Sony Xperia 1 im Test: Sprung in die Profiliga?

Smartphone mit drei Kameras
16.07.2019

Mit dem Xperia 1 will Sony wieder in der Profiliga mitspielen und Apple, Huawei und Co. Paroli bieten. fotoMAGAZIN-Autor Dirk Schützner hat sich im Test besonders die Fotofunktionen des Smartphones angeschaut.

AUSSTATTUNG, HANDLING UND VERARBEITUNG

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 949 Euro reiht sich das Sony Xperia 1 nahtlos in das aktuell sehr hohe Preisgefüge ein. Technisch bietet es mit einem AMOLED-Display in 4K-Auflösung sogar ein absolutes Novum. In meinem Test konzentriere ich mich aber mehr auf die drei Kameras des Sony Xperia 1. Die Sensoren stammen natürlich aus eigener Fertigung und so sollte der Hersteller ja wohl einen Vorteil zur Konkurrenz haben?!

Ausstattung beim Sony Xperia 1

camera-pro-app_sony_xperia_1_4.jpg

Sony Xperia 1, Smartphone, Test, Testbericht, Flaggschiff, Kamera, Powered by CineAlta, Foto, Bildqualität, Bedienung

Das Menü der Kamera-App.

© Dirk Schützner

Das 167 x 72 x 8,2 mm kommt in den vier Farben Schwarz, Weiß, Grau und Lila daher und ist mit 178 Gramm nicht gerade leicht. Das langgezogene Design hat aber einen einfachen Grund, das Xperia 1 bietet als erstes Smartphone überhaupt ein 6,5 Zoll großes CinemaWide 4K HDR OLED Display im ungewöhnlichen 21:9-Format. Kinofans werden diese Auflösung kennen, wird doch nahezu jeder Blockbuster in diesem Format aufgezeichnet. Und genau da setzt sich das neue Sony von der Konkurrenz ab: Das Betrachten von Videos im passenden Format (zum Beispiel über Netflix, YouTube und Co.) ist auf dem hellen und farbtreuen Display einfach ein Genuss. Hier stört mich keine Notch und kein runder Ausschnitt für eine Frontkamera. Ich kann mich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren.
Der spezielle Creator-Modus „Powered by CineAlta“ (siehe unten) setzt dem Ganzen noch einmal die Krone auf. Sofern das passende Filmmaterial zur Verfügung steht (aktuell ist das nur bei Angeboten von Netflix der Fall), werden die Farben im Film genau so dargestellt, wie es der Filmregisseur vorgesehen hat. Das sieht dann wirklich beeindruckend aus. Die 4K-Auflösung steht übrigens nur im Videomodus zur Verfügung, abseits davon unterscheidet sich die Qualität des Displays nur wenig von anderen AMOLED der Konkurrenz. Über den Sinn oder Unsinn einer derart hohen Auflösung auf einem relativ kleinen Display kann man sowieso streiten. Aber wer es einmal in Aktion gesehen hat, will nichts anderes mehr.

Das Handling

sony_xperia_1_purple_groupbf40.png

Sony Xperia 1, Smartphone, Test, Testbericht, Flaggschiff, Kamera, Powered by CineAlta, Foto, Bildqualität, Bedienung

Sony Xperia 1 in Lila mit der Kamerataste.

© Sony

Die Bedienung des Xperia 1 unterscheidet sich nicht von den Vorgängermodellen. Alle Tasten befinden sich auf der rechten Seite des Metallrahmens. Auch der Fingerabdrucksensor wurde hier verbaut. Im Test gab es keine Probleme bei der Erkennung meiner Fingerabdrücke, obwohl ich das Gerät überwiegend in der linken Hand halte und somit nicht mit dem Daumen, sondern mit dem Mittelfinger entsperre. An eine Gesichtserkennung hat der Hersteller allerdings nicht gedacht. Im Gegensatz zur Konkurrenz findet man beim Xperia 1 einen dedizierten Kameraauslöser. So kann ich die Kamera auch bei deaktiviertem Display starten. Keine lästige Fummelei auf dem Touchscreen, die Kamera ist in knapp drei Sekunden einsatzbereit, auch ohne dass das Xperia 1 zuvor entsperrt wird.

Verarbeitung

Die Verarbeitung und auch die Haptik des Sony Xperia 1 sind nahezu perfekt. Es gibt keine störenden Kanten, das große Display geht dabei nahtlos in den Rahmen über. Die Vorder- und Rückseite bestehen dabei aus Glas. Die Vorderseite selber wird durch Corning Gorilla Glas 6 gegen Kratzer geschützt. Der glänzende Rahmen ist aus Aluminium gefertigt und das Smartphone ist wassergeschützt (IP65/68). Sony gibt in den eigenen Garantiebestimmungen allerdings an, dass das Smartphone nicht vollständig in Wasser eingetaucht und nicht mit Meer-, Salz-, gechlortem Wasser oder Getränken und ähnlichen Flüssigkeiten in Kontakt gebracht werden soll. Damit ist es für Unterwasseraufnahmen (offiziell) eher ungeeignet.

Seite 1 von 3
Seite 1
Seite 2
Seite 3
Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
fotoMAGAZIN

1949 erschien die erste Ausgabe der ersten Fotozeitschrift im deutschsprachigen Raum. Seither begleiten wir die Fotogeschichte. Unsere Kamera- und Objektivtests unter Labor- und Praxisbedingungen helfen Einsteigern und Profis seit jeher bei der Kaufentscheidung. Mancher Fotograf wurde von uns entdeckt. Und seit Steven J. Sasson 1975 für Kodak die erste Digitalkamera entwickelte, haben wir die digitale Fotografie auf dem Schirm. Unsere Fotoexpertise ist Ihr Vorteil.

Artikel unter dieser Autorenzeile sind Gemeinschaftsprojekte der Redaktion.