Olympus OM-D E-M5 Mark III nimmt bis zu 50 Megapixel auf

Preis: ca. 1200 Euro
17.10.2019

Olympus hat die lang erwartete OM-D E-M5 Mark III vorgestellt. Sie bringt einen 20-Megapixel-Sensor mit, kann aber per Pixelshift 50-Megapixel-Dateien erstellen. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum gibt es bis Mitte November 100 Euro Rabatt.

Die Vorgängerin OM-D E-M5 Mark II (hier geht‘s zum Test) kam im März 2015 auf dem Markt. Eine Nachfolgerin war somit überfällig. Die EM-5 Mark III ist dann auch in vielen Punkten verbessert und hat Funktionen der Spitzenmodelle E-M1 Mark II (Test hier) und E-M1 X übernommen. So löst der Bildsensor nun 20,4 Megapixel auf und bringt Phasen-Detektionspixel mit, die den Autofokus beschleunigen. Wie bei der E-M1 Mark II und E-M1 X stehen 121 Kreuzsensoren zur Verfügung, wobei jetzt auch verschiedene Messfeldeinstellungen unterstützt werden (einzeln und Gruppen). Ein neuer Algorithmus soll außerdem verhindern, dass der Fokus unerwartet auf dem Hintergrund springt.

Bildserien mit Autofokus-Nachführung sind nun mit 10 Bildern/s möglich, wobei laut Olympus bis zu 150 Raws in Folge auf die UHS-II-SD-Karte geschrieben werden; bei JPEGs ist die Serienbildlänge nur von der Kapazität der Speicherkarte begrenzt. Mit elektronischem Verschluss und ohne AF-Nachführung schafft die E-M5 III sogar 30 Bilder/s. Im Pro-Capture-Modus kann sie 14 Bilder bereits vor dem Auslösen aufnehmen. Der mechanische Verschluss schafft übriges 1/8000 s, der elektronische 1/32.000 s. Um die Streifenbildungen im Lautlosmodus mit E-Verschluss zu verhindern, bringt die E-M5 III den aus der E-M1 X bekannten Flicker-Scan mit.

 

Die OM-D E-M5 Mark III ist klein und leicht

Mit einem Gewicht von 414 Gramm wiegt die E-M5 Mark III etwa das Gleiche wie ihre Vorgängerin; dabei ist sie minimal breiter und tiefer geworden. Letzteres liegt daran, dass Griff und Daumenauflage leicht vergrößert wurden. Das Gehäuse ist gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt. Wem der Griff noch zu klein ist, der kann zu dem als Zubehör angebotenen Handgriff ECG-5 mit integriertem Auslöser und Einstellrad greifen. Es handelt sich bei ihm allerdings nicht um einen Hochformatauslöser und der Griff nimmt auch keine Batterien auf.

Wenig Veränderungen gibt es bei Sucher und Monitor: Das auch seitlich ausklappbare Touch-Display hat wie schon in der E-M5 Mark II eine Diagonale von 3,0 Zoll und löst 1,04 Millionen Punkte auf. Der OLED-Sucher ist sogar etwas kleiner geworden – statt einer Vergrößerung von 1,48x (0,74x entsprechend Kleinbild) sind es nun 1,37x (0,69x beim Kleinbild); die Auflösung ist bei 2,4 Mio. Bildpunkten geblieben. Wie schon ihre Vorgängerin hat auch die E-M5 Mark III keinen eingebauten Blitz, es wird aber ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert.

 

50 Megapixel im Highres-Modus

Wie alle OM-D-Modelle bringt auch die E-M5 Mark III einen beweglichen Bildsensor mit, der zur Bildstabilisierung auf 5 Achsen genutzt werden kann. Die Effektivität gibt Olympus mit 5,5 Blendenstufen an, mit Objektiven mit eigenem Bildstabilisator (M.Zuiko Digital 4/12-100 mm IS Pro und 4/300 mm IS Pro) lassen sich per Sync-IS sogar 6,5 Blendenstufen erreichen. Besser ist nur die E-M1 X, die es auf 7,5 Blendenstufen bringt. Der bewegliche Sensor ermöglich außerdem den High-Res-Shot vom Stativ. Dabei wird der Sensor in 0,5-Pixel-Schritten verschoben und es werden acht Aufnahmen in der Kamera zu einem Bild mit 50 Megapixeln verrechnet (bei der E-M5 II waren es noch 40 Megapixel). Anders als bei der E-M1 X steht der High-Res-Shot nicht bei Freihandaufnahmen zur Verfügung.

