Black Week Check: Fünf gefragte Nikon-Kameras

Black Week Check, Tag 4: Wie viel Ersparnis ist drin für die fünf ausgewählten, im fotoMAGAZIN-Test mit „super“ oder „sehr gut“ bewerteten Nikon-Modelle in der Black Week 2025?

Black Week Angebote für ausgewählte Nikon-Kameras im Check

In Teil vier unseres Checks anlässlich der Black Week 2025 schauen wir auf die aktuellen Angebote für Nikon-Kameras, die im fotoMAGAZIN-Test durchweg mit „Super“ oder „Sehr gut“ abgeschnitten haben. Wie gehabt vergleichen wir auch hier die jüngsten Preisbewegungen mit den regulären Marktwerten und ordnen ein, bei welchen Kameras der Rabatt tatsächlich attraktiv ausfällt – und wo der Deal weniger überzeugend ist. Dafür werden aktuelle Preise vom Vergleichsportal idealo.de herangezogen – die angegebenen Preise beziehen sich ausschließlich auf den Kamera-Body ohne Objektiv und nicht auf Kits. Am Freitag dreht sich im Black Week Check alles um Kompaktkameras.

Nikon Z8

Aktuelle keine besonderen Rabatte in der Black Week für die Nikon Z8. Der aktuelle Preis liegt mit rund 3700 Euro leicht über dem Jahresdurchschnitt.

Aktuelle keine besonderen Rabatte in der Black Week für die Nikon Z8. Der aktuelle Preis liegt mit rund 3700 Euro leicht über dem Jahresdurchschnitt.

© Nikon

Als leicht abgespeckte Variante des Flaggschiffs Z9 bietet Nikon seit 2023 die Z8 an. Die spiegellose Systemkamera unterscheidet sich auf den ersten Blick besonders durch den fehlenden Hochformatgriff und ist damit rund 30 Prozent kompakter und deutlich leichter als die Z9. In der Z8 kommt der kleinere Akku EN-EL15c zum Einsatz, der eine geringere Anzahl an Aufnahmen pro Ladung ermöglicht als der EN-EL18d aus der Z9 (330 bis 370 Aufnahmen im Energiesparmodus, gemessen nach CIPA-Standard). Mit weniger Bildern pro Ladung können auch die EN-EL15b und EN-EL15a verwendet werden. Ein paar weitere Abstriche müssen Z8-Käufer machen. So fehlen das GPS-Modul, die Blitzsynchronbuchse und die Ethernet-Schnittstelle. Stattdessen lässt sich ein Ethernet-Kabel mit Hilfe eines USB-C-Adapters anschließen (es sind zwei USB-C-Buchsen vorhanden). Statt zwei CFexpress-Laufwerke hat die Z8 einen CFexpress- und einen SD-Karten-Slot. Pluspunkte weist die Z8 gegenüber der Z9 jedoch auch auf: Als erste Nikon-Kamera kann sie neben JPEG- und Raw- auch HEIF-Dateien speichern. Diese sind vergleichsweise klein und haben eine Farbtiefe von 10 Bit (statt 8 Bit bei JPEG). Zudem gibt es eine neue Hautglättungsfunktion. Mit Firmware 2.0.0 hat Nikon außerdem einen Pixel-Shift-Modus für 180-MP-Bilder und Auto-Capture ergänzt. Anderen wichtigen Parameter wie Sensor­auflösung, Autofokus, der ausschließlich elektronische Verschluss Videofähigkeiten, Sucher und Monitor entsprechen der Z9.

FAZIT:

Mit der Z8 hat Nikon eine im Vergleich zur Z9 moderat geringer ausgestattete Profikamera vorgestellt, die sogar das eine oder andere etwas besser kann – z. B. Pixel-Shift. Im Test übertraf sie sogar bei der JPEG-Bildqualität die große Schwester, bei der Geschwindigkeit sind sie gleichauf. Vermutlich dürften nur Profifotografen, die möglichst lange ohne Akkuwechsel auskommen wollen, einen Vorteil in der Z9 sehen. Doch auch diesen Kritikpunkt kann die Z8 mit dem Batteriegriff entkräften.

