Mit der Marke Songdian der chinesischen Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd., erhält das Micro-Four-Thirds-System starke Unterstützung.
© Takeaway und Olympus Corporation, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia CommonsDie Marke Songdian wird künftig Produkte für den Micro-Four-Thirds-Standard anbieten. Hinter der Marke steht die Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd., ein chinesisches Unternehmen für digitale Bildverarbeitung. Das Unternehmen hat offiziell erklärt, den Micro-Four-Thirds-System-Standard zu unterstützen. Damit erhält das System einen weiteren Hersteller.
Was bedeutet der Einstieg von Songdian für Micro Four Thirds?
Der Micro-Four-Thirds-System-Standard wurde 2008 von OM Digital Solutions (damals noch Olympus) und Panasonic vorgestellt. Ziel war ein offener Standard für spiegellose Systemkameras. Er definiert Sensorgröße, Bajonett und Kommunikationsprotokolle.
Nun erklärt Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd., dass sie diesen Standard unterstützt. Ihre Marke Songdian soll entsprechende Produkte auf den Markt bringen. Damit wächst das Netzwerk der beteiligten Unternehmen weiter.
Wer steckt hinter der Marke Songdian?
Songdian ist die Eigenmarke der Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. Das Unternehmen entwickelt und produziert Kameras sowie Zubehör. Laut Pressemitteilung verfügt Sonida über Erfahrung als ODM-Hersteller für internationale Kameramarken.
Die Produkte werden weltweit unter der Marke Songdian vertrieben. Künftig entstehen darunter auch Micro-Four-Thirds-kompatible Produkte. Mit dem Beitritt zur Allianz will Sonida die Produktentwicklung beschleunigen und zur Erweiterung des Ökosystems beitragen.
Kommt bald eine Songdian Micro Four Thirds Kamera?
In der offiziellen Mitteilung ist von „konformen Produkten“ die Rede. Konkrete Details nennt das Unternehmen nicht. In sozialen Medien wurde jedoch eine Kamera angedeutet. Gleichzeitig ruft der Hersteller Nutzer dazu auf, Vorschläge einzubringen. Das deutet darauf hin, dass sich ein Produkt in Entwicklung befindet. Ob zuerst eine Kamera oder Zubehör erscheint, bleibt offen. Klar ist: Songdian Micro Four Thirds ist angekündigt.
Was bedeutet „konforme Produkte“ im Micro-Four-Thirds-System?
„Konform“ heißt: Die Produkte erfüllen die technischen Vorgaben des Standards. Dazu gehören Sensorgröße, Objektivanschluss und elektronische Schnittstellen. Nur wenn diese Spezifikationen eingehalten werden, sind Geräte systemkompatibel. Für Songdian bedeutet das: Die Produkte müssen sich nahtlos in das bestehende Micro-Four-Thirds-System einfügen.
Wie viele Unternehmen unterstützen den Micro-Four-Thirds-Standard?
Der Micro-Four-Thirds-Standard wird von 63 Unternehmen getragen. Zu den Gründern zählen OM Digital Solutions und Panasonic. Hinzu kommen zahlreiche Hersteller von Kameras, Objektiven und Speziallösungen. Die breite industrielle Basis ist ein Kernmerkmal des offenen Systems.
Welche Hersteller bauen Micro-Four-Thirds-Kameras?
Neben OM Digital Solutions und Panasonic fertigen auch Blackmagic Design, DJI, JK Imaging (Kodak Pixpro), Yongnuo, Z Cam, Astrodesign, SVS-Vistek, Sharp sowie JVC Kenwood entsprechende Kameras, Camcorder oder Module. Das Spektrum reicht von klassischen Fotokameras über Cinema-Kameras bis zu Drohnenlösungen.
Welche Objektivhersteller sind im MFT-System aktiv?
Zu den Objektivanbietern zählen unter anderem Leica Camera, Sigma, Tamron, Samyang Optics, Cosina, Carl Zeiss, Laowa, TTArtisan, 7Artisans, Meike, Zhongyi Mitakon, Walimex, Tokina, SLR Magic und Lensbaby. Insgesamt sind über 100 kompatible Objektive verfügbar. Das Angebot reicht von kompakten Festbrennweiten bis zu spezialisierten Cine-Optiken.
