Vixen Polarie Star Tracker

15.01.2013

Sie wollen keine Sternenbahnen, sondern den Sternenhimmel fotografieren? Dann kann der Vixen Polarie zum Erfolg führen

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praktischen Kugelkopf von Velbon und angesetzter Digicam mit WW-Zoom

Den Sternenhimmel in seiner Pracht zu fotografieren ist aufwendig. Fernab vom Streulicht der Städte, in klaren, mondlosen Nächten erzielt man die besten Erfolge. Da selbst die hellsten Sterne vom Mond abgesehen längere Belichtungszeiten erfordern, muss die Kamera zur punktscharfen Abbildung mit der Justierung Erddrehung um die so genannte Polachse rotieren. Dies leistet der Polarie Star Tracker. Im Vergleich zu sperrigen Spezialteleskopen ist er bestechend handlich. Ansonsten benötigt man nur noch ein Stativ, einen zweiten Stativkopf (optimal: Kugelköpfe) und eventuell einen Fernauslöser. Der Aufbau ist einfach: Der Star Tracker 12wird wie gewohnt auf das Stativ und die Kamera mit dem zweiten Stativkopf an der abnehmbaren Plattform des Star Tracker montiert. Das integrierte Inklinometer und ein Kompass helfen beim Auffinden des Polarsterns, dessen Anvisieren allerdings durch das kleine Peilloch und das Justieren des Star Trackers viel Geduld erfordert. Je nach den Umständen (Stativhöhe, Körpergröße, Geländebedingungen etc.) kann das recht muhsam sein.

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Belichtungszeit ca. 8 min)

Aufwendiger Aufbau, gute Ergebnisse

Dieser Effekt wirkt noch stärker beim optional erhältlichen Polsucherfernrohr fur präzises Peilen. Zudem sind hier weitere diffizile Einstellungen vorzunehmen, das Okularbild ist spiegelverkehrt und um die eingeätzten Skalen besser zu erkennen, empfiehlt sich etwas Streulicht auf die Frontlinse zu lenken. Brillenträgern kann zudem die Sichtumstellung beim Ab- und Aufsetzen der Gläser zu schaffen machen. Ist alles eingestellt, gelingen recht ansprechende Aufnahmen.
Der Star Tracker bietet unter anderem zwei Modi zur Sternenfotografie: Halbe Geschwindigkeit, um Himmel und Umgebung gleichermaßen leidlich scharf abzubilden, oder Synchron fur scharfe Himmelsobjekte, dabei verwischt aber die Umgebung. Beides funktioniert recht gut, man darf aber keine knackscharfen Aufnahmen erwarten: Leichter Wind, thermisches Luftflimmern, Tau- oder Kondenswasser auf der Frontlinse sind Störfaktoren. Spitzenaufnahmen werden teils mit modifizierten Kameras erstellt und häufig wird in der Astrofotografie massiv nachbearbeitet.

 

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Belichtungszeit ca.

Fazit: Der Polarie Star Tracker macht seinen Job, ist aber ein hochpreisiges Zubehör fur Spezialisten. rg

INFO VIXEN POLARIE STAR TRACKER
Hersteller: Vixen Optics
Info und Vertrieb: www.vixen-europe.com
Preis: ca. 460 Euro; Polsucherfernrohr ca. 240 Euro
Energie: 2 x AA-Batterien bzw. NiMH-Akkus; externes Netzteil (mini-USB) optional
Tragfähigkeit: 2 kg
Abmessungen: 137 x 95 x 58 mm
Gewicht: 1740 g (ohne Batterien)

PRO: handlich, Verarbeitung, präzise Nachfuhrung, Eignung fur Nord- und Sudhemisphäre
CONTRA: Preis, teils schwierige JustierungErddrehung

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Robert Goriss