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Sony Alpha 6400
Das Magnesiumgehäuse der Alpha 6400 ist sehr kompakt.
© Sony

Im Test: Sony Alpha 6400

Autofokus-Vorreiter
20.02.2020

Die Alpha 6400 war die erste Sony-Kamera mit "Real Time Tracking"-Autofokus, der für eine bessere Verfolgung von Motiven sorgen soll. Wir haben die Kamera mit der APS-C-Konkurrenz bereits Anfang 2019 verglichen. Lesen Sie unseren ausführlichen Test nun online.

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Sony Alpha 6400 schräg

Mit dem Zoom 3,5-5,6/18-135 mm OSS ist sie für ca. 1450 Euro erhältlich.

© Sony

Sony ist immer für eine Überraschung gut – so hatten die meisten Beobachter für Anfang 2019 mit einem neuen Top-Modell oberhalb der Alpha 6500 gerechnet. Stattdessen gibt es nun erst einmal eine Alpha 6400, die mit gut 1000 Euro nach Straßenpreisen zwischen der 6300 und der 6500 angesiedelt ist. Dabei überbietet sie mit ihren neuen Autofokus-Technologien sogar das Spitzenmodell, allerdings fehlt ihr deren Gehäuse-Bildstabilisator.
In der zum Download angefügten Tabelle haben wir die Alpha 6400 mit der APS-C-Konkurrenz bis 1500 Euro verglichen.

> zur Vergleichs-Tabelle

Äußerlich unterscheiden sich die drei Sony-Modelle nur geringfügig. Die 6500 hat den etwas größeren Griff und eine zusätzliche Benutzer-Taste (C für Custom) auf der Oberseite. Ansonsten sind Design und Bedienelemente identisch. Sony ist also – anders als bei der Alpha-7-Serie – bei der sehr flachen Bauweise geblieben, die ein paar ergonomische Einschränkungen mit sich bringt. So sind die zwei Einstellräder nicht optimal positioniert. Beide werden mit dem Daumen bedient und erfordern, wenn im manuellen Modus Blende und Zeit eingestellt werden sollen, ein Umgreifen – ein zusätzliches Einstellrad am Griff wäre ergonomischer. Nicht optimal ist aus fotografischer Sicht auch der 3,0-Zoll-Monitor: Aufgrund seiner breiten 16:9-Bauweise geraten Bilder im nativen Sensorformat 3:2 recht klein – Videografen dürfen sich dagegen über das passende Seitenverhältnis für 4K- und HD-Filme freuen.
Ansonsten ist der Monitor eine der Neuheiten gegenüber den anderen Alpha-Modellen. Erstmals lässt er sich nicht nur nach unten (74 Grad), sondern auch 180 Grad nach oben in die Selfie-Position klappen, was Video-Blogger zu schätzen wissen dürften. Wer allerdings ein Mikrofon auf dem Zubehörschuh platziert, sieht kaum noch etwas vom Display. Abhilfe kann die seitliche Montage des Mikros auf einer Schiene schaffen.

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Sony Alpha 6400 back

Der Monitor lässt sich nach unten und oben klappen – jetzt auch um 180 Grad für Selfies.

© Sony

Anders als bei der Alpha 6300 und wie bei der Alpha 6500 erlaubt der Monitor die Touch-Bedienung. Wie von Sony gewohnt mit Einschränkungen: So lässt sich das AF-Messfeld versetzen und das Bild im Wiedergabemodus mit doppeltem Tippen vergrößern, die Menübedienung oder ein Weiterblättern sind aber nicht möglich. Das Verschieben des AF-Messfeldes funktioniert auch, wenn der Fotograf durch den Sucher schaut; der Touchpad-Bereich lässt sich dabei auf bestimmte Bereiche des Monitors begrenzen – beispielsweise links oben. Ein AF-Joystick ist dagegen nicht vorhanden. Alternativ lässt sich das Messfeld über das Steuerkreuz verschieben, wobei die Funktion erst etwas umständlich aktiviert werden muss, da zunächst andere Einstellungen auf dem Kreuz liegen (Serienbilder, ISO, Belichtungskorrektur, Display).
Beim OLED-Sucher liefert Sony wie bei den anderen Kameras der 6000er-Serie ordentliche Hausmannskost, aber nichts Herausragendes: Die Vergrößerung liegt bei 0,7fach, die Auflösung bei 2,4 Millionen Punkten. Für diese Preisklasse angemessene Werte – von einer Nachfolgerin der deutlich teureren Alpha 6500 darf man wohl eine höhere Auflösung erwarten.

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.