Sony Alpha 7R VI im Test: 30 Bilder pro Sekunde mit 66,8 Megapixeln

Die Sony Alpha 7R VI verbindet eine Auflösung von 66,8 Megapixeln mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Im Test überzeugt das neue Vollformat-Flaggschiff mit hoher Bildqualität, starkem Autofokus und langen Videoaufnahmezeiten.

Farbiges Porträt von Andreas Jordan vor neutralem Hintergrund

Andreas Jordan

Andreas Jordan ist freier Journalist und Mediendesigner.

Die Sony Alpha 7R VI unterscheidet sich äußerlich nur wenig von ihrer Vorgängerin. Neu ist die Beleuchtungstaste auf der Oberseite.

Die Sony Alpha 7R VI unterscheidet sich äußerlich nur wenig von ihrer Vorgängerin. Neu ist die Beleuchtungstaste auf der Oberseite.

© Sony

Sony führt mit der Alpha 7R VI die sechste Generation seiner spiegellosen Vollformatkameras ein. Das neue Auflösungs-Flaggschiff verarbeitet bis zu 30 Aufnahmen pro Sekunde mit jeweils 66,8 Megapixeln und richtet sich damit an Fotografen, die hohe Detailauflösung, schnelle Serien und umfangreiche Videofunktionen in einem Gehäuse benötigen.

Was ist neu an der Sony Alpha 7R VI?

Die hochauflösende Alpha-7R-Reihe eröffnet bei Sony traditionell eine neue Kamerageneration. Auch die Alpha 7R VI ist das erste Modell der sechsten Generation.

Äußerlich setzt Sony auf Evolution statt auf einen vollständigen Neustart. Der Griff wurde geringfügig angepasst, während Größe und Tiefe des Gehäuses nahezu unverändert bleiben. Damit wächst die Sony Alpha erstmals bei einem Generationswechsel nicht weiter.

Auch die Positionen der Bedienelemente entsprechen weitgehend der Alpha 7R V. Neu hinzugekommen ist eine Lichttaste auf der Oberseite. Sie beleuchtet die Tasten auf der Rückseite und erleichtert die Bedienung bei Dunkelheit.

Eine Aufnahmeleuchte an der Vorderseite zeigt bei Videoaufnahmen an, dass die Kamera aufzeichnet. Eine solche Tally Light ist vor allem bei Produktionen hilfreich, bei denen die Person vor der Kamera den Aufnahmestatus erkennen muss.

Wie gut sind Monitor und Sucher der Alpha 7R VI?

Der 3,2 Zoll große Monitor lässt sich sowohl entlang der optischen Achse neigen als auch seitlich ausklappen. Dadurch eignet er sich für Aufnahmen aus hohen und niedrigen Perspektiven ebenso wie für Selbstaufnahmen oder Videoaufzeichnungen vor der Kamera.

Der 3,2-Zoll-Monitor der Sony Alpha 7R VI lässt sich sowohl in der optischen Achse kippen als auch seitlich ausklappen.

Der 3,2-Zoll-Monitor der Sony Alpha 7R VI lässt sich sowohl in der optischen Achse kippen als auch seitlich ausklappen.

© Sony

Der elektronische Sucher löst wie beim Vorgängermodell mit 9,4 Millionen Punkten auf und erreicht eine Vergrößerung von 0,9-fach. Neu sind eine höhere Helligkeit, die Darstellung des großen DCI-P3-Farbraums und die Unterstützung von HDR-Inhalten.

Damit zählt der Sucher zu den größten und am höchsten auflösenden Modellen seiner Klasse.

Welche Anschlüsse bietet das Sony-Vollformat-Flaggschiff?

Die Sony Alpha 7R VI besitzt zwei USB-C-Buchsen. Der schnellere Anschluss arbeitet nach USB 3.2 Gen 2 und überträgt Daten mit bis zu 10 Gbit/s. Ein zweiter USB-2.0-Port mit maximal 480 Mbit/s kann gleichzeitig für die Stromversorgung verwendet werden, etwa beim Streaming.

Neben dem schnellen USB-Anschluss befindet sich ein kleines Gewinde. Daran lässt sich ein geeignetes Kabel festschrauben, damit es sich nicht versehentlich aus der Buchse löst.

