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Panasonic Lumix LX100 II
Das Aluminiumgehäuse der LX100 II ist gut verarbeitet. Foto: © Panasonic

Im Test: Panasonic LX100 II

Im Vergleich mit den Highend-Kompakten von Canon und Sony
05.11.2019

Panasonics Lumix LX100 II, das Nachfolgemodell der Edelkompakten Lumix LX100 ist Ende 2018 auf den Markt gekommen. Wichtigste Neuerung: ein höher auflösenden Bildsensor. Den ausführlichen Test sehen Sie nun hier kostenlos online.

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Panasonic Lumix LX100 II schräg

Die Panasonic LX100 II hat eine Breite von 115 mm und ist 66,2 mm hoch. Preis: ca. 950 Euro.

© Panasonic

Obwohl sie schon über vier Jahre auf dem Buckel hat, belegt die LX100 in unserer Kompaktkamera-Bestenliste immer noch einen Platz in den Top-Ten. Trotzdem war es Zeit für ein Update, denn vor allem bei der Sensorauflösung war die Kamera mit effektiv 12,8 Megapixeln nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Äußerlich sieht man ihr die Neuerungen kaum an: Mit Ausnahme des Schriftzugs auf der Oberseite und des etwas größeren Griffs sind die Kameras identisch. Panasonic bietet die LX100 II allerdings nur noch in Schwarz und nicht mehr in Silber an (eine schwarzsilberne Variante ist von Leica erhältlich, siehe Technikforum). Das Objektiv ist unverändert: Es kommt das bewährte Leica DC Vario-Summilux 1,7-2,8/10,9-34 mm mit Bildstabilisator zum Einsatz, das 24 bis 75 mm im Vergleich zum Kleinbild abdeckt. Voraussetzung für die unveränderte Bauform ist auch, dass der fest verbaute Monitor die gleiche Größe hat: Die Diagonale beträgt nach wie vor 7,5 cm, die Auflösung wurde aber erhöht (1,24 statt 0,92 Millionen Punkte). Außerdem erlaubt er nun – wie bei allen aktuellen Panasonic-Kameras – eine konsequente Touch-Bedienung. Das AF-Messfeld lässt sich auch im Sucherbetrieb per Touchscreen verschieben, was angesichts des fehlenden Joysticks sinnvoll ist. Unverändert ist der Sucher, der zwar keine Spitzenwerte, aber eine ordentliche Qualität liefert: Vergrößerung 0,7x, Auflösung 2,76 Millionen Punkte. Monitor und Sucher können eine 3D-Wasserwaage anzeigen.
Bei der Bedienung setzt Panasonic wie bisher stark auf klassische Räder, nämlich einen Blendenring am Objektiv, ein Zeitenrad und ein Belichtungskorrekturrad. Vorsicht: Keines der Räder lässt sich sperren, im Test hat sich das Belichtungskorrekturrad beim Ver- oder Entpacken der Kamera mehrfach verstellt. Mechanische Hebel gibt es außerdem für das Seitenverhältnis (3:2, 16:9, 1:1, 4:3) und die Fokussierung (AF, Makro-AF, MF). Einen Blitz hat Panasonic nach wie vor nicht fest eingebaut, liefert aber einen kleinen Aufsteckblitz mit.

Die LX100 II kommt mit neuem Sensor

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Panasonic Lumix LX100 II back

Der 3,0-Zoll-Monitor erlaubt nun die Touch-Bedienung.

© Panasonic

Die wichtigste Neuerung ist wohl der Bildsensor. Er hat wie gehabt Four-Thirds-Größe (17,3 x 13 mm), löst nun aber, wie bei den aktuellen G-Systemkameras, brutto 21,77 Megapixel auf und kommt für eine maximale Schärfe ohne Tiefpassfilter aus. Von den knapp 22 Megapixeln werden aber – abhängig vom Seitenverhältnis – maximal 16,8 Megapixel genutzt. Der Grund: Das Objektiv leuchtet nicht den gesamten Sensor aus, der Crop-Faktor liegt daher auch nicht bei 2,0 (wie bei Micro-Four-Thirds-Systemkameras), sondern bei 2,2. Im Gegenzug ist es aber möglich, bei den Formaten 3:2, 4:3 und 16:9 die Bilddiagonale beizubehalten. Diese Multi-Aspekt-Technologie erhält also den vollen Weitwinkel, die Auflösung ändert sich dagegen:

  • • 4:3: genutzte Sensorfläche 15,7 x 11,8 mm, effektive       Auflösung 16,8 Megapixel.
  • • 3:2: 16,3 x 10,9 mm, 16,3 Megapixel.
  • • 16:9: 17,1 x 9,6 mm, knapp 15 Megapixel.

Wie von Panasonic gewohnt, kombiniert die Kamera einen mechanischen mit einem elektronischen Verschluss. Mechanisch lassen sich Zeiten bis zu 1/4000 s einstellen, aber erst ab f/4 im Weitwinkel und f/6,3 im Tele, bei offener Blende ist maximal 1/2000 s möglich. Umgehen lässt sich diese Limitierung durch den elektronischen Verschluss, der das lautlose Auslösen und Zeiten bis zu 1/16.000 s bei allen Blenden ermöglicht. Allerdings mit den üblichen Nachteilen: Blitzen ist nicht möglich, es können Verzerrungen durch den Rolling-Shutter entstehen und bei flackerndem Kunstlicht kann es zu Streifenbildungen kommen.

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.