Fotografieren im Urlaub: 13 Tipps für kreative Urlaubsbilder

Sommer, Sonne, Kaktus!
11.07.2018

Ob Urlaub unter Palmen oder der typische Städte-Trip: Das Fotografieren im Urlaub bringt einige Tücken mit sich. Wir geben Ihnen 13 Tipps für Urlaubsbilder mit absoluter Fernweh-Garantie

7.    Bei Regen fotografieren: Singing in the Rain

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Fotografieren im Urlaub: bei Regen fotografieren

Ein Strand braucht nicht unbedingt immer strahlenden Sonnenschein, um als schönes Fotomotiv herzuhalten. Auch bei nassen und grauen Bedingungen macht dieser Strandweg in Domburg/Niederlande eine super Figur

© Bald&Bearded Photography

Sie haben Pech mit dem Wetter? Grämen Sie sich nicht! Machen Sie doch einfach das Beste daraus, denn ein bedeckter Himmel spendet weiches Licht und ist das beste Mittel gegen harte Schatten. Darüber hinaus können Sie sich die Nässe zu eigen machen und als Gestaltungselement nutzen: Ob Spiegelungen, Regentropfen oder Regenbögen, auch nasse Bedingungen haben ihren ganz besonderen Reiz. Haben Sie für den Fall der Fälle am besten immer eine Duschhaube parat, diese können Sie im Handumdrehen zum Regenschutz für Ihre Kamera umfunktionieren. Und falls die Welt vor lauter Regen unterzugehen droht, können Sie sich immer noch nach drinnen verziehen!

8.    Innenräume fotografieren: keine falsche Scheu

Apropos! Viele meinen, man sollte sich bei gutem Wetter unbedingt mit seiner Kamera draußen aufhalten. Doch strahlender Sonnenschein bringt, wie zuvor erwähnt, hohe Kontraste und extreme Schatten mit sich. Schauen Sie sich also auch mal in den Innenräumen beliebter Sehenswürdigkeiten um.

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Fotografieren im Urlaub: Innenräume fotografieren Telefonzelle London

Typisch London! Man wird mit nass-grauem Wetter begrüßt. Was tun? Man sucht Schutz im Inneren und entdeckt dabei so wunderschöne Telefonzellen wie dieses Exemplar in Mayfair

© Bald&Bearded Photography

Aufnahmen gelingen dort tagsüber super, denn Sie können mit Available Light arbeiten. Dort ist es schön hell und Sie können das Licht prima kontrollieren, da es schön ausgewogen ist. Denken Sie jedoch daran, ein Stativ mitzunehmen, denn Sie werden sehr wahrscheinlich mit längeren Belichtungszeiten arbeiten müssen.

9.    Aktive Bildgestaltung: Linienführung, Goldener Schnitt & Co.

Ihren Bildern fehlt der letzte Schliff? Setzen Sie sich mit den Grundregeln der Bildgestaltung auseinander, zumindest ein wenig. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die Sie beachten und ohne großen Aufwand umsetzen können, sodass aus einer bloßen Aufnahme ein besonders schönes Bild wird. Achten Sie also auf folgende Dinge, wenn Sie durch Ihren Kamerasucher blicken:

  • Welches Format passt am besten zu Ihrer Aufnahme?
  • Welche Perspektive macht Ihr Bild besonders interessant?
  • Was ist Ihr Hauptmotiv und welcher Bildausschnitt bringt es am besten zur Geltung?
  • Macht Ihre gewählte Linien- und Flächenführung Sinn?
  • Gibt es Kontraste, mit denen Sie arbeiten können?
  • Der "Goldene Schnitt" und die "Drittel-Regel": Welchen Kompositionsstil mögen Sie am liebsten, wählen ihn gar intuitiv?
  • Mut zur Lücke: Probieren Sie öfter mal etwas Neues aus! Sind Sie experimentierfreudig?

Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

10.    In der Abendsonne fotografieren: Zeit für schöne Portraits

Langschläfer aufgepasst! Wer morgens lieber ausschlafen will, bekommt am Abend noch einmal die Gelegenheit auf die Goldene Stunde. Nutzen Sie jetzt noch einmal die Chance auf warmes, weiches Licht ohne harten Schattenwurf. Verbunden mit einem netten Spaziergang am Abend kann man dann auch direkt dazu übergehen, den Sonnenuntergang zu betrachten.

Übrigens: Das Abendlicht eignet sich darüber hinaus auch perfekt für das Fotografieren von Silhouetten in der Dämmerung. Belichten Sie hierfür am besten auf den Himmel, im Zweifel wird eine Blende unterbelichtet und ein Stativ zur Hilfe genommen.

 11.    Den Sonnenuntergang fotografieren: Romantik pur

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Fotografieren im Urlaub: Sonnenuntergang fotografieren

Was habe ich sie genossen, die Sonnenuntergänge an der Costa de la Luz. Die Gegend in Andalusien ist bekannt für seine ganz besondere Lichtstimmung

© Anne Schellhase

Zum Thema Sonnenuntergang stellen Sie sich bitte kurz folgende Situation vor: Sie sitzen am Meer, halten einen Cocktail in der Hand, das Meeresrauschen hallt durch Ihre Ohren, es liegt Salz in der Luft und der Wind weht durch die Palmen um Sie herum. Die Sonne neigt sich immer mehr dem Horizont entgegen und gewaltige Farben tauchen das Meer, den Strand, ja die gesamte Szenerie in eine unvergleichlich romantische Stimmung. Wenn der erste Tag mit dem Beobachten des Sonnenuntergangs endet, ist der Urlaub bereits gelungen.

Ein Naturschauspiel, dass Fotografen weltweit dazu motiviert, das perfekte Bild schießen zu wollen. Oft haben wir jedoch den Eindruck, dass wir diese geballte Schönheit gar nicht gänzlich einfangen können. Woran liegt das? Wir empfinden Sonnenuntergänge so intensiv, weil wir diese auf mehreren Eben wahrnehmen: Die salzige Luft, das rauschende Meer oder den fruchtigen Cocktail in einem Bild festzuhalten, ist eine ziemliche Herausforderung.

Was uns bleibt, ist der Versuch, die Situation noch stimmungsvoller zu gestalten, indem wir einen Blickfang mit einbauen: Suchen Sie sich eine Sandburg oder eine Palme, fotografieren Sie Ihr Glas samt Schirmchen. Steht irgendwo am Strand noch eine Sonnenliege herum? Dann bauen Sie diese in Ihr Bild mit ein, denn ein Bild vom Meer samt Himmel wirkt schnell langweilig. Es ist ein Bild, wie viele andere es machen.

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Fotografieren im Urlaub: Blaue Stunde

Der Himmel sah an diesem Abend in Andalusien aus, wie gemalt. Wunderbares Licht, tolle Farben und ganz weit weg die kleine Mondsichel

© Anne Schellhase

12. Die Blaue Stunde einfangen: Stativ von Vorteil

Packen Sie Ihre Kamera nach dem Untergang der Sonne  bitte nicht in die Tasche! Denn jetzt beginnt die Blaue Stunde. Und Ihnen bietet sich die Möglichkeit, dieses faszinierende Zwielicht einzufangen. Gerade in Städten bedeutet das nicht nur eine faszinierende Lichtstimmung. Auch können Sie beobachten, wie verschlafene Urlaubsorte zu dieser Tageszeit regelrecht zum Leben erwachen. Denken Sie dabei bitte unbedingt daran, den VC-Stabilisator Ihrer Kamera einzuschalten, so vermeiden Sie unschöne Verwacklungsunschärfen. Ein kleines Stativ wäre in dieser Situation von Vorteil.

