Schon getestet: Panasonic Lumix G3

12.05.2011

Im Juni bringt Panasonic die spiegellose Systemkamera Lumix G3 mit neuem 16-Megapixel-Sensor auf den Markt. Wir hatten bereits die Gelegenheit zum Test.

PanasonicG3k_front1442LCD.jpg

Die Lumix G3 bringt eine großen Dreh-und Schwenkmonitor mit

Im Vergleich zur Vorgängerin G2 oder der großen Schwester GH2 ist die G3 noch kleiner geworden sie ist jetzt wohl die kompakteste Systemkamera mit eingebautem elektronischen Sucher. Verkleinert wurde auch der Handgriff, was bei Fotografen mit größeren Händen auf gemischte Reaktionen stoßen dürfte. Trotzdem liegt die Kamera gut in der Hand auch mit dem Telezoom 100-300 mm lässt sie sich sicher halten. Eine etwas rauere Belederung am Griff, wie bei der GH2, hätte uns allerdings besser gefallen.
Bedient wird die Kamera wahlweise klassisch mit Schaltern und Knöpfen (das Rad für den Fokussiermodus und der Hebel für Serienbilder fehlen allerdings) oder per Touchscreen. Der elektronische Sucher hat eine hohe Qualität und wurde gegenüber der G2 minimal verbessert. Der Monitor ist dreh- und schwenkbar hat die aus der G2 und GH2 bekannte Größe und Auflösung (7,6 cm/3,0 Zoll, 460.000 Punkte). Eigene Knöpfe gibt es zum schnellen Aktivieren der intelligenten Automatik und des Videomodus. Die Kamera nimmt nun mit voller HD-Auflösung im AVCHD-Format auf, wobei mit Halbbilder pro Sekunde ausgegeben werden. Der Videomodus beherrscht das Autofokus-Tracking, anders als bei der GH2 gibt es aber keinen Zeitlupe, und keinen Cinema-Mode mit 24 B/s. Auch auf den Anschluss eines externen Mikrofons muss man bei der G3 verzichten, intern wurde aber ein Stereomikrofon verbaut. Wie bei Panasonic üblich, kann der Videograf auch bei der G3 auf Motion-JPEG in kleiner HD-Auflösung umschalten.

PanasonicG3k_back_LCD.jpg

Zwei Funktionstasten lassen sich individuell belegen

Weniger Rauschen, schnellerer AF

Unter der Haube hat sich noch mehr getan: Der neue Live-MOS-Sensor mit effektiv 16,0 Megapixeln erreicht etwa die Bildqualität der GH2 und damit deutlich bessere Ergebnisse als der 12-Megapixel-Sensor der G2. Unsere Labor- und Praxistest zeigt sowohl eine verbesserte Auflösung als auch ein geringeres Rauschen (die Ergebnisse finden Sie in fotoMAGAZIN 7/2011, das ab dem 3.6. am Kiosk erhältlich ist, Testbilder gibt es schon jetzt online). Auch bei der Geschwindigkeit hat sich etwas getan: Der Autofokus liegt jetzt ebenfalls auf GH2- und damit gutem Spiegelreflex-Niveau (rund 0,3 Sekunden Fokussierzeit). Beim Serienbildmodus konnten wir bis zu 4,0 Bilder/s messen, wobei die Kamera nach 20 Bildern in Folge etwas langsamer wird (bei 100 in Folge liegt die Frequenz bei rund 3,7 B/s). Der zweite Serienbildmodus nimmt mit 3 Bilder/s auf, wobei die Bildfolge nur von der Kapazität der Speicherkarte begrenzt wird. Ein Highspeed-Modus ermöglicht 18 Bilder/s und 40 in Folge bei 4 Megapixeln. Neu ist die Modus intelligente Automatik + in welcher der Fotograf eine Belichtungs- und eine Weißabgleichskorrektur vornehmen kann.
Die Lumix G3 ist ab Mitte Juni zusammen mit dem Kitobjektiv 3,5-5,6/14-42 mm O.I.S. für rund 700 Euro erhältlich. Das Gehäuse ohne Objektiv kostet rund 580 Euro, ein Double-Zoom-Kit mit 14-42 mm und 4-5,6/45-200 mm OIS ist für ca. 1000 Euro erhältlich.

 

PanasonicG3_hand7.jpg

Die G3 kann auch per Touchscreen bedient werden

Fazit

Die Lumix G3 ist eine rund um gelungene Weiterentwicklung der G-Serie. Vor allem der neue Sensor ist ein großer Schritt nach vorn und sorgt bis ISO 3200 für eine gute Bildqualität.

Testbilder zum Download

Weitere Infos von Panasonic

Technische Daten

Kamera: Panasonic Lumix G3
Preis: mit 14-42 mm ca. 700 (ab Mitte Juni)
Sensor: Live-MOS, 17,3 x 13,0 mm, 16,0 Megapixel (eff.)
Bajonett: Micro-FourThirds-Bajonett
Autofokus: Kontrast-AF mit 23 Messfeldern, Tracking und Gesichtserkennung
Video: 1920 x 1080 Pixel/ 50i als 25p (AVCHD) oder 30 B/s (M-JPEG)
Blitz: integriert (LZ 10,5), Blitzschuh, Synchronzeit: 1/160 s
Belichtungszeiten: 1/4000 - 60 s, Bulb
Belichtungssteuerung: P, Av, Tv, manuell, Motivprogramme, iA
Belichtungsmessung: Mehrfeld, mittenbetont, Spot
Empfindlichkeit: ISO 160 - 6400
Sucher: elektronischer Sucher (1,44 Mio. Punkte), Bildfeld: 100 %, Vergrößerung: 1,4x (0,7x beim KB)
Monitor: 7,6 cm, 460.000 Punkte, dreh- und schwenkbar, Touchscreen
Speicher: SD(HC/XC)
Stromversorgung: Li-Ion-Akku, ca. 270 Aufnahmen (laut CIPA)
Schnittstellen: USB 2.0/AV, HDMI
Abmessungen (B x H x T), Gewicht: 115,2 x 83,5 x 46,7 mm, 336 g

 

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.