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Make-Up-Spiegel als Lichtquelle
Ein Make-up Spiegel erzeugt nicht nur Licht, sondern ermöglicht interessante Posen.
© Getty Images/iStockphoto, Dignat

So gelingen Ihnen Portraits mit Alltagslicht

So nutzen Sie Lichtquellen
09.02.2021

Wenn es draußen dunkel und feucht ist, schlägt die Zeit der Kreativ-Fotografie zu Hause. Besonders spannend sind Portrait-Aufnahmen mit Lichtquellen, die uns tagtäglich begegnen –
und die wir trotzdem kaum wahrnehmen. Fünf Beispiele für alltägliche Lichtquellen.

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Nachttischlampe

Nachttisch- oder Schreibtischlampen erzeugen meist warmes Licht.

© Getty Images/iStockphoto, Aliaksandr Bukatsich

Die Kunst guter Portrait-Fotografie liegt darin, einen natürlichen, fast schon dokumentarischen Bildstil mit der bewussten Konzentration auf eine Person zu kombinieren. Neben dem Ausdruck kommt es dabei vor allem auf die Lichtstimmung an. Durch das Einbinden alltäglicher Lichtquellen verleihen Sie Ihren Portrait-Aufnahmen einen ganz besonderen, intensiven Charakter. Doch welche Lichtquellen eignen sich dafür? Wir haben fünf Beispiele für Sie zusammengestellt.

Nachttischlampe

Ebenfalls eine gemütliche, Alltags-Lichtquelle ist die Nachttischlampe. Durch den Lampenschirm wirft sie ein weiches Licht und eignet sich neben Portraits von Kindern auch für stimmungsvolle Aufnahmen von Personen oder Pärchen im Bett. Durch die meist seitliche Positionierung des Lichts wirken die Aufnahmen besonders intensiv.

Kaminfeuer

Das flackernde, warm-rötliche Licht eines offenen Feuers weckt ein tief in uns verankertes Gefühl von Behaglichkeit und Wärme. Diese Atmosphäre können Sie hervorragend für ein Low-Key-Portrait nutzen. Zünden Sie ein Kaminfeuer an, löschen Sie das Deckenlicht und lichten Sie Ihre Familie ab, wie sie das Knistern, Brennen und züngeln der Flammen genießt. Achten Sie auf einen ruhigen Hintergrund, testen Sie verschiedene Perspektiven und fotografieren Sie im Raw-Format. So können Sie die warmen Farben am PC später noch besser herausarbeiten und dunkle Bildbereiche etwas aufhellen.

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Kaminfeuer

Kaminfeuer vermittelt eine warme, gemütliche Atmosphäre.

© Getty Images/iStockphoto, Koldunov

Bildschirm

Kaltes, blaues Monitorlicht ist das genaue Gegenteil des gemütlich warmen Kaminfeuers. Auch der Blick des Portraitierten ist ein Anderer. Weniger entspannt, eher konzentriert, bisweilen etwas müde. Als gleichmäßige, großflächige Lichtquelle eignet sich ein Monitor dennoch hervorragend für intensive Portraits. Neben Aufnahmen mit Brille und entsprechender Spiegelung können auch Bilder spannend sein, in denen große Teile des Raums zu sehen sind – mit dem Monitor als einziger Lichtquelle. Wählen Sie für eine korrekte Belichtung eine möglichst lange Verschlusszeit, bitten Sie die Person, stillzuhalten und fotografieren Sie vom Stativ.

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Bildschirm-Licht

Bildschirm-Licht ist eher kalt.

© Getty Images/iStockphoto, twinsterphoto

Make-up-Spiegel

Portraits mit Spiegel haben einen außergewöhnlichen Reiz. Zum einen muss der Fotograf eine Position finden, in der er nicht selbst im Spiegel zu erkennen ist, zum anderen ist der Portraitierte gleich doppelt zu sehen. Nutzen Sie die meist großflächige Beleuchtung des Spiegels, um das hell ausgeleuchtete Gesicht Ihres Models hervorzuheben und binden Sie die Lichtquelle selbst als Eye-Catcher in Ihre Aufnahme mit ein.

Alltägliche Lichtquellen haben einen
authentischen Charakter.

Leuchtstoffröhre

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Portrait mit Leuchtstoffröhre

Leuchtstoffröhren sorgen für interessante Reflexionen in den Augen.

© Sebastian Sonntag

Neonröhren lassen sich im Studio ebenso gut einsetzen wie in der Wohnung. Der einzigartige Lichtstreifen erzeugt eine spannende Reflexion in den Augen, die lange, aber schmale Lichtquelle erzeugt ein homogenes, dennoch aber konturiertes Licht. Heimwerker können sich mit Zubehör aus dem Baumarkt so ein flexibles und vielseitig einsetzbares Dauerlicht basteln, das sich auch für Videoaufnahmen eignet.

 

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Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Sebastian Sonntag

Der Münchner Sebastian Sonntag ist sowohl freier Journalist, als auch Fotograf. In seinen Arbeiten konzentriert er sich auf die experimentelle Seite der Mode- und Beautyfotografie.