Welche weiteren Unternehmen sind beteiligt?
Über klassische Kamera- und Objektivhersteller hinaus engagieren sich Firmen wie Autel Robotics, Dahua Technology, Entaniya, Fujifilm, Kowa und NAC Image Technology. Sie liefern Zubehör, Spezialoptiken oder industrielle Lösungen.
Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. erweitert dieses Ökosystem erneut. Entscheidend ist weniger die reine Zahl der Mitglieder als die Bandbreite der Anwendungen – vom Consumer-Segment bis zu industriellen und cineastischen Speziallösungen.
Warum ist der Beitritt strategisch relevant?
Micro Four Thirds ist als offener Standard konzipiert. Je mehr Hersteller teilnehmen, desto größer wird das Angebot an kompatiblen Produkten. Neue Anbieter bringen zusätzliche Entwicklungsressourcen und Fertigungskapazitäten ein. Mit Songdian erhält das System eine weitere Marke, die eigene Produkte vertreibt und zugleich über Erfahrung als Fertigungspartner verfügt.
Was ist der Micro-Four-Thirds-Standard technisch?
Micro Four Thirds ist ein offener Standard für spiegellose Systemkameras. Er definiert Sensorgröße, Bajonett und die elektronische Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv. Kameras arbeiten mit Live-View und fokussieren direkt über den Sensor – per Kontrast- oder Phasen-Autofokus.
Wie groß ist der Sensor bei Micro Four Thirds?
Der Sensor misst rund 17,3 × 13 Millimeter. Seine Fläche beträgt etwa 225 Quadratmillimeter. Im Vergleich zum Vollformat mit 36 × 24 Millimetern ergibt sich ein Crop-Faktor von etwa 2. Eine 25-mm-Brennweite entspricht damit ungefähr 50 mm im Kleinbildformat.
Welche Rolle spielt der Crop-Faktor in der Praxis?
Der Crop-Faktor beeinflusst die Bildwirkung einer Brennweite. Ein 50-Millimeter-Objektiv wirkt im MFT-System wie ein 100-mm-Objektiv im Vollformat. Das erleichtert Teleaufnahmen mit kompakter Ausrüstung. Gleichzeitig fällt die Schärfentiefe größer aus als bei größeren Sensorformaten.
Warum gilt Micro Four Thirds als besonders kompakt?
Ein kurzes Auflagemaß von 19,25 mm ermöglicht flache Gehäuse und kleinere Objektive. Das System ist konsequent auf spiegellose Bauweise ausgelegt. Es richtet sich an Anwender, die Wert auf Mobilität und geringes Gewicht legen.
Welche Vorteile bietet das Micro-Four-Thirds-System?
Micro Four Thirds steht für kompakte Bauweise und geringes Gewicht. Das System eignet sich für Reise-, Street- und Videografie. Es existiert ein breites Angebot an Objektiven und Zubehör. Hohe Bildraten und moderne Videofunktionen sind im System verbreitet. Der offene Standard erleichtert die Zusammenarbeit vieler Hersteller.
Welche Nachteile hat Micro Four Thirds?
Der kleinere Sensor sammelt weniger Licht als größere Formate. Bei schwachem Licht kann mehr Bildrauschen auftreten. Die größere Schärfentiefe erschwert stark ausgeprägtes Bokeh. Typische Auflösungen liegen meist zwischen 20 und 25 Megapixeln. Auch die Akkulaufzeit kann kürzer sein als bei Spiegelreflexkameras.
Wie unterscheidet sich Micro Four Thirds von APS-C und Vollformat?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Sensorgröße. Micro Four Thirds misst 17,3 × 13 Millimeter, APS-C ist etwas größer, Vollformat misst 36 × 24 Millimeter. Daraus ergeben sich unterschiedliche Crop-Faktoren, Bildwirkungen und Baugrößen. Micro Four Thirds priorisiert Kompaktheit. Größere Formate sammeln mehr Licht, erfordern jedoch größere Gehäuse und Objektive.
Mit der Marke Songdian und dem chinesischen Hersteller Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. erfährt der Micro-Four-Thirds-Standard zunehmende Bedeutung. Welche Produkte konkret folgen, ist noch offen. Der Schritt stärkt jedoch das System und erweitert die Perspektiven für künftige Entwicklungen.
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