Alberto Kordas Foto von Che Guevara gilt laut Maryland Institute of Art als berühmtestes Foto der Welt.
© imago-images / DepositphotosIm Januar 2026 stellt das fotoMAGAZIN in Deutschland seine fotografischen Vorsätze für das neue Jahr vor. Einer davon lautet, sich intensiv mit der Fotogeschichte auseinanderzusetzen und eine Fotoikone nachzufotografieren. Aus dieser Idee ist nun ein Wettbewerb entstanden, an dem Leserinnen und Leser teilnehmen können. Gesucht werden fotografische Hommagen, die per E-Mail eingereicht werden und durch Präzision, Wiedererkennbarkeit und gestalterische Qualität überzeugen.
Fotowettbewerb Fotoikonen nachfotografieren: Die Idee dahinter
Fast jede Fotografin und jeder Fotograf orientiert sich an Vorbildern. Die Fotogeschichte ist reich an Persönlichkeiten, die mit ihrer Handschrift ganze Epochen geprägt haben, etwa Helmut Newton, Peter Lindbergh, Sebastião Salgado, Annie Leibovitz, Steve McCurry oder Martin Parr. Daneben gibt es Fotografien, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben, etwa Albert Einstein mit herausgestreckter Zunge, Alberto Kordas Porträt von Che Guevara oder der Fußabdruck von Buzz Aldrin auf dem Mond. Diese Motive dienen als Inspiration – sie sind ausdrücklich nur Beispiele.
Der Fotograf Sandro Miller hat das einmal gemeinsam mit Schauspieler John Malkovich gemacht. Beim Projekt „Malkovich, Malkovich, Malkovich: Homage to Photographic Masters“ sind mehrere Dutzend Fotos entstanden – viele sind zum Schreien komisch. Unsere Kollegen vom Magazin LensCulture haben eine Bildergalerie auf ihrer Webseite veröffentlicht.
Welche Aufgabe gilt es zu lösen?
Die Aufgabe ist bewusst offen formuliert: Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählen frei ein ikonisches Foto oder einen klar erkennbaren fotografischen Stil und fotografieren diesen möglichst überzeugend nach. Das Genre spielt keine Rolle, von Porträt über Stillleben bis zur Landschaft ist alles erlaubt. Studioaufnahmen lassen sich oft leichter kontrollieren, sind aber keine Voraussetzung für eine Teilnahme.
Wie lässt sich ein fotografischer Stil nachvollziehen?
Alternativ zur Nachstellung eines einzelnen Motivs kann auch der Stil einer Fotografin oder eines Fotografen interpretiert werden. Entscheidend ist die Analyse der Bildsprache: Lichtführung, Farbigkeit, Perspektive, Inszenierung und Motivwahl. Je konsistenter ein Stil ist, desto leichter lässt er sich erkennen. Ziel ist ein Bild, das Betrachter spontan einem bekannten Vorbild zuordnen würden.
Warum ist das Nachfotografieren von Fotoikonen sinnvoll?
Was zunächst wie eine einfache Kopie wirkt, erweist sich schnell als anspruchsvolle Übung. Ikonische Bilder leben von Details, die über das Offensichtliche hinausgehen. Wer diese entschlüsselt, gewinnt technische, gestalterische und konzeptionelle Erkenntnisse, die sich direkt auf die eigene fotografische Arbeit übertragen lassen.
Fotowettbewerb Fotoikonen nachfotografieren: Mitmachen und gewinnen
Die besten Einsendungen werden mit attraktiven Sachpreisen ausgezeichnet und in der Mai-Ausgabe des fotoMAGAZIN veröffentlicht – gemeinsam mit den jeweiligen Originalbildern oder stilistischen Vorbildern. Einsendungen sind per E-Mail an info@fotomagazin.de zu richten, inklusive vollständiger Kontaktdaten und Telefonnummer. Neben Motiv, Haltung und Inszenierung achtet die Jury besonders auf das Licht, das maßgeblich über die Qualität einer fotografischen Hommage entscheidet. Einige ikonische Fotografien finden Sie zur Inspiration in der Bildergalerie.
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