotz der Erweiterung soll der persönliche Charakter der Veranstaltung erhalten bleiben. Die Messe wächst schrittweise, statt von den Unternehmen kostspielige und überdimensionierte Präsentationen zu verlangen.

Warum wächst die Fotomesse in Nürnberg?

Die Fotomesse wächst, weil das bewusst überschaubare Konzept bei Ausstellern und Besuchern auf große Resonanz gestoßen ist. Hersteller können ihre Präsenz entsprechend ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten planen und nach einer erfolgreichen Teilnahme gezielt ausbauen.

Bei der ersten Veranstaltung hatten unter anderem Nikon und Fujifilm eher kleine Flächen gewählt. Ein solcher Einstieg hält das finanzielle Risiko gering und erlaubt es den Unternehmen, ihre Stände bei späteren Ausgaben zu vergrößern.

Damit unterscheidet sich das Nürnberger Modell von anderen Messekonzepten. Die Photopia in Hamburg wurde trotz eines grundsätzlich erfolgreichen Starts nicht dauerhaft fortgeführt. Pläne für eine weitere Fotomesse in Essen kamen gar nicht erst zur Umsetzung, weil dort von Beginn an deutlich größere und teurere Ausstellerflächen vorgesehen waren.

Welche Aussteller kommen zur Imaging World 2026?

Mehr als 120 Unternehmen sollen ihre Produkte und Neuheiten auf der Imaging World 2026 präsentieren. Eine endgültige Ausstellerliste liegt zwar noch nicht vor, doch bereits jetzt zeichnet sich eine breitere Beteiligung als bei der Premiere ab.

Einen der größten Stände bei der ersten Auflage der Messe hatte Canon und lockte damit viele neugierige Besucher an. Für die Imaging World 2026 Jahr haben auch andere Aussteller größere Stände gebucht.

Einen der größten Stände bei der ersten Auflage der Messe hatte Canon und lockte damit viele
neugierige Besucher an. Für die Imaging World 2026 Jahr haben auch andere Aussteller größere Stände gebucht.

© Damian Zimmermann

Nach Angaben von Ringfoto-Geschäftsführer Thilo Röhrig vergrößern zahlreiche Hersteller ihre gebuchten Standflächen. Für die Organisatoren ist das ein Hinweis darauf, dass sich die Imaging World als Plattform für Produktvorstellungen, Beratung und persönliche Kundenkontakte etabliert.

Der Händlerverbund hinter der Messe verfolgt dabei kein klassisches Messemodell, das vor allem auf einen unmittelbaren Gewinn aus der Veranstaltung zielt. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Unterstützung des deutschen Fotofachhandels.

Welche Workshops bietet die Imaging World 2026?

Die Imaging World 2026 plant rund 70 Workshops und verdoppelt damit das Angebot der ersten Ausgabe. Die Veranstalter rechnen mit ungefähr 2000 Teilnehmern.

In den Kursen sollen Besucher fotografische Techniken kennenlernen, vorhandenes Wissen vertiefen und unmittelbar mit erfahrenen Fotografen arbeiten. Damit entwickelt sich die Messe über eine reine Produktschau hinaus zu einer Veranstaltung, die Technik, Praxis und Weiterbildung miteinander verbindet.

Erstmals ist zudem eine Multivisionsshow von Aneta und Dirk Bleyer geplant. Die beiden „National Geographic“-Fotografen nehmen das Publikum mit auf eine visuelle Reise durch Australien.

Was bietet das Analog Village?

Das Analog Village bündelt Kameras, Filme, Dunkelkammertechnik und Lösungen zur Digitalisierung analoger Aufnahmen. Der eigene Messebereich soll auch 2026 wieder Teil der Imaging World sein.

Bei der Premiere war die dafür vorgesehene Fläche allerdings zu klein für das große Besucherinteresse. Eine Erweiterung wäre daher folgerichtig, denn die analoge Fotografie erreicht neben langjährigen Filmfans zunehmend ein jüngeres Publikum.

Die Nachfrage zeigt sich auch bei anderen Veranstaltungen. Am 5. September 2026 findet in Köln zum zweiten Mal die Analog Art Affair statt. Das kleinere Format verbindet Messe und Festival und widmet sich vollständig der analogen Fotografie.

Wie viele Besucher erwartet die Imaging World 2026?

Die Organisatoren rechnen bei der Imaging World 2026 mit bis zu 16.000 Besuchern. Das wären rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr, als 13.200 Menschen die Messe besuchten.

Das Ziel ist ambitioniert, passt aber zur vergrößerten Ausstellungsfläche und zum erweiterten Programm. Entscheidend wird sein, ob die Veranstaltung erneut sowohl Fachbesucher als auch ambitionierte Hobbyfotografen erreicht.

Gelingt der nächste Wachstumsschritt, könnte sich die Imaging World dauerhaft als zentrale deutsche Veranstaltung für Kameratechnik und Fotografie etablieren.

Können Besucher auf der Imaging World 2026 Produkte kaufen?

Ob Kameras, Objektive und Zubehör direkt auf der Imaging World 2026 verkauft werden, ist noch nicht entschieden. Der fehlende Produktverkauf gehörte bei der Premiere zu den wenigen Punkten, die Besucher wiederholt kritisierten.

Die Organisatoren prüfen derzeit verschiedene Modelle. Eine mögliche Lösung muss sowohl die Erwartungen der Messegäste als auch die Interessen der Hersteller und des angeschlossenen Fotofachhandels berücksichtigen.

Für viele Besucher gehört die Möglichkeit zum Kauf zu einer Publikumsmesse dazu. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass Hersteller ihre Produkte unmittelbar an Endkunden verkaufen und damit die beteiligten Händler umgehen.

Denkbar wäre daher ein Modell, bei dem Bestellungen oder Verkäufe über den Fotofachhandel abgewickelt werden. Findet sich rechtzeitig eine tragfähige Regelung, würde die Imaging World ihr Angebot um einen wichtigen Bestandteil ergänzen.

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