Listenpreis: ca. 4.600 Euro | Black Week Preis: ca. 3.700 Euro | Urteil: Jahresdurchschnittspreis – keine Ersparnis

Nikon Z5II

Die Nikon Z5II ist in der Black Week schon für rund 1.500 Euro zu bekommen – eine Ersparnis von 400 Euro zum Listenpreis.

Die Nikon Z5II ist in der Black Week schon für rund 1.500 Euro zu bekommen – eine Ersparnis von 400 Euro zum Listenpreis.

© Nikon

Im April 2025 brachte Nikon die gegenüber ihrer Vorgängerin deutlich verbesserte Z5II auf den Markt. Die Z5 bleibt für 1180 Euro auf dem Markt. Der 3,2-Zoll-Monitor der Z5II lässt sich nun seitlich ausklappen und ist für Selfies bzw. Vlogger geeignet. Der Sucher ist wie gehabt groß (Vergrößerung 0,8x) und bleibt bei einer Auflösung von 3,69 Millionen Punkten. Am Auge überzeugt er aber mit einer höheren Helligkeit von 3000 statt 1000 cd/m2. Die Z5II ist einem BSI-Sensor (statt FSI bei der Z5) ausgestattet, der bei ähnlicher Auflösung (24,5 MP) etwas mehr Licht einfängt. Nikon hat ihm den neusten Expeed-7-Bildprozessor zur Seite gestellt und den regulären ISO-Bereich auf 64.000 erweitert. Der Hybrid-Autofokus ist schneller geworden und kann mit lichtstarken Objektiven (f/1,2) bis -10 EV scharfstellen, also bei extrem wenig Licht. Er erkennt die üblichen Motive (Menschen, Tiere, Vögel, Fahr- und Flugzeuge) und beherrscht das 3D-Tracking. Der Bildstabilisator kompensiert bis zu 7,5 Blendenstufen, wobei bei Objektiven ohne eigenen VR das aktive AF-Messfeld priorisiert wird. Per Pixel-Shift lassen sich 98-MP-Dateien erstellen. Raw-Serien gelingen mit 14 Bildern/s, mit JPEGs sind 30 Bildern/s möglich. Filmen kann die Z5II mit 4K/60p (mit Crop), bzw. 4K/30p (ohne Crop). Auf Speicherkarte kann sie sogar N-Raw-Videos aufnehmen.

FAZIT:

Die Z5II ist dem Einsteigersegment entwachsen und eine sehr solide Mittelklassekamera, die kaum Wünsche offen lässt. Manche Funktionen – wie die interne Raw-Video-Aufzeichnung – findet man sonst nur bei deutlich teureren Geräten. Für Highres-Aufnahmen von statischen Motiven gibt es einen Pixel-Shift-Modus. Wer gut 400 Euro sparen will, kann zur Vorgängerin greifen, die aber vor allem bei Geschwindigkeit, Autofokus und Video deutlich weniger leistungsfähig ist.

Listenpreis: ca. 1.900 Euro | Black Week Preis: ca. 1.500 Euro | Urteil: KAUFTIPP!

Nikon Z6III

Der Listenpreis für die Nikon Z6III liegt bei ca. 2.800 Euro – aktuelle Black Week Preise belaufen sich auf rund 2.000 Euro.

Der Listenpreis für die Nikon Z6III liegt bei ca. 2.800 Euro – aktuelle Black Week Preise belaufen sich auf rund 2.000 Euro.

