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Sony RX10 III
Viel Zoom: Die RX10 III mit 2,4-4/24-600 mm Objektiv. Bild: © Sony

Die Ergebnisse aus unserem Sony RX10 III Lesertest

Testurteile aus Lesersicht
16.08.2017

Vier fM-Leser haben knapp zehn Tage lang Sonys Bridge-Kamera RX10 III testen können. Die höchste Punktvergabe gilt unter anderem dem 25fachen optischen Zoom

Markus Groiß

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Portrait Markus Groiß

Der in Ismaningen lebende Markus Groiß ist ein Outdoor Fan. Hier fotografiert er gerne Landschaften und die Alpen. Als Blogger für www.essentials-blog.com macht er auch Food- und Makro-Aufnahmen

© Markus Groiß

"Die RX-10 III ist die erste Bridge-Kamera von Sony, die ich in den Händen halte. Auch deswegen freue ich mich schon seit Tagen auf den Test und den damit verbundenen Blick über den Tellerrand. Die Daten des Geräts sind vielversprechend: 25-facher Zoom und damit 600 mm in Kleinbildrechnung kombiniert mit einem 1“-Sensor und einer Lichtstärke von f/2,4-4 haben mich mehr als nur neugierig gemacht. Diese Features möchte ich zuallererst testen, die Videofunktionen (4K und bei Slow-Motion bis zu 1000 FPS) habe ich mir für den zweiten Teil des Testzeitraums vorgenommen."

Unboxing, Setup und erste Gehversuche
"Mein erster Eindruck ist sehr positiv – nichts anderes habe ich von Sony erwartet: zwar ist die Kamera kein Leichtgewicht, sie liegt dafür aber sehr gut in der Hand und ist ebenso top verarbeitet. Die Anschlüsse sitzen gut, die Einschaltzeit der Kamera ist flott und alle meine Speicherkarten sind kompatibel. So muss das sein!
Nach dem recht unkomplizierten Setup habe ich zunächst leichte Probleme bei der Umstellung von meiner eigenen Kamera: Viele Funktionen sind anders, was eine gewisse Einarbeitung verlangt."

Den Aufbau der WLAN-Verbindung empfinde
ich als besonders hakelig.

So benötigt die Sony-App verbindlich einen QR-Code der Kamera, der aber nicht auf dieser (oder der Verpackung) aufgedruckt, sondern nur in deren Menü zugänglich ist. Im Menü selbst sind alle Funktionen und Optionen schnell auffindbar; ein manches Mal würde ich mir jedoch einen Touchscreen auf dem kippbaren Display wünschen.

Gleichzeitig stoße ich auf viele Features, durchdachte Kleinigkeiten, die mir gleich zu Beginn die Bedienung erleichtern. Ein Beispiel: den Ansichtsmodus kann ich neben dem Display auch über den Sucher betrachten. Das ist insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung von Vorteil. Hier ist die Ansicht im Sucher dem Display weitaus überlegen. Recht schnell nutze ich nur noch die Ansicht über den Sucher. An solche Convenience-Funktionen der Kamera gewöhnt man sich sehr schnell. Hierzu zähle ich auch die eingeblendete Wasserwage, die ich nicht mehr missen möchte.
Etwas mehr Anlauf benötige ich für Blendeneinstellung und manuellen Fokus. Beide Funktionen werden über separate Ringe direkt am Objektiv bedient. Besonders die Tatsache, dass die Blende über den Blendenring am Objektiv reguliert wird, ist für mich komplett neu und gewöhnungsbedürftig. Nach einer Eingewöhnungszeit gefällt mir die Einstellung jedoch immer besser. Auch vom manuellen Fokus, der über einen weiteren Fokusring am Objektiv bedient wird, bin ich anfangs etwas irritiert. Ein schnelles Umschalten und Scharfstellen des Fokuspunktes gelingt mir nicht. Beide Einstellungen kombiniert mit unattraktiven Lichtverhältnissen sind Gründe, wieso ich mit meinen ersten Ergebnissen etwas unzufrieden bin. Also warte ich auf besseres Licht und setze mich derweil intensiver mit der Kamera auseinander. Dabei gefällt mir, dass Sony ein gedrucktes Handbuch mitliefert (leider mittlerweile alles andere als üblich) und dieses insbesondere die durchaus spezifischen Features gut erklärt."

