Deutschlands meistfotografierte Nationalparks: Jasmund führt Popsa-Ranking an

Der Nationalpark Jasmund auf Rügen ist laut einer Popsa-Auswertung der Fotohotspot unter Deutschlands Schutzgebieten. Auf den Plätzen folgen die Sächsische Schweiz und Berchtesgaden. Für das Ranking hat die Fotoplattform Popsa Millionen von Nutzerbildern analysiert.

Am 7. Mai 2026 hat der Fotodienstleister Popsa in Deutschland eine Rangliste der meistfotografierten Nationalparks veröffentlicht. Dafür wurden im Vorfeld Millionen von Reisefotos ausgewertet und die Zahl der Aufnahmen ins Verhältnis zur Fläche der jeweiligen Parks gesetzt. So entstand ein Foto-Index, der zeigt, in welchen deutschen Nationalparks Reisende 2025 besonders häufig fotografierten. Den Spitzenplatz bekleidet der Nationalpark Jasmund in Mecklenburg-Vorpommern – vor der Sächsischen Schweiz in Sachsen und dem Nationalpark Berchtesgaden in Bayern.

Was zeichnet Deutschlands meistfotografierten Nationalpark aus?

Der Nationalpark Jasmund erreicht im Ranking den höchsten Foto-Index. Der kleinste Nationalpark Deutschlands liegt auf Rügen und bietet auf engem Raum sehr bekannte Motive: die Kreideküste, den Königsstuhl und den Buchenwald der Stubnitz.

Der Königsstuhl ragt 118 Meter über der Ostsee auf. Schon Caspar David Friedrich machte die Kreidefelsen im 19. Jahrhundert zum Bildmotiv. Heute fotografieren Besucher die Landschaft vor allem mit Smartphones und Kameras.

Welche Nationalparks folgen im Foto-Ranking?

Auf Platz zwei liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Landschaft südöstlich von Dresden ist geprägt von Sandsteinfelsen, Schluchten und Aussichtspunkten. Besonders häufig fotografiert wird laut Popsa die Basteibrücke. Sie liegt 194 Meter über dem Elbtal und gehört zu den bekanntesten Naturmotiven Deutschlands.

Den dritten Platz belegt der Nationalpark Berchtesgaden. Er ist Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark. Zu den wichtigsten Fotomotiven zählen der Königssee, die steilen Felswände und die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, die nur per Boot erreichbar ist.

Deutschlands meistfotografierte Nationalparks: Die Top 10

  1. Nationalpark Jasmund, Mecklenburg-Vorpommern
  2. Nationalpark Sächsische Schweiz, Sachsen
  3. Nationalpark Berchtesgaden, Bayern
  4. Nationalpark Harz, Niedersachsen/Sachsen-Anhalt
  5. Nationalpark Schwarzwald, Baden-Württemberg
  6. Nationalpark Eifel, Nordrhein-Westfalen
  7. Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Niedersachsen
  8. Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Schleswig-Holstein
  9. Nationalpark Bayerischer Wald, Bayern
  10. Nationalpark Kellerwald-Edersee, Hessen

Was sagt das Ranking über Naturfotografie in Deutschland?

Das Ranking zeigt, dass nicht die Größe eines Nationalparks über seine fotografische Wirkung entscheidet. Entscheidend sind markante Motive, gute Aussichtspunkte und Landschaften mit hohem Wiedererkennungswert.

Jasmund profitiert von der dichten Abfolge bekannter Fotomotive. Die Sächsische Schweiz punktet mit Felsformationen und Panoramen. Berchtesgaden verbindet alpine Landschaft, See und Architektur.

Wie hat Popsa die Fotodichte berechnet?

Popsa analysierte nach eigenen Angaben Millionen von Kundenfotos. Daraus wurde die Zahl der Aufnahmen pro Quadratkilometer Nationalparkfläche berechnet. Dieser Wert floss in einen Foto-Index ein.

Damit unterscheidet sich die Auswertung von klassischen Tourismus-Rankings. Sie bewertet nicht Besucherzahlen oder Bekanntheit, sondern die Häufigkeit, mit der Reisende bestimmte Landschaften tatsächlich fotografieren.

Warum nutzt Popsa das Nationalpark-Ranking?

Popsa verbindet die Auswertung mit dem Hinweis auf Fotobücher und andere Fotoprodukte. Die App erstellt aus Smartphone-Fotos mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch Layouts für Fotobücher, Kalender, Bilderboxen und Abzüge.

Das Unternehmen verweist darauf, dass viele Reisefotos auf Smartphones bleiben. Mit der Analyse will Popsa zeigen, welche deutschen Naturlandschaften besonders oft fotografiert werden – und zugleich zur gedruckten Präsentation von Reisebildern anregen.

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