Polaroid Originals: OneStep+ Sofortbildkamera

Analoge Sofortbildkamera trifft auf clevere App
29.08.2018

Eine Polaroid, die sich mit dem Smartphone verbinden lässt? Die Neue von Polaroid Originals kann genau das! Wir stellen Ihnen die OneStep+ Sofortbildkamera samt App vor.

 

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OneStep+ Manual Mode Polaroid App

Für den "Manual Mode" müssen Sofortbildfotografen in die rote Menükarte der Polaroid-App swipen. Hier lassen sich diverse Einstellungen manuell anpassen.

© Polaroid Originals

Rund ein Jahr ist es her, da verkündete das Impossible Project seine Transformation zur Marke "Polaroid Originals" – und zelebrierte zugleich den 80. Geburtstag der Polaroidschen Firmengründung am 13. September 1937. Mit diesem Schritt wagte das Unternehmen rund um CEO Oskar Smolokowski einen Blick in die Zukunft. Das erklärte Ziel: die analoge Sofortbildfotografie für die moderne Ära neu erfinden. Hierfür verpasste man der Marke einen frischen, jugendlichen Anstrich und legte einen Kameraklassiker der 70er-Jahre neu auf: Aus der OneStep wurde die OneStep 2.

Frei nach dem Motto "More Ways To Play" präsentiert Polaroid Originals nun einen weiteren Nachfolger: Die OneStep+ kommt mit integriertem Bluetooth-Modul, wodurch sich die Kamera mit dem Smartphone verbinden und per App steuern lässt. Die dazugehörige App können Apple- sowie Android-Nutzer im App Store bzw. Play Store kostenlos herunterladen. Auf diese Art und Weise erweitert der Hersteller den kreativen Spielraum um clevere Funktionen.

Polaroid Originals: OneStep+ Videovorschau

 

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Polaroid App Noise Trigger

Die Neue von Polaroid Originals löst auch per Noise Trigger aus. Der Noise Trigger reagiert dabei nicht auf bestimmte Geräusche, die man zuvor abspeichert, sondern auf die Lautstärke, die man in der App einstellt.

© Harriet Browse | Polaroid Originals

Die Polaroid Originals OneStep+  Sofortbildkamera: analoge Technik mit smartem Potenzial

Das nostalgische Design der OneStep+ erinnert nach wie vor an den Klassiker der 70er-Jahre. Wer die Kamera offline nutzen will, wird sich über die neu verbaute Portraitlinse freuen: Diese wird über den roten Umschalter eingeschwenkt und bietet die Möglichkeit, Fotos aus einer Entfernung zwischen 30 und 90 cm zu schießen. Die Naheinstellgrenze der Standartlinse liegt nach wie vor bei 60 cm bis unendlich. Die Kamera verfügt – wie schon die OneStep 2 – über kleine LEDs, die Informationen über den Ladestatus der Kamera und des Blitzes liefern bzw. als Restbildanzeige dienen. Bei der herkömmlichen Nutzung kann der Bereich der Belichtungskorrektur zwischen +1 und -1 verstellt und der Blitz auf Wunsch deaktiviert werden. Wer mit dem Selbstauslöser arbeiten will, aktiviert diesen per doppelten Knopfdruck auf das kleine Plus zwischen Blitz und Linse.

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OneStep+ LEDs roter Umschalter Plus Knopf

Die Detailansicht der Polaroid Originals OneStep+ zeigt einige der LEDs, den Umschalter für die Portrait- bzw. Standardlinse und das +-Knöpfchen, mit dem sich die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone aktivieren lässt.

© Polaroid Originals

Apropos Knopfdruck! Der wahre Umfang an Funktionen zeigt sich nach einem einfachen Fingertip auf eben dieses kleine +-Knöpfchen: So verbinden sich Sofortbildkamera und Smartphone innerhalb weniger Sekunden und die dazugehörige App "Polaroid" offenbart vier Teilbereiche.

