Die Ergebnisse aus unserem Lesertest Rollei-Filter

Fünf Leser haben getestet – in Filterlaune
02.09.2016

Die freiwilligen Tester wurden mit einem kompletten Filter-Set von Rollei ausgestattet und haben uns ihre Erfahrungen mitgeteilt und Testbilder zur Verfügung gestellt.

 

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Rollei Filter-Halter-Set

Das Rollei Filter-Halter Set hier mit 100er und Soft GND8 Filter

© Rollei

Das Test-Set bestand aus einem Filterhalter 100 mm mit Polfilter und entsprechenden Adapterringen (62, 67, 72 und 77 mm), Neutraldichtefilter ND 512, Grauverlaufsfilter GND8, Soft GND8, einem Grauverlaufsfilter Reverse GND8 und einer Aufbewahrungstasche. Vier Wochen lang wurden die unterschiedlichen Filter für Aufnahmen unserer Tester Ekkehard Retelsdorf, Heike Winter, Axel Matthies, Robert Queck und Werner Spachmüller eingesetzt.

Für ihren Test und die entsprechende Auswertung haben sie sich viel Mühe gegeben.
Hier die Ergebnisse:

Heike Winter war es wichtig, im Test herauszufinden, ob der Einsatz eines Verlaufsfilters von Vorteil ist, oder ein Polfilter ausreichend ist. Sie ist zu einem Ergebnis gekommen:

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Heike Winter

Die 48-jährige Heike Winter fotografiert bevorzugt Portraits, Hochzeiten und auch gerne Aktfotos im Studio.

© Heike Winter

„Beim Auspacken stellte ich sofort fest, dass es sich hierbei um ein hochwertiges Produkt handelt. Die Filter sind in ihrer Produktverpackung sicher in einem Lederetui verstaut. Der Filter ist in einem weichen Papier eingeschlagen und in einer hochwertigen Tüte eingeschweißt. Zusätzlich enthält jeder Filter ein feines Putztuch. Das Test-Set enthielt eine Aufbewahrungs-Box, in der man bis zu sechs Filter sicher aufbewahren und transportieren kann. Die Box erscheint wie das Etui in Lederoptik und ist mit einem magnetischen Druckknopf versehen. Das Filterhalter-System wird auch in einer Box mit der gleichen Lederoptik geliefert. Der Verschluss ist nur eine magnetische Lasche, somit sehr leicht zum Öffnen und Schließen.

Das Filterhalter-System enthält einen passenden Polfilter und 4 Adapterringe in den Größen 62, 67, 72 und 77 mm. Somit sind die gängigsten Objektivgrößen abgedeckt. Die Verarbeitung des Halters ist sehr sauber und stabil.

Mein größtes Problem war die Bedienungsanleitung des Halters.

Da ich so ein Produkt noch nie benutzt habe, war leider die Handhabung nicht selbsterklärend, d. h. die Adapterfilter und der Polfilter (CPL-Filter) hatten nicht gleich so gepasst und gehalten. Deshalb musste die Anleitung her, aber auch hieraus bin ich nicht sehr schlau geworden. Da der Basis-Ring bereits auf dem Filterhalter montiert war, hatte ich diesen nicht runtergenommen, deshalb drehte sich beim Aufschrauben des Polfilters dieser Basis-Ring immer mit und somit konnte der Polfilter und der Adapterfilter nicht greifen."

Heike Winters Tipp
"Es wäre wichtig darauf hinzuweisen, dass man den Basis-Ring erst vom Filterhalter trennen und beim Aufschrauben die Drehrädchen des Polfilters festhalten muss, damit der Polfilter, wie in der Anleitung beschrieben, aufgeschraubt werden kann."

"Beim ersten Einsetzten des Filters hatte ich auch die Überlegung, wie das funktionieren soll, denn so einfach lassen sich die Filter nicht in den Halter schieben. Man möchte ja nichts kaputt machen, wenn man es mal raus hat, dass man doch sehr kräftig drücken muss, funktioniert es prima. Die Filter halten sehr stabil in der Führung, ohne dass man was festschrauben muss – tolle und sehr sichere Konstruktion. Sie lassen sich auch sehr gut im Gebrauch verschieben und an die richtige Position bringen.
Der Polfilter wird mit dem Finger an einem kleinen Rädchen verstellt. Ich fand das Handling genial, da man die Position des Rädchens an die gewünschte Stelle drehen kann."