Für die Videoausgabe steht eine vollwertige HDMI-Buchse vom Typ A bereit. Hinzu kommen ein Blitzsynchronanschluss sowie jeweils eine 3,5-Millimeter-Buchse für Mikrofon und Kopfhörer.

Digitale Mikrofone lassen sich zusätzlich über den Multi-Interface-Zubehörschuh anschließen.

Welche Speicherkarten unterstützt die Alpha 7R VI?

Das Kartenfach an der Seite nimmt zwei Speichermedien auf. Beide Steckplätze sind als Kombilaufwerke ausgeführt und unterstützen sowohl CFexpress-Karten vom Typ A als auch SD-Karten mit UHS-II.

Damit können Fotografen und Filmer die Aufnahmen parallel sichern, Foto- und Videodateien getrennt speichern oder bei voller Karte automatisch auf das zweite Medium wechseln.

Für besonders datenintensive Videoformate und lange schnelle Serien ist eine CFexpress-A-Karte erforderlich.

Wie lange hält der neue Akku der Sony Alpha?

Sony verwendet erstmals den Akku NP-SA100. Seine Kapazität liegt 17 Prozent über der des bisherigen NP-FZ100.

Nach CIPA-Standard sind mit dem Monitor 710 Aufnahmen möglich. Bei Verwendung des Suchers nennt Sony 600 Bilder. Die Alpha 7R V erreichte im Vergleich 530 beziehungsweise 440 Aufnahmen.

In der Praxis fällt die Zahl der möglichen Bilder gewöhnlich höher aus als die standardisierten CIPA-Werte.

Wie arbeitet der Autofokus der Alpha 7R VI?

Der Hybrid-Autofokus verwendet 759 Phasen-Messfelder und deckt 94 Prozent der Bildfläche ab. Seine Empfindlichkeit reicht mit einem besonders lichtstarken Objektiv bis -6 EV.

In einem speziellen Modus kann der Autofokus sogar bei einer Helligkeit von bis zu -11 EV arbeiten. Die entsprechende Funktion trägt im Kameramenü die Bezeichnung „Helle Überwachung“ und eignet sich beispielsweise für Sternenaufnahmen.

Der Autofokus erkennt Menschen, Tiere einschließlich ihrer Augen, Insekten sowie Fahr- und Flugzeuge. Gegenüber der Alpha 7R V reagiert die Motiverkennung auf kleinere Details. Dadurch kann die Kamera etwa Vögel aus größerer Entfernung identifizieren.

Einzelne Personen lassen sich registrieren. Die Kamera priorisiert diese anschließend bei der Scharfstellung.

Welche Rolle spielt die KI-Einheit der Sony Alpha 7R VI?

Der BIONZ-XR2-Prozessor besitzt eine integrierte KI-Einheit. Sie verbessert die Erkennung menschlicher Körperhaltungen und unterstützt die Vorhersage von Bewegungen.

Dadurch kann die Kamera ein Motiv auch dann weiterverfolgen, wenn dessen Gesicht oder Augen vorübergehend nicht sichtbar sind. Die Schärfenachführung orientiert sich in solchen Situationen an Körperhaltung und Bewegung.

Im Vergleich zur Alpha 7R V arbeitet der Autofokus präziser und erkennt Motive zuverlässiger. Das Niveau der auf Sport- und Actionfotografie spezialisierten Alpha 1 II erreicht er allerdings nicht.

Wie wirksam ist der Bildstabilisator?

Der beweglich gelagerte Vollformatsensor stabilisiert Aufnahmen entlang von fünf Achsen. Sony gibt eine Kompensation von bis zu 8,5 Blendenstufen in der Bildmitte und sieben Stufen am Bildrand an.

Beim Vorgängermodell lag der nominelle Wert in der Mitte bei acht Blendenstufen.

Im Praxistest mit dem FE 2,8/24–70 mm GM II gelangen bei 70 mm scharfe Freihandaufnahmen mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/4 Sekunde. Die deutlich höheren CIPA-Angaben sind wie bei anderen Kameras unter standardisierten Bedingungen entstanden und sollten vorsichtig interpretiert werden.

Was bringt Pixel Shift mit 266 Megapixeln?