 

4K-Video mit 17:9

Während die E-M5 Mark II Videos noch maximal mit Full-HD-Auflösung aufnehmen konnte, beherrscht die Mark III nun dank TruePic-VIII-Bildprozessor auch 4K – und das sogar im sogenannten Cinema-Format mit dem Seitenverhältnis 17:9: Bei 4096 x 2160 Pixeln liegt die Bildwiederholrate bei 24p und die maximale Datenrate bei 237 Mbit/s. In 16:9 mit 3840 x 2160 Pixeln schafft die Mark III auch 30p (alternativ 25p und 24p). Zeitlupen kann sie mit voller HD-Auflösung und 120p aufnehmen. Eine Mikrofonschnittstelle ist vorhanden.

 

Was hat die OM-D E-M5 Mark III noch zu bieten?

Zu den weiteren Funktionen der E-M5 Mark III gehören Focus-Bracketing und Focus-Stacking. Hierbei nimmt die Kamera bis zu 999 Bilder auf und fügt acht Bilder zu einer Aufnahme mit größerer Schärfentiefe zusammen. Selbstverständlich an Bord sind bekannte Olympus-Technologien wie Live-Composite für Langzeitaufnahmen und Art-Filter. Verbessert hat Olympus nach eigenen Aussagen den Sensorreinigungsmechanismus: Der Super Sonic Wave-Filter vibriert nun 30.000 Mal in der Sekunde. Der Akku liefert Strom für 310 Aufnahmen und lässt sich per USB laden.

 

Preise und Verfügbarkeit

Die OM-D E-M5 Mark III ist ab Mitte November 2019 in Silber oder Schwarz zu einem UVP von 1199 Euro (nur Body) erhältlich. Im Kit mit dem M.Zuiko Digital ED 2,8/12-40 mm beträgt der UVP 1899 Euro, mit dem M.Zuiko Digital ED 3,5-6,3/12-200 mm 1799 Euro und mit dem M.Zuiko Digital ED 4-5,6/14‑150mm II 1499 Euro. Anlässlich des 100. Geburtstages erhalten alle Käufer, die sich bis zum 15. November 2019 für die neue OM-D entscheiden, 100 Euro Jubiläums-Rabatt.

Olympus OM-D E-M5 Mark III in der fotoMAGAZIN-Kameradatenbank

Technische Daten zur Olympus OM-D E-M5 Mark III

Typ
Objektivbajonett Micro Four Thirds

Bildsensor

Typ 4/3‘‘ Live MOS Sensor

Effektive Pixel 20,4 Megapixel

Prozessor

Typ TruePic VIII

Filter

Staubschutzfilter Supersonic Wave Filter

Sucher

Typ Elektronischer Sucher

Pixel Anzahl 2,360 k Punkte

Dioptrienkorrektur Vorhanden -4,0 - +2,0 Dioptrien / eingebaut

Sucherbildfeld Ca. 100%

Vergrößerung Max. 1,37 x mit 50-mm-Objektiv bei unendlich und -1

Dioptrie (je nach ausgewähltem Sucher-Stil)

Austrittspupille 27 mm bei Dioptrieneinstellung -1 von der Augenlinse

Style 3 Ausführungen wählbar

Farbtemperatur korrektur +/- 7 Level

S-OVF Erweitert den dynamischen Bereich bei Live View

*Im EVF sichtbar bei den Modi P, A, S und M. Art Filter, WB und Belichtung

werden im EVF nicht wiedergegeben.

Live View

Angezeigte Information Blende, Verschlusszeit, Automatische Belichtungsreihe,

Belichtungsspeicher, Fokus-Modus, Aufnahme-

Modus, Batterieladezustand, Bildstabilisator-

Modus, Gesicht- /Augen-Erkennungs-Modus,

Aufnahmemodus, ISO, Sequenzaufnahmen, Weißabgleich,

Belichtungsmessmodus, Belichtungs korrektur wert,

AF-Messfeld, AF-Bestätigung, Aufnahmeinformation,

Bereich der Spotmessung, Super FP, Blitz-Status,

Voraussetzungen für interaktives Bedienfeld, Brennweite,

Blitzmodus, Histogramm, 3D-Wasserwaage, Highlights

& Schatten, Focus Peaking, Anzahl der speicherbaren

Bilder, Benutzerdefiniert, Gesichtserkennung,

Blitzintensität, WiFi

Sucherbildfeld Ca. 100%

Vergrößerungsstufen 3 / 5 / 7 / 10 / 14 x

Erweiterung dynamischer

Bereich

Im HDR1 oder HDR2-Modus

Display-Modi Vergleich, Raster (4 Typen), Gitter, Histogramm,

3D-Wasserwaage, Vergrößerte Ansicht, Standard-

Informationen, Off (kein Blitz)

Bildstabilisator

Typ Sensor-Justierung

Bildstabilisator

Modi Fünf-dimensional, vertikale oder horizontale Aktivierung,

automatisch

Effektive

Kompensationsrate

Bis zu 6,5 EV-Schritte Sync IS

Bis zu 5,5 EV-Schritte CIPA

Live View Stabilisator Verfügbar

Objektiv IS Priorität Vorhanden

Fokussiersystem

Methode TTL Phasenkontrast- und Kontrastmessung (bei

Verwendung von nicht Kontrast-AF kompatiblen

Objektiven arbeiten diese als MF-Hilfe)

