fuji_xpro_3_s_a7_aufmacher.jpg

Fuji X-Pro3 und X-A7
Wir haben die Fujifilm X-Pro3 und X-A7 kurz nach Markteinführung für das fotoMAGAZIN 2/2020 getestet.
© fujifilm

Im Test: Fujifilm X-A7 und X-Pro3

Zwei für das X-System
19.03.2021

Das Einsteiger­modell Fujifilm X-A7 sowie die extravagante Highend-Kamera X-Pro3 im Praxis- und im Labortest. Plus: Vergleich mit anderen X-Kameras.

Fujifilm hat das wohl am besten ausgebaute spiegellose APS-C-System und erfreut sich bei anspruchsvollen Fotografen großer Beliebtheit, die kompakter unterwegs sein wollen als mit dem Vollformat. Dabei reicht das Angebot von den sucherlosen Einsteigermodellen der X-A-Serie bis hin zu mehreren Highend-Modellen. Ungewöhnlich ist, dass es gleich drei Spitzenmodelle mit unterschiedlicher Ausrichtung gibt (Stand Januar 2020). Die X-H1 ist für Fuji-Verhältnisse groß und bringt als einzige X-Kamera einen voluminösen Griff und eine Bildstabilisierung mit, womit sie sich besser als die anderen Modelle für den Einsatz mit langen und schweren Teleobjektiven eignet. Die X-T3 ist deutlich kompakter und leichter und – mit Ausnahme des fehlenden Bildstabilisators – hervorragend ausgestattet. Neu aufgelegt hat Fuji nun also das dritte Flaggschiff, die X-Pro3 – die mit ihrem Messsucher-Design und dem Motto „Pure Photography“ in besonderem Maße traditionsbewusste Fotografen ansprechen soll.

Für Retrofans und Straßenfotografen: Fuji X-Pro3

fujifilm-x-pro3_withcase_black_web.jpg

Fujifilm X-Pro3 schräg

Maße der X-Pro3 (B x H x T): 140,5 mm x 82,8 mm x 46,1 mm.

© Fujifilm

Fujis X-Pro-Serie im flachen Retro-Design war schon immer etwas Besonderes. Ihr wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist seit der ersten Generation der Hybrid-Sucher: Neben dem elektronischen bringen alle X-Pro-Modelle links oben einen optischen Sucher mit. Zwischen beiden kann der Fotograf schnell mit einem Hebel auf der Vorderseite umschalten. Der optische Sucher ist mit Leuchtrahmen ausgestattet, die grob den Ausschnitt markieren, der aufgenommen wird. Bei Zooms verändert sich der Ausschnitt mit der Brennweite, im Tele wird er notgedrungen sehr klein, da der Sucher selber nicht zoomt. In der X-Pro3 hat Fuji die Sucher überarbeitet. So wurde vor allem der elektronische verbessert: Er stellt jetzt 3,69 statt 2,36 Millionen Punkte dar, besitzt ein kontrastoptimiertes OLED-Panel (statt LCD) und ist auch etwas größer (Vergrößerung im Vergleich zum Kleinbild 0,66- statt 0,59fach). Der optische Sucher ist dagegen ein wenig kleiner geworden (Vergrößerung 0,52- statt 0,6fach). Die wichtigsten Belichtungsinformationen werden auch hier eingeblendet. Unangenehm ist, dass das Objektiv grundsätzlich in den optischen Sucher hineinragt – spätestens bei Teleobjektiven stört das so stark, dass der elektronische Sucher auf jeden Fall die bessere Wahl ist. Wie schon bei der Vorgängerin lässt sich übrigens in das optische Sucherbild ein kleines elektronisches Fenster einblenden. Dieses kann beispielsweise bei der manuellen Fokussierung sinnvoll sein (eine Kantenmarkierung alias Peaking ist möglich) oder als Vorschau auf die gewählte Filmsimulation. Der optische Sucher bringt übrigens auch Einschränkungen beim Autofokus mit sich: Die Gesichts- und Augenerkennung funktionieren hier nicht.

fujifilm-x-pro3_back_variangle_black_web.jpg

Fujifilm X-Pro3 back

Der Hauptmonitor der X-Pro3 lässt sich erst nutzen, wenn er nach unten ausgeklappt wird.

