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Sony RX10 III
Viel Zoom: Die RX10 III mit 2,4-4/24-600 mm Objektiv. Bild: © Sony

Die Ergebnisse aus unserem Sony RX10 III Lesertest

Testurteile aus Lesersicht
16.08.2017

Vier fM-Leser haben knapp zehn Tage lang Sonys Bridge-Kamera RX10 III testen können. Die höchste Punktvergabe gilt unter anderem dem 25fachen optischen Zoom

 

Rolf Heymanns

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Portrait Rolf Heymanns

Der im Ruhrgebiet lebende Rolf Heymanns fotografiert am liebsten nachts. Doch zum Kameratest war er auch tagsüber für uns unterwegs

© Rolf Heymanns

"Vor kurzer Zeit hatte ich schon von der Sony RX10 III gelesen. Diese Kamera machte mich neugierig und ich überlegte, ob ich mir sie nicht zulegen sollte. Das habe ich bis heute noch nicht getan. Daher freut es mich sehr, diese Kamera nun testen zu dürfen.

Als mir die RX10 III zugestellt wurde, habe ich sofort den Akku geladen, Tragriemen angebracht und mit einer Speicherkarte versehen. Schon konnte ich die ersten Fotos machen. Die Kamera fühlt sich wertig an und liegt durch den ausgeprägten Griff sehr gut in der Hand – wie gemacht für meine Hände. Da sie einen sehr großen Brennweitenbereich abdeckt war es nicht anderes zu erwarten, dass sie kein Leichtgewicht ist. Besonders gefällt mir, dass der Brennweitenbereich bis 600 mm (auf Kleinbild gerechnet) geht. Das ist quasi das Rundumsorglospaket für die Reisefotografie. Einen Kritikpunkt hätte ich aber, und zwar vermisse ich ein externes Ladegerät, welches nicht mitgeliefert wird. Die Blende über einen Blendenring zu steuern finde ich sehr praktisch, da man beim Fotografieren eh immer eine Hand am Objektiv hat. Den ISO-Wert kann man sowohl über das Menü als auch über ein Quickmenü einstellen. Noch besser wäre es in meinen Augen, wenn es hierfür ein Einstellrad geben würde. Nur wäre die Frage, wohin damit?

Die meisten Menüpunkte sind selbsterklärend. Und die Punkte, die im ersten Moment unverständlich sind, lassen sich im Handbuch, das es nur online gibt, nachlesen. Leider ist der Downloadlink für das Handbuch sehr versteckt.
Die Belichtungsmessung funktioniert meistens sehr genau. Selten war sie zu dunkel oder zu hell. Das lag aber teilweise auch daran, dass ich die Kamera  nicht umgestellt hatte auf Spot- oder Mittenbetonte Messung. Seit vielen Jahren fotografiere ich meistens auch mit der Bracketing-Funktion um etwaige Ausrutscher damit auszugleichen. Auch hier werden die Fotos in schneller Folge geschossen.
Das Display ist groß genug und sehr gut lesbar. Und die wichtigsten Informationen werden auch eingeblendet. Sehr schön ist auch die integrierte Wasserwaage.
Der elektronische Sucher ist schön groß, gut aufgelöst und sehr hell. Bis Blende 5 läuft das Bild im Sucher ganz geschmeidig beim Schwanken. Ab Blende 6 ruckelt das Bild dann bei Schwenks. Ich persönlich konnte damit aber sehr gut leben.

Der Autofokus arbeitet sehr flott in den kürzeren Brennweiten und der Fokus sitzt auch da, wo man in ausgewählt hat. Am langen Ende braucht der Autofokus schon ein bisschen Zeit bis er fokussiert hat. Das könnte gerne etwas schneller gehen. Da gibt es trotzdem aus meiner Sicht nichts zu meckern.
Das Menü gefällt mir ausgezeichnet. In meinen Augen ist das die beste Menüstruktur, die ich bisher kennen gelernt habe. Hier kann man einfach von vorne bis hinten durchblättern, falls man nicht mehr weiß wo sich der gesuchte Menüpunkt genau befindet. Man hat hier keine Struktur mit Unter- und Unteruntermenüs zwischen denen man hin- und her schalten muss, wie es sonst oft üblich ist.

Die Bildqualität ist sehr gut, auch im Telebereich. Da bin ich angenehm überrascht. Am langen und kurzen Ende macht sich an den Rändern etwas Unschärfe bemerkbar. Das ist aber sehr moderat und grundsätzlich nicht störend, jedenfalls für meine Motive.

Die Akkuleistung ist sehr gut. Ich habe an keinem der Tage den Akku leer fotografiert. Auch geht der Ladevorgang in einer überschaubaren Zeit.
Die Filmfunktion habe ich keiner genaueren Betrachtung unterzogen, da mein Augenmerk nur der Fotografie gilt. Und dafür hat ja die Sony RX10 III jede Menge Funktionen zu bieten.

Eine besondere Funktion würde ich mir aber noch wünschen:

Ich vermisse eine Fokus-Bracketing-Funktion
für die Makrofotografie.

Mein Fazit:

Ich bin begeistert von der Kamera. Sie liegt gut in der Hand und die Bildqualität ist sehr gut. Die beste Funktion für mich ist, dass die Kamera einen so großen Brennweitenbereich mit dem 1-Zoll-Sensor abdeckt. Jedoch fängt sie auf Grund des kleinen Sensors auch sehr schnell an zu rauschen. Aber das ist nun mal dem kleinen Sensor geschuldet. Mit der RX10 III zu fotografieren macht jedenfalls einfach nur Spaß. Und sie wäre sicher ein guter Reisebegleiter."

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Ricarda Szola

Ricarda Szola gehört bereits seit 2003 zum Team der fotoMAGAZIN Redaktion. Die Medienfachwirtin hat jahrelange Erfahrungen im Agentur-, TV- und Verlagswesen. Sie verantwortet u. a. die Lesergalerie, koordiniert Wettbewerbe und Aktionen und ist beteiligt an der Gestaltung des Online-Auftritts.