Die Alpha 7R VI kann den beweglichen Sensor für Pixel-Shift-Multi-Aufnahmen verwenden. Zur Wahl stehen vier oder 16 Einzelbilder.

Bei vier Aufnahmen verschiebt die Kamera den Sensor so, dass jedes Bilddetail mit allen Grundfarben erfasst wird. Dadurch verbessert sich die Farbwiedergabe, während Moiré-Artefakte abnehmen.

Bei 16 Aufnahmen steigt die resultierende Auflösung auf 266 Megapixel. Gleichzeitig reduziert das Verfahren das Bildrauschen.

Die Kamera setzt die Einzelbilder nicht selbst zusammen. Die Verarbeitung erfolgt am Computer mit Sonys Software Imaging Edge Desktop. Das Motiv und die Kamera sollten sich während der Aufnahmereihe nicht bewegen.

Wie funktionieren die Composite-Raw-Aufnahmen?

Neben Pixel Shift bietet die Sony Alpha 7R VI zwei weitere Composite-Raw-Verfahren.

Für eine stärkere Rauschreduzierung kombiniert die Software wahlweise vier, acht, 16 oder 32 Einzelaufnahmen. Das Rauschen sinkt dabei deutlicher als beim hochauflösenden Pixel-Shift-Verfahren. Moiré-Strukturen können allerdings erhalten bleiben.

Im Composite-Raw-HDR-Modus nimmt die Kamera vier unterschiedlich belichtete Bilder auf. Daraus entsteht eine Datei mit erweitertem Dynamikumfang.

Anders als Pixel-Shift-Aufnahmen lassen sich die Composite-Raw-Funktionen für HDR und Rauschreduzierung auch aus der Hand nutzen. Die Aufnahmen erfolgen jeweils mit elektronischem Verschluss.

Wie schnell liest die Alpha 7R VI den Sensor aus?

Der elektronische Verschluss arbeitet deutlich schneller als bei der Alpha 7R V. An die Auslesegeschwindigkeit der Alpha 1 II reicht die Kamera jedoch nicht heran.

Bei schnellen Bewegungen können deshalb weiterhin Rolling-Shutter-Verzerrungen auftreten. Senkrechte Linien erscheinen dann beispielsweise schräg oder bewegte Motive verformen sich.

Für Blitzaufnahmen ist die Auslesegeschwindigkeit des elektronischen Verschlusses nicht hoch genug. Die Blitzsynchronisation erfolgt daher weiterhin mit dem mechanischen Verschluss.

Beide Verschlussarten erreichen eine kürzeste Belichtungszeit von 1/8000 Sekunde.

Welche Fotofunktionen bietet das Vollformat-Flaggschiff?

Die Sony Alpha 7R VI unterstützt Content Credentials. Diese Echtheitsnachweise können Informationen zur Herkunft und Bearbeitung einer Aufnahme speichern.

Hinzu kommen das HEIF-Dateiformat mit höherer Farbtiefe, ein KI-gestützter Weißabgleich sowie verschiedene Reihenaufnahmefunktionen. Dazu zählt auch Fokus-Bracketing für Aufnahmeserien mit unterschiedlich gesetzter Schärfeebene.

Weitere Funktionen sind Intervallaufnahmen, eine digitale Korrektur des Fokus-Breathings und WLAN in den Frequenzbereichen 2,4, 5 und 6 GHz.

Zwei Ausstattungsmerkmale fehlen: Die Kamera kann keine Mehrfachbelichtungen erstellen und besitzt keinen internen Raw-Konverter für die Bildbearbeitung direkt im Gehäuse.

Welche Videoauflösung erreicht die Alpha 7R VI?

Die höchste Videoauflösung beträgt 8K mit 25 Vollbildern pro Sekunde. Im NTSC-Modus sind 30p möglich.

Bei 8K-Aufnahmen beschneidet die Kamera das Bildfeld um den Faktor 1,2. Die maximale Datenrate beträgt bei 10 Bit Farbtiefe und 4:2:2-Farbabtastung 520 Mbit/s. Pro Minute entstehen dabei rund 3,8 Gigabyte Daten.

Für diese Einstellung ist eine CFexpress-A-Speicherkarte erforderlich.

