Foto-Video-Hybrid: Panasonic Lumix S5

Attraktive Verkaufsaktion bis Ende September
02.09.2020

Als Hybridmodell für Fotografen und Videofilmer hat Panasonic die Lumix S5 vorgestellt. Wir hatten die Vollformatkamera bereits im Hands-on. Außerdem: Firmware-Updates für die S1-Modelle und neue Roadmap.

Nach der ersten Generation an spiegellosen Vollformatkameras namens S1, S1 R (hier im Vergleichstest) und S1 H schickt Panasonic nun eine an manchen Stellen abgespeckte neue Kameraklasse ins Rennen: die Lumix S5. fotoMAGAZIN konnte sich bereits einen ersten Praxiseindruck von der Spiegellosen mit L-Bajonett verschaffen, die Ende September in den Handel gelangt.

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© Lars Theiß

Die neue S5 ist nicht nur kleiner und leichter (712 g mit Akku/Speicherkarte) als die S1-Modelle, sondern auch als die Lumix GH5 (hier im Test) mit dem deutlich kleineren MFT-Sensor. Dennoch macht sie einen robusten Eindruck und besitzt ein Magnesiumgehäuse mit zahlreichen Abdichtungen, um Staub und Nässe draußen zu halten – zum Beispiel am Speicherkartenfach, das zwei SD-Karten-Steckplätze (1 x UHS-II, 1 x UHS-I U3) besitzt. Das Gehäuse ist schön griffig und über 300 Gramm leichter als die S1/S1 R. Auffällig ist das Verschwinden des Displays auf der Schulter zugunsten eines Einstellrads.

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Das Display der Lumix S5 lässt sich frei schwenken.

© Panasonic

Einen Handling-Vorteil bietet das 7,5-cm-Touch-Display mit 1,84 Millionen Bildpunkten, das wie bei höherwertigen Modellen anderer Hersteller frei ausschwenkbar und drehbar ist. Beim OLED-Sucher hat Panasonic vergleichsweise eingespart, er besitzt 2,36 Mio. Bildpunkte und bietet eine 0,74fache Vergrößerung.

Sensor und AF der S5

Der Vollformatsensor ohne Tiefpassfilter löst effektiv 24,2 Megapixel auf, 96 MP sind es bei HighRes-Aufnahmen (JPEG oder Raw, nur vom Stativ). Er soll einen großen Dynamikumfang und eine rauscharme Bildqualität durch Dual Native-ISO-Technologie (ISO 100-51.200, erweitert 50-204.800) liefern. Weiterhin dient er zur 5-Achsen-Bildstabilisierung, die in Verbindung mit Objektiv-Stabilisierung (Dual I.S.) eine um bis zu 6,5 Blendenstufen längere Belichtungszeit gegen Verwackelungsunschärfen ermöglicht.

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Die Lumix S5 kommt ohne Schulter-Display aus.

© Panasonic

Beim Autofokus soll mittels Deep-Learning-Technologie zur Erkennung von Augen, Kopf und Körper ein deutlich schnelleres und präziseres Fokussieren bei Foto- und Filmaufnahmen gelingen. Das gilt auch für eher klein im Sucher erscheinende Gesichter. Erste Versuche bestätigten uns dies. Als erste Vollformatkamera dürfte die S5 die Live-View-Komposition beherrschen, die bei Nachtaufnahmen nur die Änderungen in den hellen Bereichen berücksichtigt.

Videofunktionen der Lumix S5

In Sachen Video ist die S5 sehr leistungsfähig. 4K-Filme kann sie mit 60p 4:2:2 10 Bit (mit 14+ Blenden Dynamik in Vlog) aufnehmen und extern via HDMI ausgeben. Intern speicherbar ist maximal 4K 60p 4:2:0 10 Bit. Ohne zeitliche Einschränkungen sind 4K 30p-Filme möglich, bei 60p ist nach 30 Minuten Schluss. Die entstehende Wärme soll effizient abgeleitet werden und unter normalen Aufnahmebedingungen keine Grenze darstellen. Weitere Filmfunktionen sind HDR, Zeitlupe & -raffer mit maximal 2,5fache Zeitlupe in 4K (1-180 fps/Full-HD) und Anamorph Modus; als Helfer sind die Tally-Funktion, Frame Marker und automatische Hochkant-Videoerkennung an Bord. Beim Ton gibt es Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse, das XLR1 ist verwendbar.

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Unbearbeitetes Portrait (JPEG) aus der Panasonic Lumix S5.

© Lars Theiß

Die S5 besitzt einen neuen Akku namens DMW-BLK22 mit 2200 mAh, der abwärtskompatibel zu den Akkus der GH5/G9 ist. Der Modus Power Save LVF Shooting soll die Zahl der Bilder pro Akkuladung von 460 auf etwa 1400 erhöhen. Passend zur S5 kommt der neue Akkugriff BGS5. Übrigens lässt sich die S5 auch während des Ladens mit AC-Adapter oder einer Powerbank betreiben.
Zum Verkaufsstart hat sich Panasonic mit dem L-Allianz-Partner Sigma eine besondere Aktion ausgedacht: Wer bis zum 30. September 2020 eine S5 kauft, kann den Kauf anschließend registrieren lassen und erhält daraufhin kostenlos das Sigma 2,8/45 mm DG DN Contemporary im Wert von 569 Euro. Die UVP des Gehäuses beträgt derzeit 1948,61 Euro (inkl. 16 % MwSt), mit dem Zoom 20-60 mm 2241,04 Euro.

Firmware-Updates

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Mit dem Gehäuse schrumpfte im Vergleich zu den S1-Modellen auch der Monitor.

© Panasonic

Panasonic hat bereits einige Firmware-Updates angekündigt: Demnächst soll die S5 die Raw-Videoausgabe über HDMI für Atomos Ninja V, C4K sowie weitere Bildstile und Assistenz-Funktionen erhalten. Die S1/S1 H-Modelle erhalten die AF-Verbesserungen der S5 noch in diesem Jahr, die S1 R darüber hinaus die Unterstützung von 5K-Videoaufnahme.

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Die neue Panasonic-Roadmap für die Lumix S-Objektive mit L-Bajonett.

© Panasonic

Und wer auf das Portraitobjektiv Lumix 1,8/85 mm S wartet: Es wird wohl im November erscheinen und unter 1000 Euro kosten. Später folgen dann weitere 1,8er-Objektive mit 24, 35 und 50 mm, ein 4,5-5,6/70-300 mm sowie eine unbenannte lichtstarke Festbrennweite möglicherweise mit 20 mm.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Technikredakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.