Sony Alpha 6100 und Alpha 6600: schnelle APS-C-Kameras mit Realtime-Tracking

Sony hat zwei neue spiegellose APS-C-Kameras vorgestellt: Das Einsteigermodell Alpha 6100 und das Flaggschiff Alpha 6600 – letzteres mit Bildstabilisator und verlängerter Akkulaufzeit.

Farbiges Porträt von Andreas Jordan vor neutralem Hintergrund

Andreas Jordan

Andreas Jordan leitet das Technik-Ressort beim fotoMAGAZIN.

Sony Alpha 6600 und Alpha 6100

Sony Alpha 6600 und Alpha 6100

Bilder: Sony

Wie alle aktuellen Modelle der 6000-er-Serie (Alpha 6000, Alpha 6300, Alpha 6400, Alpha 6500) sind auch die beiden neuen mit einem 24-Megapixel-Sensor ausgestattet. Kleine Unterschiede gibt es bei der Empfindlichkeit: Beide Kameras haben einen regulären ISO-Bereich von 100 bis 32.000, die Alpha 6100 lässt sich aber auf 51.200 erweitern, die Alpha 6600 bis zu 102.400. Auch der Hybrid-Autofokus scheint bei beiden Kameras weitgehend identisch zu sein: Er nutzt 425 Phasendetektions-Messfelder, die 84 % des Bildfeldes abdecken, und beherrscht das aus der Alpha 6400 bekannte Realtime-Tracking mit einer Augenerkennung für Menschen und Tiere.

 
Sony Alpha 6600

Der Monitor der Alpha 6600 lässt sich für Selfies um 180 Grad nach oben kippen.

Bild: Sony

Serien schießen beide Kameras mit bis zu 11 B/s mit AF-Nachführung, wobei der Sucher leicht hinterherhinkt. Eine Echtzeit-Darstellung ist mit 8 Bildern/s möglich. Unterschiede gibt bei der Anzahl der Bilder in Folge: Die Alpha 6100 schafft bei 11 B/s ca. 77 JPEGs oder 33 Raws in Folge, die Alpha 6600 rund 116 JPEGs und 46 Raws.

Sony Alpha 6100

Di Alpha 6600 hat wie gehabt einen 3,0-Zoll-Monitor im 16:9-Format.

Bild: Sony

Die Touchscreen-Monitore haben nach wie vor eine Diagonale von 7,5 cm (3,0 Zoll) und stellen 921.600 Punkte dar. Sie sind um 180 Grad nach oben und 74 Grad nach unten kippbar. Unterschiede gibt es wiederum beim Sucher: Beide haben eine kleinbildäquivalente Vergrößerung vom 0,7x, das OLED-Panel der Alpha 6100 stellt aber (wie bei der alten Alpha 6000) nur 1,44 Mio. Punkte dar, bei der Alpha 6600 sind es (wie bei den anderen Modellen der Alpha 6000er-Serie) 2,4 Mio. Punkte.

Alpha 6600 mit Bildstabilisator (IBIS)

Sony Alpha 6600

Die Alpha 6100 ist etwas leichter als die Alpha 6600.

Bild: Sony

Neben dem Sucher einer der wichtigsten Unterschiede für Fotografen: Die Alpha 6600 bringt einen Bildstabilisator mit – das gab es bisher in den spiegellosen APS-Kameras von Sony nur bei der Alpha 6500, die aber noch nicht mit dem Realtime-AF ausgestattet ist. Der „In Body Image Stabilizer“ (IBIS) soll fünf Blendenstufen kompensieren und arbeitet auf allen fünf Achsen. Die Alpha 6100 ist dagegen auf den Bildstabilisator in den Objektiven angewiesen, wobei nicht alle Sony-Objektive stabilisiert sind.

4K- und Zeitlupen-Video

Beide Kameras beherrschen die Aufnahme von Video mit 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) mit einer Bildwiederholrate von 30p, Full-HD mit 60p. Dabei wird wie bei Sony übliche mit einem Full-Pixel-Read-out gearbeitet, das heißt, es werden alle Pixel ausgelesen und per Oversampling zu einen besonders scharfen 4K-Video runtergerechnet. Die Alpha 6600 ist aber zusätzlich mit Highend-Funktionen wie Hybrid Log Gamma (HLG) und S-Log/S-Gamut ausgestattet, wodurch sich ein besonders großer Dynamik- und Farbumfang erfassen lässt, der vor allem in der Nachbearbeitung Vorteile hat. Beide Kameras können in der Full-HD-Auflösung mit Frequenzen von 1 bis 120 Bildern/s aufnehmen, was einem 60fach-Zeitraffer bzw. einer 5fach-Zeitlupe entspricht. Während sich bei beiden Kameras ein Mikrofon anschließen lässt, verfügt nur die Alpha 6600 über einen Kopfhöreranschluss.

Alpha 6600 mit Staub- und Spritzwasserschutz und besserem Akku

Sony Alpha 6600

Die Akkulaufzeit hat Sony bei der Alpha 6600 deutlich verbessert.

Bild: Sony

Die teureren Alpha 6600 ist robuster als das kleine Schwestermodell: So ist das Magnesiumgehäuse gegen Staub und Spritzwasser geschützt und der Verschluss ist mit einer getesteten Lebensdauer von 200.000 Auslösungen relativ langlebig. Die Alpha 6600 ist außerdem die erste Sony-Kamera aus der 6000-er Serie, die den aus einigen Vollformat-Alphas bekannten Akku NP-FZ100 nutzt. Er soll hier Strom für 720 Aufnahmen (mit Sucher) bzw. 810 Aufnahmen (mit Monitor) liefern. Die Alpha 6100 NP-FW50 schafft 380 bzw. 420 Aufnahmen. Die bessere Robustheit, der etwas größere Griff und der neue Akku tragen dazu bei, dass die Alpha 6600 schwerer ist und 503 g statt 396 g auf die Waage bringt.

Gegenüber die Alpha 6500 bringt die Alpha 6600 auch einige ergonomische Verbesserungen mit.

Bild: Sony

Unverbindliche Preisempfehlung und Verfügbarkeit

  • Alpha 6100 (ILCE-6100) in Schwarz von Sony: 899,00 Euro
  • Alpha 6100 (ILCE-6100) Kit mit SEL-1650 in Schwarz und Silber: 
  • 999,00 Euro
  • Alpha 6100 (ILCE-6100) Kit mit SEL-1650 und SEL-55210 in Schwarz: 1249,00 Euro

Verfügbarkeit: ab Mitte Oktober 2019

 

  • Alpha 6600 (ILCE-6600) in Schwarz von Sony: 1.599,00 Euro
  • Alpha 6600 (ILCE-6600) Kit mit SEL-18135 in Schwarz von Sony: 1.999,00 Euro

Verfügbarkeit: ab Ende Oktober 2019

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