4K-Videos nimmt die Kamera mit bis zu 50p auf. Im NTSC-Betrieb stehen maximal 60p zur Verfügung. Zeitlupen gelingen in 4K mit 100p beziehungsweise 120p bei NTSC.

Unterstützt die Sony Alpha LUTs und Raw-Video?

Für die nachträgliche Farbkorrektur stehen S-Gamut3 und S-Log3 bereit. Neu ist die Möglichkeit, LUTs in die Kamera zu laden und bei der Aufnahme oder Vorschau zu verwenden.

Eine interne Aufzeichnung von Raw-Video beherrscht die Alpha 7R VI nicht. Über den HDMI-Ausgang kann sie jedoch ein Raw-Signal an einen externen Rekorder übertragen.

Als Zubehör bietet Sony den XLR-Adapter XLR-A4 an. Er kostet rund 750 Euro und ermöglicht Tonaufnahmen mit 32 Bit Float. Das Format vergrößert den nutzbaren Dynamikumfang und reduziert das Risiko übersteuerter Aufnahmen.

Welche weiteren Videofunktionen bietet die Sony Alpha?

Die Kamera besitzt einen Zeitraffermodus und lässt sich als Webcam einsetzen. Livestreams sind mit bis zu 4K und 30p möglich.

Dual Gain verbessert bei Videoaufnahmen bis 4K/30p das Rauschverhalten und den Dynamikumfang. Beim Autoframing hält die Kamera ein erkanntes Motiv durch einen automatischen Bildausschnitt im Zentrum.

Darüber hinaus stehen eine verstärkte elektronische Bildstabilisierung und ein Timecode zur Verfügung.

Überhitzt die Alpha 7R VI bei 8K-Video?

Im Test zeigte die Kamera eine hohe Ausdauer bei langen Videoaufnahmen. 8K-Material mit 25p, 10 Bit und 4:2:0-Farbabtastung ließ sich 100 Minuten lang ohne Überhitzung speichern.

Die Aufnahme endete erst, als die verwendete Speicherkarte mit 160 Gigabyte Kapazität voll war.

Damit eignet sich das Vollformat-Flaggschiff auch für längere Aufzeichnungen in hoher Auflösung, sofern ausreichend Speicherplatz und eine leistungsfähige Karte vorhanden sind.

Wie schnell fotografiert die Alpha 7R VI?

Mit elektronischem Verschluss erreicht die Sony Alpha 7R VI eine Serienbildgeschwindigkeit von 30 Bildern pro Sekunde. Autofokus und Belichtungsmessung werden dabei zwischen den Aufnahmen nachgeführt.

Mit einer schnellen CFexpress-Karte speicherte die Kamera im Test mehr als 300 JPEG-Dateien in Folge.

Bei Raw-Dateien hängt die Länge der Serie von der gewählten Komprimierung ab. Verlustfrei komprimiert gelangen 69 Aufnahmen. Im komprimierten HQ-Modus waren es 73 Bilder, mit normaler Komprimierung 165 Aufnahmen.

Wie lang sind Serien mit mechanischem Verschluss?

Mit mechanischem Verschluss sinkt die Aufnahmegeschwindigkeit auf zehn Bilder pro Sekunde. Im Gegenzug verlängern sich die möglichen Serien.

Verlustfrei komprimiert nahm die Alpha 7R VI 139 Raw-Dateien in Folge auf. Mit der HQ-Komprimierung stieg die Zahl auf 221 Bilder. Bei normal komprimierten Raw-Dateien waren es mehr als 600 Aufnahmen.

Damit eignet sich der mechanische Verschluss besonders für Situationen, in denen eine lange Bildfolge wichtiger ist als die maximale Geschwindigkeit.

Was bringen Pre-Capture und Speed Boost?

Die Pre-Capture-Funktion nimmt bereits vor dem vollständigen Drücken des Auslösers Bilder in einen Zwischenspeicher auf. Der Zeitraum lässt sich zwischen 0,03 und einer Sekunde einstellen.

Dadurch kann die Kamera auch Momente festhalten, die unmittelbar vor dem eigentlichen Auslösen stattgefunden haben. Das ist etwa bei Tieren, Sport oder anderen schwer vorhersehbaren Bewegungen hilfreich.

