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Canon EOS 100M front
Die EOS M100 gibt es in den Farben Schwarz, Grau und Weiß

Im Test: Canon EOS M100

Systemkameras im Test
12.03.2018

480 Euro verlangt Canon für die neue EOS M100. Wir vergleichen sie mit acht anderen spiegellosen Systemkameras mit Micro-Four-Thirds- und APS-C-Sensoren bis 500 Euro Straßenpreis und zeigen, welcher Hersteller das beste Angebot hat

 

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Canon EOS M100 white frontal

Die EOS M100 gibt es in den Farben Schwarz, Grau und – hier im Bild – Weiß

© Canon

Gut fünf Jahre alt ist Canons spiegelloses EOS-M-System. Die EOS M100 ist bereits das sechste Modell und löst die bisherige Einsteigerkamera EOS M10 ab. Aktuell sind neben der EOS M100 noch die besser ausgestattete EOS M6 für gut 600 Euro und das Spitzenmodell EOS M5 mit eingebautem Sucher für rund 900 Euro erhältlich. Alle drei kommen mit der aktuellen Sensorgeneration: Der 24-Megapixel-CMOS im APS-C-Format zeichnet sich unter anderem durch seinen speziellen Dual-Pixel-CMOS-AF aus, bei dem die Pixel halbiert werden, um – ähnlich wie bei einer Spiegelreflexkamera – per Phasen-Detektion scharfzustellen (siehe Erklärung Seite Zwei). Der Vorteil zeigt sich vor allem beim Einsatz von Spiegelreflexobjektiven per Adapter, die recht zügig fokussieren (die neuen STM- und Nano-USM-Objektive zusätzlich sehr leise). Die EOS-M-Modelle bieten sich also auch für EOS-Spiegelreflexfotografen an, die eine kleine Zweitkamera suchen und an ihr auch gelegentlich ihre EF/EF-S-Objektive verwenden wollen. Dies kann auch deshalb sinnvoll sein, weil Canon immer noch nur sieben Objektive für das M-Bajonett anbietet – vor allem an lichtstarken Optiken herrscht Mangel.
Die anderen Systeme im Test sind länger am Markt und besser ausgebaut: Die Micro-Four-Thirds-Kameras von Panasonic und Olympus gibt es seit 2008/2009 und es stehen insgesamt über 75 Objektive von verschiedenen Herstellern zur Verfügung. Sonys Alpha-System mit E-Bajonett hatte 2010 Premiere und auch hier ist das Objektivangebot mit über 40 Optiken (APS-C und Vollformat) alleine von Sony plus zahlreichen weiteren von Fremdanbietern deutlich größer als bei Canon.

Klein und leicht

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Canon EOS M100 white back Monitor

Der Monitor der EOS M100 lässt sich nach oben kippen. Ein Blitz ist eingebaut

© Canon

Wie die meisten Kameras im Testfeld ist die EOS M100 sehr klein und leicht – nur die Panasonic Lumix G70 im SLR-Design ist deutlich größer. Die geringe Baugröße relativiert sich allerdings ein wenig, wenn man das Kitobjektiv 3,5-6,3/15-45 mm IS STM mitrechnet, das rund 44 mm aus der Kamera herausragt. Zum Vergleich: Das Kitobjektiv 3,5-5,6/12-32 mm O.I.S. von Panasonic ist nur 24 mm tief, das Olympus 3,5-5,6/14-42 mm EZ Pancake sogar nur 22,5 mm und das Sony 3,5-5,6/16-50 mm OSS rund 25 mm.
Die kompakten Maße der EOS M100 wurden unter anderem durch den Verzicht auf Sucher und Blitzschuh erreicht. Die Kamera kommt mit relativ wenig mechanischen Bedienelementen aus. Entsprechend findet die Bedienung zu einem großen Teil über den Touchscreen-Monitor statt; selbst der Belichtungsmodus (PASM, Motivprogramme, Kreativfilter) wird nicht wie bei anderen EOS-Modellen über ein mechanisches Einstellrad, sondern über entsprechende Symbole auf dem Touchscreen ausgewählt. Das sehr kleine Rad auf der Kameraoberseite erlaubt lediglich das Umschalten zwischen Foto, intelligenter Motivautomatik und Video. Erleichtert wird die Bedienung auch durch eingeblendete Tipps und Erklärungen. Der Touchscreen lässt sich um 180 Grad nach oben in den Selfie-Modus kippen, aber nicht nach unten für Überkopf-Aufnahmen.

 

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.