WestLicht. Schauplatz für Fotografie Wien – »Unter Wasser«
Vom 13. März bis 17. Mai 2026 öffnet das WestLicht. Schauplatz für Fotografie Wien seine Räume für eine der faszinierendsten Fotografieausstellungen des Frühjahrs: Unter Wasser nimmt Besucher:innen mit in die Welt der Meere, jenseits von Postkartenklischees über glitzernden Wellengang und Palmen.
Mit mehr als 120 Werken von rund 20 fotografischen Positionen spannt die Schau einen Bogen von historischen Pionieren der Unterwasserfotografie bis zu aktuellen, teils experimentellen Kunst‑ und Wissenschaftsprojekten.
Schon seit Beginn der Fotografie hat das Medium versucht, das Unsichtbare sichtbar zu machen – und kaum etwas liegt so weit jenseits des Alltagsblicke wie die Welt unter der Wasseroberfläche. Unter Wasser zeigt, wie Fotograf*innen seit Jahrzehnten mit speziellen Geräten, Tauchtechniken und ungewohnten Lichtverhältnissen experimentieren, um Korallenriffe, Meeressäuger, Mikroökosysteme und menschengemachte Eingriffe ins Bild zu setzen.
Neben Namen wie Hans Hass und Jean Painlevé, die die Unterwasserfotografie mit präzisen Bildwelten aus Biologie und Abenteuer definierten, treten zeitgenössische Künstler*innen wie David Uzochukwu, Manfred Wakolbinger oder Robertina Šebjanič, die das Meer als politischen und ökologischen Raum denken.
Der Ozean erscheint hier als Lebensraum, Wirtschaftsweg, Grenzraum für Migration und symbolischer Raum für globale Ungleichheiten – alles in Bildern, die ästhetisch faszinierend, zugleich aber auch wissenschaftlich und gesellschaftlich aufgeladen bleiben.
Für Wien ist Unter Wasser Teil des 25‑Jahre‑Jubiläumsprogramms von WestLicht und hängt thematisch eng mit anderen Schauen wie WORLD PRESS PHOTO und Projekten zu fotografischen Wahrheitsfragen zusammen.
Der Besuch lohnt sich besonders für Fotografieinteressierte, Naturfreund:innen, Klima‑Engagierte und alle, die sich fragen, wie ein Medium, das scheinbar nur „Fakten“ abbildet, gleichzeitig Mythen, Machtverhältnisse und Utopien formt.
13. Mai – 12:00 am – 14. Juni – 12:00 am