Fokusbereiche 121 Punkte * /

121 Punkte Kontrast-AF

Alle Felder, Einzelfeld (normal/klein), Feldergruppe

(5 Felder/9 Felder/25 Felder)

* Vom Typ Kreuzsensor

AF-Speicher Verfügbar, Wird gespeichert, wenn Auslöser bis zum

ersten Druckpunkt betätigt wird (im Single-AF-Modus),

AE/AF-Speicher-Taste (anpassbar)

Modi Manueller Fokus, Single AF*, Kontinuierlicher AF*, MFVoreinstellung**,

AF*-Tracking, Stacking

* inkl. manueller Übersteuerung

** Bei den Werten für Abstandseinstellungen handelt es sich um

Näherungswerte. Es sind ausschließlich AF-Objektive zu verwenden.

AF-Hilfslicht Vorhanden

Manueller Fokus Verfügbar, Mit erweitertem Fokusbereich oder Focus

Peaking

Erweiterte

Gesichtserkennung

Eye-Detect-AF: Aus, Priorität linke Seite, Priorität Nähere

Seite, Priorität rechte Seite

Prädiktiver AF Verfügbar

AF-Tracking Verfügbar, Im Continuous AF Modus möglich

Focus Peaking

Farbauswahl Weiß, schwarz, rot, gelb

Intensität Hoch / Neinrmal / Niedrig

Gegenlicht-Effekt An / Aus

Fokus Bracketing Modus

Anzahl der Bilder 3 - 999 Aufnahmen

Stufen 10 Level

Kompatibel mit: Alle Micro Four Thirds AF Objektive

Fokus Stacking Modus

Technologie 8 Aufnahmen werden mit verschiedenen Fokuspunkten

aufgenommen und automatisch zu einem Bild

zusammengesetzt.

Fokussiersystem

Kompatibel mit: M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 Macro,

M.Zuiko Digital ED 30mm F3.5 Macro, M.Zuiko Digital ED

7-14mm F2.8 PRO, M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8

PRO, M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4.0 IS PRO, M.Zuiko

Digital ED 40-150mm F2.8 PRO, M.Zuiko Digital ED 8mm

F1.8 Fisheye PRO, M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 PRO

M.Zuiko Digital 1.4x Teleconverter MC-14, M.Zuiko

Digital 2x Teleconverter MC-20

Blickwinkel wird geringfügig kleiner

Belichtungssystem

Modi Programmautomatik, Blendenvorwahl, Verschlusszeit

vorwahl, Manuell, Bulb, Time, Video, HDR, Kontroll

möglichkeiten

Belichtungskorrektur +/- 5 LW ( 1, 1/2, 1/3 Schritte )

Anmerkung: Monitor und EVF geben nur ±3 EV wieder.

Belichtungsreihe 2 / 3 / 5 Bilder ( +/- 1/3, 2/3, 1 LW-Schritte )

7 Bilder ( +/- 1/3, 1/2, 2/3 LW-Schritte )

ISO Belichtungsreihen 3 Bilder ( 1/3, 1/2, 1 LW-Schritte )

Belichtungsspeicher Verfügbar

Persönliche Einstellung 3 Einstellungen speicherbar

Schattenaufhellung

Flimmer Reduzierung: Im M, S und Silent Mode (im Live

View sichtbar)

Automatische HDRBelichtungsreihen

3 / 5 Bilder ( +/- 2 / 3 LW-Schritte )

7 Bilder ( +/- 2 LW-Schritte )

Mehrfachbelichtung

Max. Anzahl von Bildern 2 Bilder (fotografieren)

3 Bilder (editieren)

Automatische

Steigerungskontrolle

Verfügbar

Bildkompositions hilfe Live View

Belichtungsmessung

Methode TTL-Offenblenden-Belichtungsmessung

Zonen 324 Zonen Mehrfeld-Belichtungsmess-System

Messbereich -2 - 20 LW (17mm f2.8, ISO 100)

Modi ESP-Mehfeldmessung, Spotmessung, Mittenbetonte

Integralmessung, Highlight, Schatten

Art Filter

Modi Pop Art, Weichzeichner, Blasse & helle Farbe, Leichte

Tönung, Körniger Film, Lochkamera, Modellbau,

Crossentwicklung, Dramatischer Ton, Zartes Sepia, Key

Line, Aquarell, Vintage, Partielle Farbe, Bleach Bypass,

Sofortfilm

Variation / Effekt Vorhanden

15.10.2019 Änderungen in Technik, Design und Ausstattung vorbehalten.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.