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Tele-Festbrennweiten Aufmacher
© Sigma, Angela Franke

Im Test: Tele-Festbrennweiten

Festbrennweiten mit 85 mm, 100 mm und 135 mm von Sigma, Sony und Zeiss
18.12.2017

Lichtstarke Tele-Festbrennweiten eignen sich nicht nur für Portraits, sondern auch für Reportagen oder Sport. Deshalb wundert es nicht, dass es vier neue Modelle für das Vollformat in Spiegelreflexen und Spiegellosen gibt. Drei Modelle buhlen direkt um die Gunst der Alpha-7- und Alpha-9-Fotografen

 

Mit Display

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Zeiss Batis 2,8/135 mm

Zeiss Batis 2,8/135 mm: ca. 2000 Euro

© Angela Franke

Das Batis 2,8/135 mm ist Zeiss‘ viertes AF-Objektiv für Sony E. Es wartet rein äußerlich mit fast Nichts auf – nur ein kleines Display ist vor dem Fokussierring zu entdecken. Obwohl ohne jegliche Tasten oder Schalter, lässt sich die Art seiner Display-Anzeige bedienen. Dazu muss (im manuellen Modus) der Fokussierring um 360 Grad über Unendlich hinausgedreht werden. Dann springt das Menü in die nächste aktive, am Rahmen erkennbare Einstellung um – Runde für Runde.

Wird kurz zurückgedreht, ist die ausgewählte Einstellung eingeloggt. Drehen über den Nahbereich hinaus erlaubt das Umschalten der Anzeige zwischen Metern und Fuß. Die sehr exakte Anzeige hilft bei der einen oder anderen fotografischen Anwendung und ist besonders bei Dunkelheit hilfreich.

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Zeiss Batis 2,8/135 mm Anzeige

Das innovative Display des Zeiss Batis zeigt die eingestellte Entfernung und die jeweilige Schärfentiefe, in Abhängigkeit von Entfernung und Blendeneinstellung

Der leidlich flott arbeitende Autofokus und der integrierte Bildstabilisator (mitsamt dem gegebenenfalls kameraseitig implementierten Sensor-Bildstabilisator) werden über das Kameramenü ein- und ausgeschaltet. Der Fokussierring steuert elektronisch die Schärfeneinstellung. Langsames Drehen erlaubt sanftes Verschieben der Schärfe, schnelleres ein sprunghaftes Versetzen der Schärfe. Das muss man mögen oder sich daran gewöhnen.

Eine tief mattierte Kunststoff-Streulichtblende wird mitgeliefert, die sich zum Transport auch verkehrt herum aufsetzen lässt. Dann verdeckt sie das Display; vielleicht ein cleverer Kniff von Zeiss, um die Nutzer daran zu erinnern, die Gegenlichtblende richtig herum anzubringen.

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Testbild Zeiss Batis 2,8/135 mm

Zeiss Batis 2,8/135 mm:
Bereits bei der Anfangsöffnung f/2,8 liefert das Batis eine extrem hohe Auflösung. Aufnahme mit f/2,8, 1/800 s und ISO 100 mit Sony Alpha 7R II

© Lars Theiß

Die Auflösungskurven verlaufen bei beiden Sensorgrößen sehr ähnlich – und beeindruckend. Bei der – vergleichsweise bescheidenen – Anfangsöffnung von Blende f/2,8 löst das Batis bereits extrem hoch auf und steigert sich sogar bei Blende f/4 noch etwas, um dann – bei APS etwas steiler – sanft abzufallen. Selbst bei Blende f/11 ist die Festbrennweite noch ausgezeichnet, bei APS macht sich dann die Beugung bemerkbar.

Aufgrund der Lichtstärke und Brennweite ist die Randabdunklung gut korrigierbar, was Zeiss auch gelungen ist. Im Vollformat ist sie aufgeblendet leicht sichtbar und abgeblendet sehr gut, dabei sehr natürlich. Sichtbar ist auch die kissenförmige Verzeichnung im Vollformat.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Redakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen weiteren Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.