© Fujifilm

Für die größten Kontroversen dürfte das neue Monitorkonzept sorgen, mit dem Fuji das Retro-Prinzip auf die Spitze getrieben hat. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die X-Pro3 sei eine analoge Kamera, denn auf der Rückseite sieht man zunächst nur ein virtuelles Filmfenster, das standardmäßig die gewählte Filmsimulation, den ISO-Wert und den Weißabgleich anzeigt (was hier dargestellt wird, lässt sich in den Tiefen des Menüs ändern). Die Anzeige bleibt auch beim Ausschalten der Kamera erhalten und erlischt nur, wenn der Akku aus der Kamera genommen wird. Der normale 3,0-Zoll-Rückseitenmonitor kommt erst zum Vorschein, wenn man ihn nach unten ausklappt – der maximale Klappwinkel beträgt 180 Grad. Ein Schwenken zur Seite ist nicht möglich und damit auch keine Selbstportraitposition. Schwerer wiegt, dass man den Monitor zur Bildwiedergabe umständlich ausklappen muss. Neu ist die Touchscreen-Bedienung mit den üblichen Funktionen. Auch das Quickmenü ist berührungssensitiv, ausgenommen ist lediglich das Hauptmenü. Sowohl Sucher als auch Monitor zeigen auf Wunsch eine Wasserwaage an.
Das kombinierte Zeiten- und ISO-Rad hat Fuji von der X-Pro2 übernommen und die Blende kann bei den meisten Objektiven mit einem Ring gesteuert werden. Natürlich lassen sich Blende und Zeit auch mit dem vorderen und hinteren Einstellrad regeln. Das ist schon deshalb notwendig, weil das Zeitenrad nicht alle Einstellungen abdeckt. Die Schritte sind vor allem bei längeren Zeiten recht grob und beginnen bei 1/8000 s, der kürzesten mechanischen Verschlusszeit. Der elektronische Verschluss ermöglicht aber kürzere Zeiten (bis zu 1/32.000 s) und natürlich auch das lautlose Auslösen. Weitere Bedienelemente sind das – leider nicht gegen ein versehentliches Verstellen sperrbare – Belichtungskorrekturrad, ein Joystick und mehrere Funktionstasten. Weggefallen gegenüber der X-Pro2 ist der 4-Wege-Controller, dessen Funktionen sich aber auf dem Touchscreen nachbilden lassen. Tadellos ist die Verarbeitung des Magnesiumgehäuses mit Titanium-Finish: Die Kamera macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ist gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt. Für 200 Euro Aufpreis (ca. 2100 statt 1900 Euro) bietet Fuji übrigens eine Variante mit besonders harter Duratect-Beschichtung an.

Verbesserte Ausstattung mit 4K

fujifilm-x-pro3_top_lens_web.jpg

Fujifilm X-Pro3 top

Das Bedienkonzept der X-Pro3 ist traditionell. Belichtungszeit und ISO werden über ein kombiniertes Rad eingestellt, die Blende kann an den meisten Objektiven mit einem Ring eingestellt werden.

© Fujifilm

Wenig auszusetzen gibt es an der Ausstattung der X-Pro3. Weiterentwickelt hat Fuji die Mehrfachbelichtungen. So lassen sich nun bis zu neun Aufnahmen kombinieren und der Fotograf hat die Wahl zwischen verschiedenen Arten der Belichtungskombination („Additiv“, „Durchschnitt“, „Hell“ und „Dunkel“). Neu ist der HDR-Modus, der sich in drei Stufen einstellen lässt. Bei den Filmsimulationen hat Fuji „Klassisch Schwarz“ (englisch „Classic Negativ“) ergänzt, die für kräftige Farben und eine harte Gradation sorgt. Der Filmkorneffekt kann jetzt nicht nur in der Stärke, sondern auch in der Größe des Korns geregelt werden. Bei den monochromen Filmsimulationen lassen sich nun Tönungen einstellen und auch beim Color-Chrome-Effekt, der Farben dunkler und damit kräftiger darstellt, ist eine Option für Blau hinzugekommen – praktisch beispielsweise für Aufnahmen mit blauem Himmel. Bei den Bildeinstellungen hat Fuji eine Option für Klarheit ergänzt. Diese beispielsweise aus Photoshop oder Lightroom bekannte Einstellung regelt den Mikrokontrast. Erfreulich ist, dass alle Einstellungen auch nach der Aufnahme im Kamera-internen Raw-Konverter angewendet werden können.

