Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
24. April 2026 – 31. Dezember 2027
Die Helmut Newton Foundation zeigt im Berliner Museum für Fotografie die Ausstellung „Intermezzo. Revisiting Helmut Newton“. Die Helmut-Newton-Ausstellung ist eine temporäre Präsentation. Im Mittelpunkt stehen ein raumgreifender Film, neu erschlossenes Archivmaterial und frische Perspektiven auf Helmut Newton sowie Alice Springs, unter diesem Namen arbeitete June Newton als Fotografin.
Die Helmut-Newton-Ausstellung „Intermezzo. Revisiting Helmut Newton“ ersetzt die bisherige Präsentation der Helmut Newton Foundation im Berliner Museum für Fotografie bis zum 31. Dezember 2027 durch ein neues Ausstellungsformat. Die temporäre Schau verbindet filmische Inszenierung, Archivmaterial, Plakate, Magazine und biografische Elemente und soll das Werk von Helmut Newton und Alice Springs neu erfahrbar machen. Damit begleitet sie die inhaltliche Neuausrichtung der bisherigen Dauerausstellung und öffnet zugleich den Blick auf Bestände, die in dieser Form bisher nicht zu sehen waren.
Was zeigt Intermezzo. Revisiting Helmut Newton?
Im Zentrum der Ausstellung steht ein großer Filmraum. Acht Projektoren bespielen vier Leinwände mit einem Film, der teilweise auf einem bereits für eine Newton-Ausstellung in La Coruña entstandenen Porträt basiert und um bislang unveröffentlichtes Material erweitert wurde. Dafür griff die Foundation auch auf Aufnahmen aus dem Archiv von June Newton zurück, die erst vor Kurzem aufgearbeitet und digitalisiert worden sind. Ergänzt wird die Projektion durch Interviews mit Wegbegleitern und Zeitzeugen, darunter Philippe Garner, Carla Sozzani, Jenny Capitain, Violetta Sanchez und Matthias Harder. Der Film läuft als Endlosschleife und verdichtet das Werk Newtons zu einem neuen Ausstellungserlebnis.
Intermezzo. Revisiting Helmut Newton und der neue Blick aufs Archiv
Im hinteren Teil des Erdgeschosses bleibt das bekannte Display mit knapp 100 Ausstellungsplakaten von Helmut Newton erhalten, wird aber neu kontextualisiert und durch Poster zu Alice-Springs-Ausstellungen ergänzt. Auch die 16 Meter lange Vitrine bleibt bestehen, erhält jedoch einen anderen Inhalt: An die Stelle der bisherigen Vintage-Magazine mit Newtons publizierten Arbeiten treten Mode- und Lifestyletitel mit Editorials von Alice Springs aus Jardin des Modes, Elle, Vogue, Vanity Fair, Egoïste, Stern, The New Yorker, Photo und Paris Match. So zeichnet die Präsentation nicht nur Entwicklungen der Modefotografie nach, sondern auch den Wandel des Frauenbildes in der westlichen Welt seit den späten 1950er-Jahren.
Welche Bilder rücken besonders in den Fokus?
Ergänzt wird die Helmut-Newton-Ausstellung durch biografische Tafeln zu Helmut und June Newton sowie durch das neue Format „Spotlight: Behind the Frame“. Dabei wird jeweils eine ikonische Fotografie aus dem Werk von Helmut Newton oder Alice Springs in ihrer Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte beleuchtet. Zum Auftakt stehen Newtons Modeaufnahme „Rue Aubriot“ von 1975 für die französische Vogue und eine frühe Arbeit von Alice Springs im Mittelpunkt, ein 1970 in Paris entstandenes Werbebild für Gitanes-Zigaretten. Dieses Miniaturformat soll später auch von Gastkuratoren weitergeführt werden und so zusätzliche Perspektiven auf das Werk und das Archiv der Foundation eröffnen. Die Helmut-Newton-Ausstellung „Intermezzo. Revisiting Helmut Newton“ ist ab dem 24. April 2026 bis zum 31. Dezember 2027 im Berliner Museum der Fotografie zu sehen.