Die neue Polaroid-App im Überblick

  1. OneStep+
    Hier können sich Sofortbildfotografen richtig austoben:
    - Remote: Auslösen per Smartphone aus der Ferne 
    - Self Timer: Selbstauslöser, Countdown bis zwölf Sekunden
    - Double Exposure: Doppelbelichtungen anfertigen
    - Light Painting: Smartphone fungiert als Taschenlampe
    - Noise Trigger: Filmauswurf per Geräuschkulisse
    - Manual Mode: Nutzer erhält die volle Kontrolle  über Belichtungszeit, Blende, Blitzintensität und Filmauswurf.
    Praktisch: Ganz egal, wo man sich innerhalb dieser Kategorie befindet, eine kleine Anzeige unten rechts informiert stets überdarüber, ob Kamera und Telefon miteinander verbunden sind, wie viele Bilder verbleiben, ob die Kamera ausreichend geladen ist und ob man sich gerade im Portrait- oder Standardmodus befindet.
  2. Scanner
    Mit dem Scanner der Polaroid-App lassen sich Polaroids ganz einfach digitalisieren. Dabei kommuniziert die App mit dem Anwender per schriftlichen Befehlen in Ampelfarben:
    - Rot: "Move a bit closer."
    - Gelb: "It´s a bit dark in here.", "Use a more uniform background."
    - Grün: "Please, hold still." fordert Sie dazu auf, das Handy ruhig zu halten und die App zählt von drei runter, bevor das Sofortbild erfasst wird. Der Bildausschnitt wird dabei automatisch erkannt. Dieses lässt sich bei Bedarf zuschneiden, aufhellen, speichern oder direkt per WhatsApp, Instagram, Mail etc. teilen.
  3. My photos
    Hier werden die gescannten Bilder abgelegt.
  4. Inspiration
    Dieser Bereich ist der Content-Bereich der App. Hier finden sich Tipps, Tricks und Tutorials: Kleine How-to-Videos erklären die Handhabung der Kamera und nett illustrierte Karten, die von rechts nach links weitergeblättert werden können, geben hilfreiche Tipps zur Sofortbildfotografie im Allgemeinen. Außerdem findet man hier eine ganze Menge Inspiration in Form von Bildern anderer Sofortbildfotografen. Das Magazin informiert über Gewinnspiele und diverse andere Themen aus dem Kosmos von Polaroid Originals. Und wer möchte, kann sich von hier aus direkt zum Shop weiterleiten lassen.

Die Polaroid Originals OneStep+ ist ab September für rund 160 Euro im Handel verfügbar. Im Lieferumfang enthalten sind ein Tragegurt und ein USB-Ladekabel.

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Anne Schellhase

fM-Redakteurin Anne Schellhase kümmert sich um den Online-Bereich des Magazins und fotografiert leidenschaftlich analog. Sie ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie uns über unsere Social Media-Kanäle kontaktieren.

© Tamara Skudies

Eine erste Einschätzung: Das sagt fM-Redakteurin Anne Schellhase dazu

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die OneStep+ nicht großartig von ihrem Vorgängermodell, welche mich leider nicht vollends überzeugen konnte. Da bleibe ich lieber meiner alten Polaroid SX-70 Land Camera treu! Als Polaroid Originals uns dann vor einigen Wochen die OneStep+ präsentierte, wurde ich plötzlich sehr neugierig. Denn die Kombination aus Kamera und App bietet Möglichkeiten, mit denen die SX-70 eben nicht mithalten kann. Schon alleine die Option, eine Sofortbildkamera mit meinem iPhone 7 kombinieren zu können, fand ich so genial, dass ich Kamera samt App unbedingt ausprobieren wollte. Gesagt, getan.

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Fernauslöser Harriet Browse Remote Trigger OneStep+

Mit der Polaroid-App wird das Smartphone zum Fernauslöser. So kann bei Gruppenfotos künftig jeder mit aufs Bild!

© Harriet Browse | Polaroid Originals

Was mir als aller erstes positiv aufgefallen ist: Die App läuft. Bisher habe ich weder Abstürze erlebt noch sind andere Fehler aufgetreten, die mir den Spaß an der Bedienung nahmen. Ganz im Gegenteil ist die App klar strukturiert, sodass der Manual Mode easy zu bedienen ist und man schnell zu guten Ergebnisse gelangt, die über das hinaus gehen, was die Kamera im Offline-Modus mitbringt. Und überall dort, wo es eventuell mal kompliziert werden könnte, haben die Entwickler kleine Hinweise eingebaut, die Antworten liefern. Aus dem Content-Bereich lässt sich ebenfalls viel Hilfestellung, vor allem aber Inspiration ziehen. Dieser ist ebenfalls übersichtlich aufgebaut, sodass ich mich gerne dort umschaue. Die Portraitlinse kommt bei mir für Nahaufnahmen aller möglichen Motive zum Einsatz und ist – auch ohne App – eine sinnvolle Ergänzung.

Nicht minder beeindruckt bin ich vom Scanner. Dieser kam mir zwar aus der alten Impossible-App bekannt vor, wurde jedoch komplett überarbeitet und gefällt mir nun noch besser. Auch hier führen hilfreiche Bemerkungen zu guten Ergebnissen. Und das Beste: Ich kann eben diese direkt in meinen Social Media-Kanälen teilen, via Mail verschicken oder aber mit anderen Apps bearbeiten – was für mich persönlich den größten Nutzen darstellt. Wir haben hier also eine Sofortbildkamera mit großem Spaßfaktor, die zwar nicht den Charme einer SX-70, dafür aber eine solide Bildqualität abliefert, uns zu neuen Motiven und Experimenten auffordert und darüber hinaus Funktionen mitbringt, die vergleichbare Sofortbildkameras momentan noch vergeblich suchen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Anne Schellhase

Das jüngste Mitglied der fotoMAGAZIN Redaktion ist Anne Schellhase. Die studierte Sozialpädagogin fotografiert leidenschaftlich, vor allem analog, gerne als Lomographin - was in der Redaktion immer wieder zu interessanten Debatten führt. Anne kümmert sich um unseren Online-Auftritt und ist meist die Erste, die antwortet, wenn Sie auf dieser Seite kommentieren oder uns über Social-Media-Kanäle kontaktieren.