Bilder aus Heike Winters Testreihe

Heike Winters Fazit:

"Es gibt Situation wo der Einsatz eines Verlaufsfilters sinnvoll ist, z. B. wenn man die Spiegelung des Gewässers sehen möchte oder wirklich eine gute Trennung zwischen Himmel und Landschaft gegeben ist und dabei das Licht von der Seite oder von Hinten kommt.
Da dies aber sehr eingeschränkt ist und der Aufbau und das Mittragen der Ausrüstung doch etwas aufwändig ist, würde ich weiterhin eher dazu tendieren, nur mit dem Polfilter ausgestattet zu fotografieren und den Rest anschließend am PC bearbeiten.
Auch für den Graufilter sehe ich nur eingeschränkte Möglichkeiten, bei einem Gebäude mit vorbeilaufenden Passanten ist dies noch sinnvoll, bei Pflanzen im Hintergrund erhält man leider nicht das gewünschte Ergebnis. Da aktuell eine Software auf den Markt kam, die bei einer Belichtungsreihe die bewegten Elemente rausfiltert und dies scheinbar gut funktioniert, würde ich vermutlich eher zu so einer Lösung tendieren.

Als Set könnte ich mir zu dem Filterhalter-System einen dunkleren Grauverlaufsfilter Soft (GND16) vorstellen oder/und mit Soft (GND8). Ich denke, das sind die meist benötigten Filter."

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Ekkehard Retelsdorf

Ekkehard Retelsdorfs bevorzugten Themen in der Fotografie sind zur Zeit die Hansestadt Lübeck (wie in seinen Testbildern auch zu sehen ist), Architektur, Menschen, Natur und ein wenig Sport

© Ekkehard Retelsdorf

Ekkehard Retelsdorf, 67 Jahre alt, fotografiert bereits seit 1972, zunächst mit einer Zeiss Ikon S 310, dann mit analogen Minolta-Kameras, dann der Umstieg auf analoge AF-Kameras nun digital mit reichlicher Austattung wie Nikon D70, D7000 und D7100.  Seit 40  Jahren ist er Mitglied der Photographischen Gesellschaft Lübeck e.V. und damit auch im Deutschen Verband für Fotografie eV. (DVF) sowie in der Photographic Society Of America (PSA). Die Reinigungstücher haben ihm besonders gefallen ...

Hier seine Erfahrungen:

"Die Sendung kam wohlbehalten und sehr gut verpackt bei mir an. Mit Spannung packte ich alle Teile des Filter-Sets einzeln nacheinander aus.
Alles war gut verpackt. Die Glasfilter waren sehr gut geschützt eingepackt.

Sehr gut finde ich die ausführlichen mehrsprachigen Beschreibungen und die Anleitung für den Zusammenbau und für die Benutzung. Die Aufbewahrungsbehältnisse für den Filterhalter und für die Filter und auch die einzelnen Filter-Aufbewahrungsetuis sind sehr gut und sehen edel aus.
So kann ich auch nur ein einzelnes Filterteil transportieren und muss nicht das ganze Set mitnehmen. Gut auch, dass überall Microfasertücher zum Putzen der Gläser beiliegen. Schnell sind die Fingerspuren wieder weggewischt. Das Aluminium-Material des Filterhalters und der dazugehörenden Teile macht auf mich einen soliden und langlebigen Eindruck, dieses gilt wohl auch für die Glasfilter.

Die praktische Nutzung des Filterhaltersystems hat mir Dank der ausführlichen Beschreibung keine Probleme bereitet.

Die Montage des Halters ist schnell und einfach durchgeführt bzw. wieder abgenommen.

Das erstmalige Anbringen des Polfilters ist für mich gewöhnungsbedürftig gewesen. Ich wollte bei der Wärme doch keine schwitzigen Fingerspuren hinterlassen, aber es ging nicht anders – deshalb kam dann das Microfasertuch zu seinem Einsatz. Mittlerweile habe ich mich an diese Montage und Vorgehensweise gewöhnt.

Der Polfilter sitzt sicher in seiner Fassung und lässt sich anhand der zwei kleinen Rädchen sehr gut und differenziert verstellen.

Die Rechteck-Filter müssen sorgfältig und gerade eingesetzt werden. Dann lassen sie sich gut verschieben, sitzen aber fest genug, dass sie nicht herausfallen. Beim Hinausziehen der Filter passiert es mir häufig, dass ich meine Fingerspuren auf den Filtern hinterlasse. Mit den beigefügten Microfasertüchern konnte ich diese Spuren schnell wieder beseitigen.