Eine Funktionstaste lässt sich außerdem mit Speed Boost belegen. Damit wechselt die Kamera vorübergehend in einen schnelleren Serienmodus, beispielsweise von zehn auf 30 Bilder pro Sekunde.

Wie hoch ist die Auflösung der Alpha 7R VI im Test?

Das Testlabor von digitalkamera.de prüfte die Kamera im JPEG-Modus mit dem Sony FE 2,8/24–70 mm GM II.

Bei optimalen Einstellungen des Objektivs mit 41 mm Brennweite und Blende f/4 erreicht die Kombination bis ISO 400 eine außergewöhnlich hohe Auflösung.

Im Dead-Leaves-Test wurden bis zu 138,7 Linienpaare pro Millimeter gemessen. Damit erzielt die Alpha 7R VI einen Rekordwert.

Gleichzeitig bleibt die Texturschärfe hoch. Sie beträgt 0,94 bei ISO 50 und 0,93 bei ISO 100.

Wie stark schärft die Sony Alpha ihre JPEG-Dateien?

Trotz der hohen Auflösungswerte bleiben die gemessenen Schärfeartefakte gering. Der Wert beträgt 4,8 Prozent.

Eine aggressive digitale Nachschärfung ist demnach nicht der Hauptgrund für die hohe Detailwiedergabe. Die Kamera kombiniert eine sehr hohe Sensorauflösung mit einer vergleichsweise zurückhaltenden Bildaufbereitung.

Das kommt Motiven mit feinen Strukturen zugute, bei denen starke künstliche Konturen sichtbar werden könnten.

Dank schneller Serienbilder eignet sich die Alpha 7R VI auch gut für Sport- und Action-Aufnahmen. Bei ISO 1600 ist die Bildqualität noch sehr gut. (Objektiv: Sony FE 2/50-150 mm GM, Einstellungen: f/2,0, 1/4000 s, ISO 1600)

Dank schneller Serienbilder eignet sich die Alpha 7R VI auch gut für Sport- und Action-Aufnahmen. Bei ISO 1600 ist die Bildqualität noch sehr gut. (Objektiv: Sony FE 2/50-150 mm GM, Einstellungen: f/2,0, 1/4000 s, ISO 1600)

© Andreas Jordan

Bis zu welcher ISO-Stufe bleibt die Bildqualität hoch?

Bis ISO 400 bleiben Auflösung und Texturschärfe auf einem sehr hohen Niveau. Oberhalb dieser Empfindlichkeit sinken die Werte zunächst langsam.

Ab ISO 6400 fällt der Detailverlust deutlicher aus. Bei ISO 12.800 erreicht die Kamera noch 52,7 Linienpaare pro Millimeter und eine Texturschärfe von 0,74.

Das Bildrauschen bleibt bis ISO 3200 sehr gering. Danach steigt vor allem das Helligkeitsrauschen kontinuierlich an.

Farbrauschen fällt lange kaum auf und wird erst ab ISO 51.200 störend.

Wie gut ist die Bildqualität der Sony Alpha 7R VI?

Bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten liefert die Kamera eine herausragende Bildqualität. Bis ISO 3200 fallen auch Rauschen und Detailwiedergabe sehr gut aus.

In höheren ISO-Bereichen können Kameras mit größeren einzelnen Bildpunkten Vorteile haben. Die hohe Pixeldichte der Alpha 7R VI ist vor allem auf maximale Auflösung bei niedriger und mittlerer Empfindlichkeit ausgelegt.

Ihre Stärken spielt die Kamera deshalb besonders bei Landschaften, Architektur, Studioaufnahmen, Reproduktionen und anderen Motiven aus, bei denen feine Details entscheidend sind.

Testfazit: Für wen eignet sich die Alpha 7R VI?

Die Sony Alpha 7R VI verbindet eine außergewöhnlich hohe Auflösung mit einer Serienbildgeschwindigkeit, die bislang vor allem bei Sportkameras zu finden war. Bis zu 30 Bilder pro Sekunde, ein leistungsfähiger Autofokus und lange Bildserien machen das Vollformat-Flaggschiff deutlich vielseitiger als eine reine Studio- oder Landschaftskamera.

