Portfolio Reviews beim letzten Leipzig Photobook Festival 2025.
© Calin KruseAm 7. und 8. März 2026 kehrt das Leipzig Photobook Festival nach Leipzig zurück: In der HALLE 14 der Leipziger Baumwollspinnerei (Spinnereistraße 7) öffnet das Festival an beiden Tagen von 10 bis 19 Uhr. Veranstalter ist dienacht e.V. in Kooperation mit der HALLE 14. Die künstlerische Leitung übernimmt Calin Kruse, die Co-Konzeption liegt bei Jenny Starick.
Leipzig Photobook Festival unter dem Motto „Power / Fragility“
Die Ausgabe 2026 widmet sich Macht und Fragilität. „Power“ meint politische, ökonomische und soziale Kräfte – sichtbar etwa in Körpern, Architektur oder Naturgewalten, aber auch verborgen in Strukturen, Symbolen und Blicken. Das Festival nimmt dabei auch die toxische Seite von Macht in den Blick: wenn Kontrolle, Unterdrückung oder Manipulation dominieren.
Was bedeutet „Fragility“ beim Leipzig Photobook Festival?
„Fragility“ wird nicht nur als Schwäche verstanden, sondern als Ausgangspunkt für Veränderung. Das Festival bezieht sich auf das Konzept der Antifragilität: Instabilität und Störung können produktiv sein. Zwischen fragil, robust und antifragil entsteht ein Spannungsfeld, in dem auch das Fotografische selbst geprüft wird.
Leipzig Photobook Festival: Programm, Markt, Reviews
Geplant sind Podiumsdiskussionen, Präsentationen und Gespräche sowie Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Projektionen und Workshops. Ein Schwerpunkt ist der Fotobuchmarkt, der auch handgemachte Bücher und Eigenverlage einbezieht. Wer eigene Arbeiten professionell besprechen lassen will, kann sie in Portfolio-Reviews vorstellen.
Das Leipzig Photobook Festival bietet auch 2026 wieder einen Fotobuchmarkt, hier ein handgemachtes Buch im Eigenverlag von Elina Dreher 2025.
© Calin KruseWelche Ausstellungen sind in Leipzig zu sehen?
Zu den angekündigten Fotoausstellungen gehört eine Präsentation der schwedischen Fotografin Lina Scheynius. Ihre Arbeiten kreisen um Intimität, Körper und Nähe – und berühren damit auch Fragen nach Sichtbarkeit und Kontrolle auf digitalen Plattformen. Außerdem zeigt das Festival ein Projekt des indischen Fotografen Arko Datto, der die Folgen des Klimawandels in den Sundarbans dokumentiert. Beide Ausstellungen laufen vom 7. März bis 2. April 2026 und werden jeweils von einer Publikation begleitet. Parallel sind Fotobuchausstellungen wie „Aperture PhotoBook Awards“ sowie „Fragile Volumes – Das Fotobuch jenseits des Papiers“ zu sehen.
Linda Scheynius gehört beim 5. Leipzig Photobook Festival zu den Ausstel. Hier ein Foto aus ihrem 2009 erschienenen Buch Diary Spring.
© Lina ScheyniusPaneldiskussion „Framing the Fragility of Peace“
Am 8. März 2026 um 14 Uhr steht die Paneldiskussion „Framing the Fragility of Peace“ auf dem Programm. Es diskutieren Antoine d’Agata, Emin Özmen und Asle Olsen (Nobel Peace Center). Moderiert wird das Gespräch von Andrea Holzherr (Magnum Photos). Thema ist, wie visuelles Storytelling Debatten über Menschenrechte, Gerechtigkeit und die Lebensrealität von Gemeinschaften unter Krieg und Unterdrückung prägen kann.
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