Mit dem Polfilter sind bereits wunderschöne Aufnahmen entstanden. Und die Fotos mit dem Soft-Verlauffilter gefallen mir sehr gut. Auch beide Filter zusammen machen Sinn und Spaß beim Fotografieren.

Der Reverse-Verlauffilter ist für mich neu und gewöhnungsbedürftig. Da werde ich aber im Laufe der Zeit sicher noch geeignete Motive finden."

Bilder aus Ekkehard Retelsdofs Testreihe

Den ND/Graufilter 512 konnte Herr Retelsdorf in der Testzeit leider nicht testen.

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Axel Matthies

Axel Matthies (57), hat vor unserem fM-Leser-Test bereits schon mit den unterschiedlichsten Filtern fotografiert

© Axel Matthies

Tester Nr. 3, Axel Matthies, kann das Rollei Filtersystem uneingeschränkt weiterempfehlen. Hier seine ausführlichen Eindrücke:

"Die Verarbeitungsqualität des Filterhalters und der Einschubfilter macht einen hochwertigen Eindruck. Er ist komplett aus Aluminium gefertigt und bietet Platz für drei Einschubfilter. Die Einschubschienen für die Filter sind aus Kunststoff. Der Filterhalter ist für Objektive mit 82 mm Filtergewinde ausgelegt. Mit den beiliegenden Adapterringen kann der Halter an Optiken mit Filtergewinden von 62, 67, 72 und 77 mm montiert  werden. Die mehrsprachige Bedienungsanleitung ist knapp gehalten, aber durchaus ausreichend. Die zusätzlichen Grafiken tragen zum Verständnis bei.

Die Montage des Adapters am Filtergewinde des Objektivs ist einfach und problemlos über die mitgelieferten Stepup-Ringe möglich. Der Filterhalter lässt sich dann einfach auf den Adapter aufsetzen.
Die Montage des mitgelieferten Polfilters erfolgt am Adapter und blockiert somit keinen der drei Einschübe am Filterhalter. Sie ist etwas fummelig und besonders bei der Demontage besteht die Gefahr von Fingerabdrücken auf dem Filter. Die Bedienung ist dafür umso pfiffiger gelöst. Der Filter lässt sich über zwei eingebaute Rädchen trotz eingeschobener Filter problemlos drehen und so die Filterwirkung entsprechend anpassen
Durch die Größe des Filterhalters sind auch bei Weitwinkelaufnahmen (16 mm) keine Vignettierungen sichtbar.

Die Filter sind  aus hochwertigem Glas gefertigt. Durch eine beidseitige Beschichtung sind die sie unempfindlich gegen Kratzer und leicht zu reinigen. Eine zusätzliche Nano-Beschichtung sorgt für eine extrem hohe Farbtreue und niedrige Reflexionen.

Die Filter lassen sich ohne großen Kraftaufwand in den Halter einschieben und sitzen sicher.

Sie lassen sich präzise ausrichten. Der Graufilter ist auf einer Seite mit einem Dichtungsrand aus Moosgummi versehen. Dieser dichtet den Filter bei der Montage in die hinterste Schiene ab so dass kein Spalt entsteht durch den Licht einfallen kann. Leider wird kein Ersatz wie bei anderen Herstellern mitgeliefert.
Die mitgelieferte Aufbewahrungstasche ist aus Kunstleder gefertigt und bietet Platz für bis zu sechs Rechteckfilter. Mit dieser Tasche können die Filter geschützt gelagert und sicher transportiert werden. Für 100 x 100 mm Rechteckfilter liegen entsprechende Acrylplatten bei. Sie sorgen dafür, dass die Filter problemlos am oberen Rand angefasst und entnommen werden können.

In der Praxis schlagen sich die Rollei-Filter hervorragend. Sie Filter beeinträchtigen weder die Farbdarstellung noch die Abbildungsqualität. Verzerrungen und Reflektionen, auch bei direktem Gegenlicht, sucht man vergebens. Selbst bei der Kombination von mehreren Filtern sind keine Farbverfälschungen feststellbar. Auch die Schärfe wird durch die Filter nicht beeinträchtigt.

Die Helligkeitsverteilung beim Graufilter ist über das gesamte Bild einheitlich.

Bei den Verlaufsfiltern erfolgt die Abdunkelung gleichmäßig.  Beim Polfilter ist die Wirkung nicht ganz so ausgeprägt wie bei einem normalen Schraubfilter, aber im Normalfall völlig ausreichend. Das ist wahrscheinlich der geringeren Dicke des Filterglases geschuldet.

