Schlittenhund, Kap Tobin, Grönland 2013. Aus der Serie Arctic Heroes, Ernst Leitz Museum, Wetzlar 2026
© Ragnar Axelsson, www.RAX.isAm 23. Januar 2026 eröffnet im Ernst Leitz Museum in Wetzlar die Ausstellung „Where the World Is Melting“ des isländischen Fotografen Ragnar Axelsson. Gezeigt wird bis zum 29. Mai 2026 eine umfassende Werkschau, die auf Schwarzweißaufnahmen aus Island, Grönland, Sibirien und den Färöer-Inseln basiert und den tiefgreifenden Wandel der Arktis dokumentiert.
Die Ragnar Axelsson Ausstellung im Überblick
Seit mehr als vier Jahrzehnten bereist Axelsson die entlegensten Regionen des hohen Nordens. Seine Fotografien zeigen Gletscher, Eislandschaften und Naturstrukturen von großer formaler Strenge, aber auch den Alltag der Menschen und Tiere, die dort unter extremen Bedingungen leben. Die Ausstellung vereint zentrale Werkgruppen aus dieser langen Schaffensphase und verdichtet sie zu einem eindringlichen Bild einer Region im Umbruch.
Wie erzählt die Ragnar Axelsson Ausstellung vom Klimawandel?
Im Zentrum der Bilder steht nicht der spektakuläre Moment, sondern die stille Beobachtung. Axelsson porträtiert Jäger, Fischer, Bauern und Rentierhirten, deren Lebensweise zunehmend bedroht ist. Seine Fotografien machen sichtbar, wie eng Natur, Kultur und Existenz miteinander verwoben sind – und wie verletzlich dieses Gefüge durch den Klimawandel geworden ist.
Sermiligaaq, Grönland 1997. Aus der Serie Arctic Heroes. Ernst Leitz Museum, Wetzlar 2026
© Ragnar Axelsson, www.RAX.is 2010.Menschen und Tiere im Fokus
Axelsson arbeitet über lange Zeiträume mit den Menschen vor Ort. Er teilt ihren Alltag, gewinnt ihr Vertrauen und schafft so Bilder von großer Nähe. Diese Unmittelbarkeit verleiht den Porträts eine besondere Authentizität und macht die dargestellten Lebenswelten nachvollziehbar, ohne sie zu romantisieren.
Welche Rolle spielt die Landschaft in der Ausstellung?
Neben den Porträts nehmen die Landschaftsaufnahmen einen zentralen Platz ein. Gletscherflächen, Eisformationen und scheinbar abstrakte Strukturen verweisen auf die Erhabenheit der nordischen Natur. Zugleich dokumentieren sie deren fortschreitende Veränderung. Axelssons analytischer Blick verbindet dokumentarische Genauigkeit mit einer stark künstlerischen Bildsprache.
Ein Lebenswerk in der Ragnar Axelsson Ausstellung
Die gezeigte Auswahl umfasst Fotografien aus rund vier Jahrzehnten. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Isabel Siben und wurde erstmals 2021 in München präsentiert. In Wetzlar wird sie nun als konzentrierte Retrospektive gezeigt, die Axelsson als einen der wichtigsten fotografischen Chronisten der Arktis vorstellt.
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