Vom 26. Juni bis 20. September 2026 zeigt die Leica Galerie Wetzlar die Ausstellung „Personal Perspectives“. Mit ihr feiert die Leica Camera AG das Jubiläum 50 Jahre Leica Galerien. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit Leica Galeristinnen und Galeristen aus aller Welt. Sie wählten persönliche Favoriten aus den bisherigen Galerieprogrammen aus. Der Anlass ist ein halbes Jahrhundert Leica Galeriegeschichte, die 1976 am Unternehmensstandort Wetzlar begann.
Was zeigt Leica zu 50 Jahre Leica Galerien?
Die Ausstellung versammelt 50 Fotografien für 50 Jahre Leica Galerien. Der Titel „Personal Perspectives“ beschreibt das Prinzip der Auswahl: Nicht eine strenge Chronologie bestimmt die Schau, sondern persönliche Blickwinkel aus dem internationalen Leica Galerienetzwerk.
Zu sehen sind bekannte Namen der Fotografiegeschichte und jüngere Positionen. Das Spektrum reicht von dokumentarischen und bildjournalistischen Ansätzen bis zu freieren künstlerischen Arbeiten. Porträt, Reportage und Street Photography bilden wichtige Schwerpunkte. Gerade die Straßenfotografie ist eng mit der Leica Geschichte verbunden.
Welche Fotografen sind in „Personal Perspectives“ vertreten?
Leica nennt für die Jubiläumsausstellung unter anderem Werner Bischof, Elliott Erwitt, Gianni Berengo Gardin, Thomas Hoepker, Bruce Gilden, Barbara Klemm, Ralph Gibson und Joel Meyerowitz. Damit greift die Schau auf Positionen zurück, die wichtige Traditionen der Fotografie vertreten: Reportage, Bildjournalismus, Street Photography und künstlerische Fotografie.
Neben diesen etablierten Namen zeigt „Personal Perspectives“ auch jüngere fotografische Stimmen. Dazu gehören Franziska Stünkel, Lys Arango und M’hammed Kilito. Ihre Arbeiten treten in einen Dialog mit historischen Positionen. So ist die Ausstellung nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Blick auf die Gegenwart der Fotografie.
Wie begann die Geschichte der Leica Galerien?
Der Ursprung der Leica Galerien liegt im Jahr 1976. Damals eröffnete Leica in Wetzlar im Foyer des früheren Verwaltungsgebäudes einen ersten Ausstellungsbereich. Daraus entwickelte sich über Jahrzehnte ein internationales Netzwerk.
Später kamen Standorte in New York City, Prag, Frankfurt am Main und Tokio hinzu. Eine wichtige Wegmarke war 2008 die Eröffnung der Leica Galerie Salzburg durch Karin Rehn-Kaufmann. Mit ihr als Generalbevollmächtigte der Leica Galerien gewann der Ausbau des Netzwerks deutlich an Tempo.
Heute gehören 27 Galerien zum Verbund. Noch 2026 soll mit Shanghai ein weiterer Standort folgen. Die Galerien sind damit ein fester Teil der Kulturarbeit von Leica.
Warum sind die Leica Galerien für die Fotografie wichtig?
Als die erste Leica Galerie 1976 in Wetzlar entstand, war Fotografie in Galerien und Museen noch nicht so selbstverständlich präsent wie heute. Leica setzte früh darauf, Fotografie nicht nur als technisches Bildprodukt zu verstehen, sondern als kulturelle Ausdrucksform.
Die Galerien zeigen historische Ikonen und aktuelle Positionen. Weltweit entstehen rund 150 Ausstellungen pro Jahr. Sie machen Fotografie als Kunstform, Zeitdokument und gesellschaftliche Stimme sichtbar.
Dabei geht es nicht nur um Bilder an der Wand. Die Leica Galerien verstehen sich als Orte des Austauschs zwischen Fotografierenden und Publikum. Viele Ausstellungen greifen historische, politische und soziale Themen auf. „Personal Perspectives“ bündelt diesen Anspruch in einer Jubiläumsschau.
Wie wurde „Personal Perspectives“ zusammengestellt?
Für „Personal Perspectives“ fragte Leica die Galeristinnen und Galeristen des internationalen Netzwerks nach Lieblingsbildern aus den Galerieprogrammen. Aus den Vorschlägen entstand eine Auswahl, die den Charakter der einzelnen Häuser und die gemeinsame fotografische Linie der Leica Galerien zeigt.
In ihrer Funktion als Generalbevollmächtigte der Leica Galerien prägt Karin Rehn-Kaufmann nicht nur das Jubiläum 50 Jahre Leica Galerien, sondern auch den internationalen Ausbau des Galerienetzwerks.
© LeicaDie Ausstellung folgt damit keiner rein musealen Ordnung. Sie setzt auf Expertise, Erinnerung und persönliche Nähe zu einzelnen Bildern. Darin liegt der Reiz der Schau: Klassiker stehen neben Neuentdeckungen, ikonische Aufnahmen neben Arbeiten, die erst im Gegenüber mit der Fotogeschichte ihre besondere Spannung entfalten.
Welche Rolle spielt Karin Rehn-Kaufmann für 50 Jahre Leica Galerien?
Karin Rehn-Kaufmann prägt als Generalbevollmächtigte der Leica Galerien den internationalen Ausbau des Netzwerks. In der Pressemitteilung betont sie die Bedeutung realer Ausstellungsorte in einer digitalen Gegenwart. Galerien seien Räume, in denen Fotografie unmittelbar erfahrbar werde und Begegnungen zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum möglich seien.
Für die Zukunft verbindet sie mit den Leica Galerien den Anspruch, emotionale Wirkung, kulturelle Relevanz und fotografische Qualität weiter zusammenzuführen. Die Galerien sollen Bilder nicht nur zeigen, sondern Orientierung, Austausch und neue Sichtweisen ermöglichen.
Wann und wo ist die Leica Ausstellung zu sehen?
„Personal Perspectives“ läuft vom 26. Juni bis 20. September 2026 in der Leica Galerie Wetzlar. Die Ausstellung gehört zum Jubiläum 50 Jahre Leica Galerien und richtet sich an alle, die sich für Fotografiegeschichte, Leica Kulturarbeit und zeitgenössische Fotografie interessieren.
Mit 50 Arbeiten aus fünf Jahrzehnten zeigt Leica, wie breit das Galerienetzwerk Fotografie auffasst: als künstlerische Praxis, als journalistische Beobachtung, als Dokument gesellschaftlicher Zustände und als persönliche Sicht auf die Welt.
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