fujifilm_x-pro3_back_black-film_web.jpg

Fujifilm X-Pro3 back

Bei eingeklapptem Monitor zeigt ein kleines Sub-Display die gewählte Filmsimulation, Weißabgleich und ISO an.

© Fujifilm

Angesichts der Tatsache, dass die X-Pro3 mit „Pure Photography“ vermarktet wird, überraschen die starken Videofunktionen. So nimmt die Kamera 4K ohne Crop sowohl im Cinema-Format mit 17:9 (4096 x 2160 Pixel) als auch in 16:9 (3840 x 2160 Pixel), mit bis zu 30p und üppiger Datenrate von maximal 200 Mbits/s auf – allerdings ist 4K auf 15 Minuten pro Clip begrenzt. Noch besser ist nur die X-T3, die 4K/60p beherrscht. Mit Full-HD-Auflösung schafft die X-Pro3 standardmäßig 60p, im Zeitlupenmodus 120 fps, was einer 5fachen Zeitlupe bei der Wiedergabe mit 24p entspricht. Sogar eine logarithmische Gammakurve (F-Log) lässt sich anwenden und natürlich steht die Eterna-Filmsimulation mit Kino-Look zur Verfügung. Für den guten Ton gibt es einen Mikrofoneingang – die 2,5-mm-Klinkenbuchse dient gleichzeitig zum Anschluss eines Fernauslösers. Weitere Funktionen der X-Pro3 sind Intervallaufnahmen, AF-C-Presets für unterschiedliche Sport- bzw. Bewegungsarten und zwei SD-Kartenlaufwerke, welche die schnellen UHS-II-Speicherkarten unterstützen. Der Akku liefert Strom für 370 Aufnahmen und lässt sich per USB laden. Fuji liefert übrigens bei beiden neuen Kameras nur ein USB-C-Kabel und keinen Ladeadapter geschweige denn ein Ladegerät mit.

fuji_x_pro3_provia_chrome_black.jpg

Aufnahme mit Fuji X-Pro3

Neu bei der X-Pro3 ist die Filmsimulation „Klassisch Schwarz“ (rechts), hier im Vergleich mit der Standardeinstellung Provia (links).
Kamera: Fujifilm X-Pro3, Objektiv: XF 2/35 mm, Einstellungen: f/2, 1/60 s, ISO 200.

© Andreas Jordan

Aus dem Labor

Die X-Pro3 ist – wie schon die X-T3 und X-T30 – mit dem relativ neuen 26-Megapixel-Xtrans-Sensor ausgestattet. Im JPEG-Labortest erreicht sie mit dem Referenzobjektiv XF 2,4/60 mm Macro in den unteren ISO-Stufen (160 und 200) hervorragende Wirkungsgrade von über 90 Prozent. Bis ISO 1600 bleibt die Auflösung hoch (gut 86 % Wirkungsgrad), bricht bei ISO 3200 und 6400 dann aber deutlich ein – etwa auf das Niveau der X-Pro2 mit 24-Megapixel-Sensor. Bildrauschen und Dynamikumfang fallen geringfügig schlechter aus als bei der Vorgängerin. Deutlich verschlechtert hat sich die Ausgangsdynamik, also die Umsetzung der Tonwerte in Bild. Die X-Pro2 hatte gut 254 Tonwerte geschafft, die X-Pro3 nur gut 248. Unter dem Strich schneidet die X-Pro3 bei der Bildqualität etwas schlechter ab als ihre Vorgängerin – eine Tendenz, die wir auch schon bei den anderen Kameras mit dem neuen 26-Megapixel-Sensor beobachtet hatten.