Axel Matthies Fazit

Rollei hat mit diesen Filtersystem ein hervorragendes Produkt geschaffen das auch den Ansprüchen von Profifotografen gerecht wird. Besonders hervorzuheben ist die Farbtreue der Filter und dass es auch bei Weitwinkelaufnahmen mit 16 mm zu keinen Vignettierungen kommt. Es ist anderen Profisystemen mindestens ebenbürtig wenn nicht sogar überlegen. Das Filtersystem bietet zu einem angemessenen Preis ein Höchstmaß an Flexibilität und Qualität. Es eignet sich sowohl für den anspruchsvollen Profi als auch für den ambitionierten Amateur. Dadurch dass alle Teile einzeln erhältlich sind lässt sich das System sehr leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen."

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Robert Queck

Robert Queck (60) bevorzugt die Reise- und Makrofotografie. Das Rollei Filter-Set empfiehlt er ambitionierten Fotografen, die mehr aus ihren Bildern machen möchten

© Robert Queck

Lesertester Robert Queck hat die Filter während der Testwochen in seiner näheren Umgebung getestet und freut sich schon auf einen Einsatz bei der nächsten Urlaubsreise. Hier seine Eindrücke: 

"Die einzelnen Komponenten sind in hochwertigen Bereitschaftstaschen verstaut. Diese sind im Leder-‚Vintage-Design‘ aufwändig gefertigt und erinnern mich an das Foto-Equipment meiner Eltern in den 50iger und 60iger Jahren. Die einzelnen Filter habe ich gleich aus den Einzeltaschen in die praktische 6-Filter-Box verstaut, welche die unterschiedlichen Filter-Formate mit/ohne zusätzlich Acrylscheibe perfekt aufnehmen kann. Die große Box ist dann für das Filterhalter-System inkl. CPL-Filter sowie der Adapter für unterschiedliche Objektiv-Einschraubgewinde vorgesehen. Mit diesen beiden Aufbewahrungstaschen ist man für Exkursionen recht gut ausgestattet, um die Einzelkomponenten im ‚Einsatz‘ sicher vor Schnutz und Kratzern zu schützen. Mikrofasertücher zur vorsichtigen Reinigung liegen ebenfalls bei, falls erforderlich.

Die Bedienungsanleitung des Filterhalter-Sets beschreibt gut die hierfür verwendeten hochwertigen Komponenten und deren Fertigungsprozesse. Und so fühlen sich die Komponenten auch an; hier passt einfach alles perfekt. Allerdings habe ich sofort beim Zusammenbau den CPL-Rundfilter in den Basis-Ring eingeschraubt und auch nicht wieder entnommen, um hier ein versehentliches Lösen zu verhindern. Zumal ich eigentlich den CPL immer zusätzlich in Kombination verwenden möchte.

Den Zusammenbau der Komponenten an das jeweilige Objektiv rate ich in Ruhe und mehrfach ‚indoor‘ zu probieren.

So kann man nicht etwa bei einer Exkursion im Stress irgendwas falsch machen und eine oder mehrere Komponenten dabei durch Sturz beschädigen. Der Adapterring ist schnell montiert, danach folgt vorsichtig das Einschrauben des Basisrings. Hierbei wird der bereits montierte CPL auch sehr gut geschützt. Am Ende wird dann mittels Zugknopf der Filterhalter selbst sicher angebracht. Nur, wie bereits erwähnt, man sollte und muss hier die notwenige Muße dazu haben, damit am Ende auch alles sicher montiert ist.

Der Einschub der Glasfilter erfolgt anschließend mit leichtem Widerstand, sodass diese nicht nach unten aus der Fassung rutschen können und sich auch sicher und stufenlos je nach Motiv verschieben lassen (insbes. bei den Verlauf-Filtern ist das sehr angenehm).

Die Filter sind in der Box gut und sicher verstaut und lassen sich von dort im ‚Einsatz‘ auch komfortabel und sicher entnehmen. Die beiden Verlauf-Filter sowie den ND 512 habe ich bisher jeweils nur in Kombination mit dem CPL verwendet. Einige Test-Aufnahmen (10) finden sich hierzu in der Anlage."