Probleme abgehakt: Die ersten guten Bilder
"Das Handbuchstudium zahlt sich aus. Bei meinem zweiten Anlauf entsteht eine Reihe sehr schöner Indoor-Makro-Sshots. Ich ertappe mich dabei, primär den Autofokus zu nutzen – zu wenig intuitiv ist für mich die Justierung des manuellen Fokus, zu gut funktioniert der Autofokus im Regelfall. Ausnahmen zeigen sich bei sehr unruhigen Makros sowie im Telebereich. Hier zögert der AF etwas, bevor er scharf stellt. Bei komplexen Objekten hat die Kamera im AF-Modus manchmal Mühe, das richtige Objekt zu fixieren.

Mit zunehmender Erfahrung mit der Sony RX-10 III traue mich nun auch an schlechtere Lichtverhältnisse und damit höhere ISO-Bereiche ran und schieße immer zuverlässiger gute Bildserien. Der Akku bleibt mir dabei lange erhalten, ich konnte mehrere hundert Bilder im ARW-Modus schießen. Das ist besonders von Vorteil, da dieser nur über das Gerät geladen werden kann und kein externes Ladegerät beiliegt. Im Lademodus bleibt die Kamera also offline."

Längere Videoshootings benötigen auf jeden Fall
einen Ersatzakku.

Das Zeiss-Objektiv
"Man kann es gar nicht anders sagen: das Zeiss-Objektiv ist über nahezu jeden Zweifel erhaben. Die Bandbreite des Objektives ist für jede Anwendung geeignet. Etwas kritischer könnte es höchstens im Brennweitenbereich um die 100 mm werden. Hier kann die Kamera nur eine Offenblende von f4 sicherstellen, die sie dann aber bis 600 mm hält. Bei dieser Abbildungsleistung und Schärfe des Objektives bleiben keine Wünsche mehr offen. Für mich war das Objektiv definitiv das Highlight des Tests und dafür verantwortlich, dass ich auch im Alltag Bilder schießen konnte, für die ich mit meiner bisherigen DSLR eine sehr umfangreiche Ausrüstung hätte mitführen müssen. Ich bin immer wieder überwältigt vom Zoom und habe großen Spaß daran, Objekte heranzuzommen, die ich sonst niemals hätte abbilden können."

Hohe Alltagstauglichkeit und tolle Videofunktionen
"Lästige Objektivwechsel werden mit der Sony RX10 III überflüssig. Auch deshalb ist die Kamera mittlerweile mein fester Begleiter. Ausschuss produziere ich kaum noch. Im  AF-C-Modus komme ich bei einer Sportveranstaltung auf recht actionreiche Bilder; der Autofokus bleibt dabei auch immer auf dem Objekt, beispielsweise bei Flugzeugen oder Vögeln. Hier ist die Kamera weitaus stärker, als ich dies von ihr erwartet hätte. Mit großen Erwartungen ging ich an die Videotests. Die Funktion, Windgeräusche zu reduzieren, wird insbesondere outdoor zu einer vielgenutzten Option. Die Videos, die ich dabei erstellt habe, sind bombenscharf und auch im 4K-Modus ohne Aussetzer gefilmt. Der Zoom über den Ring geht dabei butterweich und macht einem das Filmen leicht."

Mein Fazit

Die Sony RX-10 III ist eine sensationell gute 1-Zoll-Chipkamera. Die Bandbreite dieser Kamera im Foto- und im Videomodus ist riesig und macht die Sony zu einem tollen Begleiter für viele Anlässe. Besitzer der Kamera werden nach etwas Eingewöhnung immer öfter ihre DSRL-Ausrüstung zu Hause lassen.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Ricarda Szola

Ricarda Szola gehört bereits seit 2003 zum Team der fotoMAGAZIN Redaktion. Die Medienfachwirtin hat jahrelange Erfahrungen im Agentur-, TV- und Verlagswesen. Sie verantwortet u. a. die Lesergalerie, koordiniert Wettbewerbe und Aktionen und ist beteiligt an der Gestaltung des Online-Auftritts.