Für Einsteiger und Selbstportraitisten: X-A7

fujifilm_x-a7_dark_silver_front_web.jpg

Fujifilm X-A7 front

Die X-A7 ist in Silber und – wie hier – in Dunkel-Silber erhältlich.

© Fujifilm

Fujis neues Einsteigermodell in das X-System unterscheidet sich schon äußerlich deutlich von der X-Pro3 und anderen höherwertigen Kameras des Herstellers. So fehlen dem Kunststoffgehäuse die üblichen Belichtungskorrektur- und Zeitenräder genauso wie der Sucher. Stattdessen hat Fuji einen großen und hochauflösenden 16:9-Monitor verbaut, der sich seitlich ausklappen lässt und nicht nur zu Selfies einlädt, sondern auch als Bedienzentrale dient. Neben dem üblichen Auswählen des AF-Bereichs und dem Auslösen steht hier das sogenannte Smart-Menü zur Verfügung: Über kleine Symbole lassen sich beispielsweise die Belichtungskorrektur, der Weißabgleich, die Filmsimulation, ein Weichzeichnungsfilter für die Haut und sogar die Blende („Schärfentiefe“) steuern. Eine nette Spielerei ist die Vorschaufunktion für die Filmsimulation oder die Filtereffekte. Die Kamera teilt den Monitor dabei und stellt zwei Einstellungen nebeneinander dar. Die Größe der beiden Bereiche lässt sich mit dem Finger gegeneinander verschieben. Eine herkömmliche Bedienung ohne Touchscreen ist auch möglich. Hierfür bringt die Kamera zwei Einstellräder, eine Funktions- und eine Drive-Taste sowie einen Joystick mit. Schon für den Aufruf des Quick-Menüs muss der Fotograf aber das Q-Symbol auf dem Monitor bemühen. Wie bei der X-Pro3 erfolgt das Umschalten in den Videomodus etwas umständlich über die Drive-Taste.

fujifilm_x-a7_silver_toplens_web.jpg

Fujifilm X-Pro3 top

Anders als die X-Pro3 hat die X-A7 ein Programmwahlrad. Der große Monitor ist voll flexibel und lässt sich für Selfies nutzen.

© Fujifilm

Nicht jedermanns Geschmack dürfte das 15-45-mm-Powerzoom-Kitobjektiv sein, das aufgrund der motorischen Übersetzung etwas schwammig reagiert. Vorteil: Bei der Videoaufnahme erfolgt die Brennweitenverlagerung weich, leise sowie ohne Ruckeln und auch das ferngesteuerte Zoomen per Smartphone-App ist möglich.

Flüssiges 4K

Verbesserungen beim Video gehören wohl zu den wichtigsten Neuerungen der X-A7. Die Vorgängerin X-A5 nahm zwar schon 4K (3840 x 2160 Pixel) auf, aber nur mit 15p, was für eine flüssige Darstellung nicht reicht. Nun sind also 30p, 25p oder 24p mit gut 100 Mbit/s möglich, lobenswerterweise ohne horizontalen Crop – erst der digitale Bildstabilisator beschneidet das Bild zwangsläufig ein wenig. Die Clip-Länge ist wie bei der X-Pro3 bei 4K auf 15 Minuten beschränkt, in Full-HD (maximal 60p) zeichnet die Kamera bis zu 30 Minuten auf. Auf dem großen 16:9-Monitor wirkt das 4K-Video besonders beeindruckend und auch die Schärfeverlagerung per Touch ist möglich. Problemlos erkennt der Autofokus auch im Videomodus Gesichter und Augen. Deutlich schlechter als in der X-Pro3 ist der Zeitlupen-Modus. Die Auflösung ist hier auf die kleine HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) und die maximale Bildwiederholrate auf 100 fps (4fach Zeitlupe bei der Wiedergabe in 25p) beschränkt. Für die Tonaufzeichnung steht neben dem internen Mikro eine 2,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss eines externen Mikrofons zur Verfügung.
Der elektronische Verschluss der Kamera lässt sich nicht nur für Videos, sondern auch für Fotos nutzen – zum einen um die minimale Verschlusszeit von 1/4000s auf 1/32.000 s zu reduzieren, zum anderen um lautlos auszulösen. Nicht fehlen dürfen auch bei dem Einsteigermodell von Fuji die Filmsimulationen (im Gegensatz zur X-Pro3 fehlt das neue „Klassisch Schwarz“), die sich auch nachträglich mit Hilfe des integrierten Raw-Konverters anwenden lassen. Nur während der Aufnahme kann der Fotograf Filter-Effekte wie Miniatur, Farbauszüge oder Sternchenfilter auswählen. Die sonstige Ausstattung kann sich sehen lassen. Dazu zählen Doppelbelichtungen, eine Vorschau auf Langzeitbelichtungen, beispielsweise für das Lightpainting, HDR-Aufnahmen, Intervallaufnahmen, Zeitraffervideos, Peaking-Unterstützung bei der manuellen Fokussierung und Schwenkpanoramen.