© Nikon

Die Nikon Z6III wurde gegenüber ihrer Vorgängerin in vielen Punkten verbessert. Ein Highlight im wahrsten Sinn des Wortes ist der neue Sucher. Nikon hat die Auflösung auf 5,76 Millionen Punkte und die Helligkeit auf 4000 Nits erhöht. Außerdem deckt das OLED-Panel erstmals den großen DCI-P3-Farbraum ab. Die Bildauflösung bleibt wie bei der Z6II bei 24,5 Megapixeln, allerdings kommt ein neuer Bildsensor zum Einsatz, der ein verbessertes Rauschverhalten aufweist. Der „teilweise gestapelten“ CMOS-Sensor ist schneller, sodass der Rolling-Shutter-Effekt reduziert wird. Der Autofokus erkennt Menschen, Tiere, Autos und Flugzeuge. Natürlich bringt die Z6III auch einen 5-Achsen-Bildstabilisator mit. Er kann gemessen nach CIPA-Standard bis zu 8 Blendenstufen kompensieren. Serien schießt die Z6III bei aktiviertem elektronischen Verschluss mit bis zu 60 JPEGs/s oder 20 Raws/s. Videos gelingen maximal mit 6K/60p, mit dem Codec N-Raw sogar intern auf Speicherkarte. Wem 4K/60p reichen, der kann auf per Oversampling aus 6K generierte und damit besonders detailreiche Videos zurückgreifen.

FAZIT:

Die Nikon Z6III stellt einen großen Fortschritt gegenüber ihrer Vorgängerin dar. Der neue teilweise gestapelte CMOS-Sensor erlaubt eine höhere Geschwindigkeit und geringere Rolling-Shutter-Effekte mit elektronischem Verschluss. Herausragend ist auch der neue Sucher. Die Bildqualität konnte uns mit einem hervorragenden Rauschverhalten überzeugen. Wem 24 Megapixel nicht ausreichen, der kann für Stillleben auf den Pixel-Shift-Modus mit 98 Megapixeln zurückgreifen.

Listenpreis: ca. 2.800 Euro | Black Week Preis: ca. 2.000 Euro | Urteil: KAUFTIPP!

Nikon Z50II

Rund 200 Euro Ersparnis sind in der Black Week beim Kauf einer Nikon Z50II möglich.

Rund 200 Euro Ersparnis sind in der Black Week beim Kauf einer Nikon Z50II möglich.

© Nikon

Im November 2024 stellte Nikon die Nachfolgerin seiner ersten spiegellosen APS-C-Systemkamera vor, die erstmals größere Neuerungen im DX-Bereich mitbringt. Beibehalten wurde der 20,9-Megapixel-Sensor mit Tiefpassfilter, der für seine gute High-ISO-Performance bekannt ist. Ihm zur Seite steht nun aber der Expeed-7-Bildprozessor. Der deutlich verbesserte Autofokus erkennt Menschen, Tiere (inklusive Augen, auch Vögel) sowie Fahrzeuge (inkl. Flugzeuge) und beherrscht das 3D-Tracking. Serien mit Autofokus-Nachführung gelingen mit bis zu 30 Bilder/s (nur JPEG) oder 11 Bildern/s (auch Raw). Eine Pre-Release-Funktion ist ebenfalls an Bord. Hierbei schreibt die Kamera JPEGs bereits eine Sekunde vor dem eigentlichen Auslösen in einen temporären Ringspeicher, um den entscheidenden Moment nicht zu verpassen. Videos kann die Kamera nun in 4K mit 60p aufnehmen, allerdings mit Crop. Bei 4K/30p, das per Oversampling aus 5,6K gewonnen wird, entfällt der Beschnitt. In Full-HD sind Zeitlupen mit 120p möglich. Ein Produktpräsentationsmodus sorgt dafür, dass die Kamera trotz Gesichtserkennung auf ein Produkt fokussiert. Weiterhin lässt sich die Z50II durch die Unterstützung des UVC/UAC-Standards ohne Zusatzsoftware als Webcam nutzen. Weitere Neuerungen: Der Monitor lässt sich auch seitlich ausklappen, der Sucher ist heller geworden, es gibt einen Kopfhöreranschluss und die Kamera lässt sich direkt mit Nikons Imaging Cloud verbinden.