Das Ergebnis mit Einsatz der Filter

"Vorab muss ich leider zugeben, dass ich mit dem ND 512 bisher noch keine guten Ergebnisse erzielt habe (das ist mein erster ‚echter‘ ND); evtl. ist der Filter zu dunkel und ich muss an Wasserfällen noch experimentieren; evtl. ist auch die Kombination mit dem CPL hier nicht optimal (diesen wollte ich aber dafür ‚vor Ort‘ nicht aus der Fassung schrauben). Den Soft-Verlaufsfilter habe ich auch selten probiert; optimal für mich war wie bereits erwähnt eigentlich der Reverse-Verlaufsfilter. Aber bei anderen Motiven kann sicherlich der Softfilter punkten. Der Pol-Rundfilter lässt sich sehr präzise bewegen. Die seitliche Neigungsmöglichkeit des Filterhalters bei Verwendung von Verlaufs-Filtern ist ebenfalls sehr gut gelöst."

Robert Quecks Fazit

"Allgemein lässt sich feststellen, dass die Fotos durch den Einsatz dieses hochwertigen Rollei-NiSi-Filtersystems je nach Motiv sichtlich besser werden; dies lässt sich im Vergleich mit/ohne Filtersystem gut feststellen. Das Motiv wird sichtlich gleichmäßiger belichtet, was dem menschlichen Auge auch eher entspricht als die Messmethoden der Kameras ohne Verlaufsfilter-Nutzung. Bei den Verlaufsfilter-Tests habe ich eigentlich nur mit einem Superweitwinkel vernünftige (dramatische) Ergebnis erzielt. Zumal es durch die Filterhalter-Konstruktion jetzt keine Vignettierung mehr gibt bei Verwendung der Kombination Verlaufs- und Polfilter. Für Telefotografie erscheint mir der Einsatz dieser Filterkombination eher unpraktisch (hatte ich ebenfalls ausprobiert).

Sehr empfehlenswert für ambitionierte Fotografen, die ‚mehr‘ aus ihren Fotos machen wollen und sich damit von den Ergebnissen von Kompakt- und Mobiltelefon-Kameras deutlich absetzen möchten. Und Profi-Fotografen wissen sicherlich ohnehin diese Qualitätsliga zu schätzen."

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Werner Spachmüller

Werner Spachmüller

© Werner Spachmüller

Auch Tester Werner Spachmüller wird die Filter auch nach seinem Test gerne weiter einsetzen. Hier seine kurze Zusammenfassung:

"Die Verpackung ist sehr gut, die Verarbeitung top, auf sehr hohem Niveau. Mein Eindruck: hervorragend!

Die Anleitung ist gut, für den Anfänger, allerdings sollte es etwas mehr in die Praxis gehen und erläutert werden.

Das Anbringen der Filter gelingt mit etwas Übung sofort, man muss nur wissen wofür man ihn einsetzt. Die Filter lassen sich nach Übung sehr gut verschieben, die Demontage geht flott und die Teile sind gut in der Transportbox unterzubringen.

Ich habe mich bewusst für das 100 mm Set entschieden, da ich damit drei von meinen vier Objektiven abdecken kann.

Ich halte den Preis für den Filterhalter von ca. 150 Euro und für den 100 mm Filter für max 100 Euro angemessen.

Anwendung Filter IR ND512 oder IR ND8 (den Filter IR ND8 habe ich mir noch selbst gekauft):
Sehr Lichtabhängig. Das heißt, die Fotos ohne Filter sind heller und strahlender als mit Filter, obwohl ich Programme wie „Le-Caldate“ oder „ND-Timer“ verwendet habe.  Fartreue mit viel Licht, Sonnenschein, gut. Bei weniger oder bedecktem Himmel schwierig für Anfänger. Den Weißabgleich habe ich auf Automatik gelassen. Hätte ich evtl nicht tun sollen."

Hinweis zu den Taschen:
Die Fitlerhalter-Tasche ist sehr gut und ließe sich auch am Gürtel befestigen.
Die Filter-Tasche hingegen lässt sich schlecht schließen und geht oft wieder auf."

Wir bedanken uns bei unseren Testern für Ihre Mühe und ausführlichen Ergebnisse!

 

 

 

 

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Ricarda Szola

Ricarda Szola gehört bereits seit 2003 zum Team der fotoMAGAZIN Redaktion. Die Medienfachwirtin hat jahrelange Erfahrungen im Agentur-, TV- und Verlagswesen. Sie verantwortet u. a. die Lesergalerie, koordiniert Wettbewerbe und Aktionen und ist beteiligt an der Gestaltung des Online-Auftritts.