Aus dem Labor

fujifilm-x-a7_silver_variangle_web.jpg

Fujifilm X-A7 silber

Der große Monitor der X-A7 ist voll flexibel und lässt sich für Selfies nutzen.

© Fujifilm

Im Testlabor haben wir die Auslöseverzögerung mit Einzelautofokus und dem Kitobjektiv 3,5-5,6/15-45 mm OIS ermittelt: Mit ca. 0,3 s ist die X-A7 ausreichend schnell und besser als ihre Vorgängerin. Im Serienmodus haben wir 6 Bilder/s gemessen, wobei die Kamera den Autofokus nachführen kann. Das ist für eine Einsteigerkamera ein sehr guter Wert, allerdings ist die Länge der Serie deutlich eingeschränkt: Bereits nach 11 JPEGs oder 4 Raws wird die X-A7 langsamer.
Der herkömmliche CMOS-Sensor der neuen Fuji-Kamera liefert im Zusammenspiel mit dem Referenzobjektiv 2,4/60 mm Macro mittelmäßige Auflösungsergebnisse, die recht deutlich hinter die X-Pro3 zurückfallen. Der maximale Wirkungsgrad liegt bei rund 83 %. Schon bei ISO 400 fällt er unter die 80 %, ab ISO 3200 sogar unter 70 %. Das Rauschverhalten ist dagegen hervorragend und sogar besser als bei der X-Pro3, was einem kräftigeren Rauschfilter zu verdanken sein dürfte. Auch die Eingangsdynamik erreicht mit bis zu 9 Blendenstufen sehr gute Werte.

aufnahme_mit_fuji_x_a7_mini_upright.jpg

Aufnahme mit Fuji X-A7

Beide Kameras bringen den beliebten Miniatureffekt mit, der eine selektive Schärfe erzeugt und die Farbsättigung anhebt.
Kamera: Fujifilm X-A7, Objektiv: XC 3,5-5,6/15-45 mm, Einstellungen: 23 mm (KB), f/3,5, 1/25 s, ISO 400.

© Andreas Jordan

FAZIT

Die beiden neuen Kameras markieren die Extreme des X-Systems von Fujifilm und sprechen damit völlig unterschiedliche Fotografentypen an. Natürlich schneidet am Ende die fast dreimal so teure X-Pro3 besser ab – vor allem in Bezug auf Ausstattung und Geschwindigkeit.
Die beste Kamera im X-System ist nach unseren Tests allerdings nach wie vor die X-H1 mit integriertem Bildstabilisator. Sie ist außerdem zurzeit sehr günstig erhältlich. Wem sie zu groß ist, der kann zur knapp zweitplatzierten X-T3 greifen – oder auf eine X-T4 warten, die den Gerüchten zufolge ebenfalls einen Bildstabilisator mitbringen könnte. Der X-Pro3 kommt im X-System wohl eher die Rolle eines interessanten Nischenmodells für eine kleine Zielgruppe zu.

Hier gelangen Sie zum Download der Tabelle mit allen Ergebnissen aus unserem Test (Fujifilm X-A7, Fujifilm X-T100, Fujifilm X-T30, Fujifilm X-H1, Fujifilm X-T3, Fujifilm X-Pro3).

Labormessungen: Anders Uschold

_______________________

Dieser Test ist in unserer Ausgabe fotoMAGAZIN 2/2020 erschienen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.