FAZIT:

Nach fünf Jahren stellt Nikon die Nachfolgerin seiner ersten spiegellosen DX-Kamera vor. Vor allem beim Autofokus, der per KI zahlreiche Motive erkennt, hat sich viel getan. Vlogger spricht der Klappmonitor an. Vermissen könnte der eine oder andere einen Bildstabilisator (IBIS), den aber auch die Konkurrenz in dieser Preisklasse in der Regel nicht bietet. Dafür bleibt die Z50II mit einen Preis von rund 1000 bzw. 1150 Euro mit dem Z DX 3,5-6,3/16-50 mm VR erschwinglich.

Listenpreis: ca. 1.000 Euro | Black Week Preis: ca. 800 Euro | Urteil: erschwingliche Kamera noch mal günstiger

Nikon Coolpix P1100

Wer mit dem Kauf einer Nikon Coolpix P1100 liebäugelt, kann in der Black Week 2025 rund 100 Euro sparen.

Wer mit dem Kauf einer Nikon Coolpix P1100 liebäugelt, kann in der Black Week 2025 rund 100 Euro sparen.

© Nikon

Die Nikon Coolpix P1100 versteht sich als leicht modernisierte Neuauflage der Coolpix P1000 und übernimmt deren wesentliches Konzept: ein extrem leistungsfähiges Superzoom in Bridge-Bauweise. Herzstück bleibt das fest verbaute Objektiv mit 125-fachem optischen Zoom und einem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24 bis 3000 mm, der sich per Dynamic Fine Zoom digital auf bis zu 6000 mm erweitern lässt. Der kleine 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor mit 16 Megapixeln, der elektronische OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Punkten sowie der neig- und drehbare 3,2-Zoll-Monitor entsprechen dem Vorgängermodell. Neu hinzugekommen sind ein spezieller Vogelbeobachtungsmodus für die AF-Messfeldsteuerung, ein Feuerwerksmodus für kontrollierte Mehrfachbelichtungen und bessere Lichterzeichnung sowie die Möglichkeit, den beiden Fn-Tasten der optionalen Fernbedienung ML-L7 individuelle Funktionen zuzuweisen. Ebenfalls aktualisiert wurde die Schnittstelle: Nikon ersetzt Micro-USB durch USB-C, was das Laden flexibler macht. Die Kamera bietet die bekannte Vier-Stufen-VR-Stabilisierung, einen konfigurierbaren Einstellring für Fokus oder Belichtungskorrektur, RAW- und JPEG-Aufnahme, einen Mondmodus sowie 4K-Video mit 30p, ergänzt durch Zeitraffer- und Superzeitlupenfunktionen, wobei die hohen Bildraten nur in niedrigen Auflösungen realisiert werden. Die Zoomsteuerung erfolgt über eine Taste am Objektivtubus, ein neuer AF-Betriebsartenschalter erleichtert den Fokuswechsel im Handling. Optionales Zubehör wie ein Punktvisier soll das Verfolgen schneller Motive erleichtern. Mit einem Preis von rund 1200 Euro richtet sich die Coolpix P1100 vor allem an Fotografen, die extreme Tele-Reichweite für Tier-, Natur- und Astrofotografie benötigen und dafür ein Komplettpaket ohne Objektivwechsel bevorzugen.

FAZIT:

Die Nikon Coolpix P1100 bietet nur kleine technische Aktualisierungen gegenüber der P1000 und bleibt im Kern das bekannte Superzoom-Modell mit extremem 125-fach-Zoom und solider Ausstattung. Der Umstieg auf USB-C, modernisierte Funkstandards und neue Modi wie die Feuerwerksfunktion werten die Kamera nur dezent auf. Entsprechend wird sie teils als zu geringe Weiterentwicklung wahrgenommen, auch weil Sensor, Sucher, Videoqualität und Optik unverändert bleiben. Wer jedoch maximale Tele-Reichweite in einer unkomplizierten Bridge-Kamera sucht, findet in der Coolpix P1100 weiterhin ein außergewöhnlich vielseitiges Werkzeug.

Listenpreis: ca. 1.159 Euro | Black Week Preis: ca. 1.050 Euro | Urteil: deutlich günstiger als im Jahresdurchschnitt

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