Panasonic Lumix LX100: Kompaktkamera mit MFT-Sensor und 4K-Video

15.09.2014

Die erste Kompaktkamera mit Micro-Four-Thirds-Sensor und lichtstarkem Leica-Zoom bringt Panasonic im November auf den Markt. Wir hatten sie schon in der Hand und am Auge

panasonic_gm5_k_h-fs12032_slant.jpg

Panasonic Lumix GM5

Die Lumix GM5 misst 98,5 x 59,5 x 36,1 mm

Die Lumix LX100 ist wie die Systemkameras der G-Serie mit einem MFT-Sensor mit den Abmessungen 17,3 x 13 mm ausgestattet. Allerdings wird nicht der ganze Sensor ausgenutzt: Je nach Seitenverhältnis liegt die genutzte Fläche bei 17,1 x 9,6 mm (16:9, 11 Megapixel), 16,3 x 10,9 mm (3:2, 12 Megapixel) oder 15,7 x 11,8 mm (4:3, 12,5 Megapixel) – die Diagonale beträgt bei jedem Seitenverhältnis 19,6 mm, sodass sich auch der erfasste Bildwinkel nicht verändert. Das festverbaute Leica-Objektiv mit Bildstabilisator ist sehr lichtstark und zoomt 3,1fach (1,7-2,8/10,9-34 mm, 24-75 mm beim Kleinbild). Die Bildqualität will Panasonic unter anderem durch ein präziseres Weißabgleichssystem mit 1728 Messfeldern verbessert haben.

panasonic_gm5_k_back.jpg

Panasonic Lumix GM5

Der Monitor hat 16:9-Format

Klassische Bedienelemente
Beim ersten Test hinterließ die Kamera einen sehr hochwertigen Eindruck. Auffällig sind die klassischen Bedienelemente wie ein Zeitenrad, ein Rad für die Belichtungskorrektur, ein Blendenring am Objektiv und ein Fokus- und Formatumschalter. Ein zweiter Objektivring lässt sich wahlweise für die manuelle Fokussierung, das Zoomen oder die Veränderung des ISO-Wertes nutzen. Zwischen Monitor (3 Zoll, 921.000 Punkte) und Sucher schaltet die Kamera mit Hilfe eines Augensensors automatisch um. Der Sucher ist sehr groß und hochauflösend (Vergrößerung 1,4, 0,7 beim Kleinbild, 2,8 Millionen Punkte). Wie bei der Lumix GM5 hat Panasonic keinen Blitz eingebaut, liefert aber den Aufsteckblitz FL70 mit. Der Autofokus machte schon bei unserem Vorserienmodell einen sehr flotten Eindruck. Serien schießt die LX100 mit 11 Bildern/s – bei rund 5 B/s kann sie die Schärfe nachführen. Der mechanische Verschluss schafft 1/4000 s, 1/16.000 s ist mit elektronischem Verschluss möglich.
Ein weiteres Highlight ist die integrierte 4K-Videofunktion mit 25 Bildern/s, die qualitativ auf dem Niveau der Lumix GH4 liegen soll. Aus dem Videostream lassen sich bereits in der Kamera 8-Megapixel-Standbilder extrahieren. Full-HD-Videos nimmt die LX100 mit bis zu 50 B/s auf. Weitere Funktionen sind ein Wi-Fi mit NFC, Zeitraffer, Zebraschraffur für Überbelichtungswarnung, Schwenkpanoramen, 3D-Wasserwaage, Fokus-Peaking und die Raw-Entwicklung in der Kamera. Der Preis liegt bei rund 900 Euro.

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Sozialwissenschaftler und Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup) und Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Kurier). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.