Hinzu kommen der hochauflösende Sucher, flexible Speicherkartenplätze, eine lange Akkulaufzeit und umfangreiche Videooptionen bis 8K. Auch lange 8K-Aufnahmen absolvierte die Kamera im Test ohne Überhitzung.

Einschränkungen bestehen beim elektronischen Verschluss, der bei schnellen Bewegungen sichtbare Verzerrungen erzeugen kann. Außerdem fehlen interne Raw-Videoaufzeichnung, kamerainterner Raw-Konverter und Mehrfachbelichtungen.

Für Fotografen, die maximale Detailauflösung mit hohem Serienbildtempo verbinden möchten, ist die Alpha 7R VI dennoch eine der leistungsfähigsten Sony-Alpha-Kameras ihrer Generation.

KameraSony  Alpha 1 IISony
Alpha 7 V
Sony
Alpha 7R VI
Preis (Liste/ Straße)ca. 7500 Euro/ ca. 7500 Euroca. 3000 Euro/ ca. 3000 Euroca. 5100 Euro/ ca. 5100 Euro
Sensor: Art/ Abmessungen/  Auflösung/ PixelpitchStacked-CMOS/ 35,9 x 24 mm/  50,1 MP/ 4,2 µmBSI-CMOS/ 35,9 x 23,9 mm/  33,0 MP/ 5,1 µmStacked-CMOS/ 35,9 x 24,0 mm/  66,8 MP/ 3,6 µm
Bajonett/ Crop-FaktorE/ 1E/ 1E/ 1
AutofokusHybrid: Phasen-Detektion: 759,  Kontrast: 425 MessfelderHybrid: Phasen-Detektion: 759,  Kontrast: 425 MessfelderHybrid: 759 Messfelder für Phasen-Detektion
IBIS/ Pixelshift/ Sensorreinigungja/ ja/ jaja/ nein/ jaja/ ja/ ja
Blitzkein Gehäuseblitz/ Blitzschuh/ Synchronzeit: 1/400 s (1/200 s mit E-Verschluss)/ Synchronbuchsekein Gehäuseblitz/ Blitzschuh/  Synchronzeit: 1/250 skein Gehäuseblitz/ Blitzschuh/  Synchronzeit: 1/250 s/ Synchronbuchse
Belichtungszeiten1/32.000 (mechanisch: 1/8000) - 30 s, Bulb1/16.000 (mechanisch: 1/8000) - 30 s, Bulb1/8000 - 30 s, Bulb
EmpfindlichkeitISO 100 - 32.000, erweiterbar (50 und 102.400)ISO 100 - 51.200, erweiterbar (50 und 204.800)ISO 100 - 32.000, erweiterbar (50 und 102.400)
Video: max. Auflösung/ max. Bildrate7680 x 4320/ 30p;  3840 x 2160/ 120p; 1920 x 1080/ 240p3840 x 2160/ 120p7680 x 4320/ 30p;  3840 x 2160/ 120p
SucherOLED (9,44 MP)/ Bildfeld: 100 %/
Vergrößerung: 0,9x
OLED (3,68 MP)/ Bildfeld: 100 %/
Vergrößerung: 0,78x
OLED (9,4MP)/ Bildfeld: 100 %/
Vergrößerung: 0,9x
Monitor: Diagonale/ Auflösung8.0 cm/ 2,1 MP, auf 4 Achsen beweglich, Touchscreen8.0 cm/ 2,1 MP, kippbar, dreh- und schwenkbar, Touchscreen8,0 cm/ 2,1 MP, auf 4 Achsen beweglich, Touchscreen
Speicher2 Kombilaufwerke: CFexpress Typ A und SD (UHS-II)1 x SD (UHS-II) und CFexpress (Typ A), 1 x SD, UHS-II2 Kombilaufwerke: CFexpress Typ A und SD (UHS-II)
Akkuleistung nach CIPA520 (Monitor), 420 (Sucher) Aufnahmen750 (Monitor), 630 (Sucher) Aufnahmen710 (Monitor), 600 (Sucher) Aufnahmen