    13.    Bei Nacht fotografieren: niemals ohne Stativ

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Fotografieren im Urlaub: bei Nacht fotografieren Folgate Street

Die Folgate Street in Whitechapel/London bei Nacht. Stellen Sie sich vor, wie Jack the Ripper hier einst sein Unwesen trieb … Gruselig!

© Bald&Bearded Photography

Nach der Blauen Stunde passiert ganz, ganz viel. Es lohnt sich, auch nachts auf Foto-Safari zu gehen. Bewaffnet mit einem Stativ können Sie sich nun auf Ausschau nach tollen Motiven machen. Der positive Nebeneffekt ist, dass Sie sich auf diese Weise viel mehr Zeit nehmen. Sie werden Ihre Bilder mit Sicherheit aktiver gestalten und viel mehr darüber nachdenken, was Sie fotografieren. Probieren Sie es aus. Und vergessen Sie die langen Belichtungszeiten nicht!

Fazit unserer Redakteurin: Seien Sie kreativ, mutig und spontan. Vergessen Sie die typischen Reiseführerfotos und kreieren Sie Ihr ganz eigenes Album schöner Erinnerungen!

Das Fotografieren im Urlaub ist für jeden Fotografen mit viel Vorfreude, Kreativität und Aufregung verbunden. Ich persönlich überlege mir vorher ganz genau, wann und wo ich digitale Technik einsetzen oder lieber analog unterwegs sein möchte.

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Fotografieren im Urlaub: im Ausland unterwegs

Ein Selfie von oben! So sieht es aus, wenn fM-Volontärin Anne Schellhase auf Reisen geht: Zwei Kameras hängen ihr um den Hals, eine weitere befindet sich in ihrer Hand und der Rucksack ist vollgepackt mit Zubehör … langweilen soll sie sich ja nicht!

© Anne Schellhase

Wichtig ist mir mittlerweile auch daran zu denken, dass ich vor lauter Knipserei nicht vergesse, Urlaub zu machen: Die Füße hochzulegen, zu entspannen und mich von dem Tempo meines Urlaubsortes treiben zu lassen. Alles können und doch nichts tun müssen, das bedeutet Urlaub für mich. Aus Erfahrung weiß ich zu berichten, dass es fast schon in Stress ausarten kann, mit verschiedenen Kameras, Filmen, Objektiven und diversem Zubehör unterwegs zu sein. Deswegen setze ich mir mittlerweile sogar ein Limit und nehme beispielsweise nicht mehr als drei Kameras mit.

Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln!

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Fotografieren im Urlaub: das richtige Motiv

Kitesurfer an der Küste von Tarifa sind kein seltenes Bild. Ganz im Gegenteil: Die Gegend ist berühmt für ihre super Winde und idealen Bedingungen für alles, was mit Wassersport zu tun hat

© Anne Schellhase

Ich achte außerdem sehr darauf, Fotos zu machen, die nicht nur bei mir, sondern (hoffentlich!!!) auch bei anderen Betrachtern Fernweh auslösen. Bilder, zu denen ich eine Geschichte erzählen kann. Denn ich möchte nur die schönsten Erinnerungen mitnehmen und natürlich auch teilen. Von besonders schönen Momenten und Orten mache ich sogar ein Foto mit dem Smartphone, wenn ich analog unterwegs bin, nur um sicher zu sein, dass nichts verloren geht ;-)

Wem es schwer fällt, sich einzuschränken, dem rate ich, die Kamera während der prallen Mittagssonne beiseite zu legen. Gehen Sie stattdessen ein Eis essen und einen Kaffee trinken. Oder holen Sie sich eine saftige Wassermelone: Mit dieser können Sie sich an einen schattigen Platz setzen und den bisherigen Tag Revue passieren und alle Eindrücke sacken lassen. Lassen Sie zwischendurch auch mal die Seele baumeln. Die Lichtverhältnisse sind ohnehin nicht optimal und die Ergebnisse werden Sie nicht glücklich machen. Alles klar soweit? Na dann: Ab in den Urlaub mit Ihnen!

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.