SchnittstellenUSB 3.2 (Typ C), HDMI (Typ A),  Mikrofon, KopfhörerUSB 3.2 (Typ C), USB 2.0 (Typ C), HDMI (Typ A), Mikrofon, Kopfhörer2 x USB (Typ C), HDMI (Typ A),  Kopfhörer, Mikrofon
Abmessungen (B x H x T)/ Gewicht (mit Akku)136,1 x 96,9 x 82,9 mm/ 743 g130,3 x 96,4 x 82,4 mm/ 695 g132,7 x 96,9 x 82,9 mm/ 713 g
Geschwindigkeitmit ProGrade CFexpress A (700 MB/s)mit Sony CFExpress Typ A (700 MB/s)mit ProGrade CFExpress Typ A (700 MB/s)
Serienbilder pro Sekunde30 (elektronisch), 10 (mechanisch)30 (elektronisch), 10 (mechanisch)30 (elektronisch), 10 (mechanisch)
Serienbilder in FolgeJPEG: 160/  Raw komprimiert: 15230 B/s: JPEG 203/ Raw-kompr.: 99;  10 B/s: JPEG: >500/ Raw-kompr.: >50030 B/s: JPEG: > 300/ Raw-kompr.: 165;  10 B/s >600 (10 B/s)
Bildqualität (JPEG)mit FE 2/28-70 mm GMmit FE 4/24-105 mm G OSSmit FE 2,8/24-70 mm GM II
Auflösung, MTF50 (ISO 100/ 200/ 400/ 800/ 1600/ 3200/ 6400/ 12.800) 1102,0/ 104,1/ 101,7/ 97,2/  92,4/ 84,6/ 80,4/ 49,2 lp/mm86,6/ 86,6/ 86,6/ 83,5/  81,8/ 71,8/ 73,0/ 67,4 lp/mm138,7/ 138,7/ 138,7/ 120,6/  113,4/ 104,0/ 82,5/ 52,7 lp/mm
Texturschärfe (ISO 100/ 200/ 400/ 800/  1600/ 3200/ 6400/ 12.800) 10,95/ 0,94/ 0,94/ 0,93/  0,90/ 0,87/ 0,80/ 0,771,0/ 0,99/ 0,98/ 0,96/  0,94/ 0,90/ 0,84/ 0,780,93/ 0,93/ 0,93/ 0,91/  0,88/ 0,85/ 0,79/ 0,74
Schärfe-Artefakte 27,8%8,0%4,8%
SNR (ISO 100/ 200/ 400/ 800/  1600/ 3200/ 6400/ 12.800) 141,5/ 40,3/ 40,4/ 38,6/  39,4/ 35,5/ 34,6/ 32,2 dB39,9/ 39,5/ 38,6/ 38,7/  37,8/ 36,8/ 33,2/ 30,0 dB37,9/ 37,0/ 36,9/ 37,0/  36,7/ 34,2/ 30,6/ 28,6 dB
Laborprotokoll zum Download *https://www.digitalkamera.de/Z1CK https://www.digitalkamera.de/PEKMhttps://www.digitalkamera.de/ZJNP
BEWERTUNG
Bildqualität: 96,3%Bildqualität: 93,4%Bildqualität: 95,4%
Geschwindigkeit: 100,0%Geschwindigkeit: 100,0%Geschwindigkeit: 100,0%
Ausstattung und Bedienung: 97,4%Ausstattung und Bedienung: 94,7 % Ausstattung und Bedienung: 100,0%
Gesamt: 97,3%Gesamt: 95,0%Gesamt: 97,3%
TESTURTEILfotoMAGAZIN Testurteil "Super"fotoMAGAZIN Testurteil "Super"fotoMAGAZIN Testurteil "Super"

FAZIT: „Mit der Alpha 7R VI ist Sony ein großer Wurf gelungen.“

Die Alpha 7R VI erreicht vor allem im unteren ISO-Bereich eine hervorragende Bildqualität – und das gepaart mit sehr hoher Geschwindigkeit und fast perfekter Ausstattung. Wer viel High-ISO fotografiert und keine extremen Auflösungen benötigt, ist möglicherweise mit einer anderen ­Kamera besser beraten. Bei Sony selber bietet sich die gut 2000 Euro günstigere Alpha 7 V an. Vor allem für Highend-Profis haben die deutlich teurere Alpha 1 II und die Sport-Kamera
Alpha 9 III mit 24 Megapixeln und Global Shutter für ca. 7000 Euro Vorteile.

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