Panasonic Lumix L10

Zweite SLR aus dem Hause Panasonic
30.08.2007

Im Oktober bringt Panasonic seine zweite Digital-Spiegelreflex auf den Markt: Die Lumix L10 bietet alles, was man von einer modernen SLR erwarten kann

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Panasonic Lumix L10

Panasonic Lumix L10 mit Leica-Setobjektiv

© Panasonic

Panasonics erste SLR, die vor einem Jahr eingeführte Lumix L1, zielte mit ihrem verhältnismäßig hohen Preis und dem traditionellen Bedienkonzept mit Blendenring und Zeitrad eher auf eine kleine Zielgruppe. Das neue Modell soll nun eine größere Käuferschicht ansprechen. Mit einem Setpreis von voraussichtlich rund 1200 Euro ist die Lumix L10 im gehobenen Basissegment platziert. Das neue Setobjektiv Leica D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm Asph. ist optisch stabilisiert und unterscheidet sich von dem Setobjektiv der L1 (Leica D Vario-Elmarit 2,8-3,5/14-50 mm Asph.) in erster Linie durch die geringere Lichtstärke.

Die Auflösung des Live-MOS-Sensors wurde von 7,5 auf 10 Megapixel angehoben. Die neue Venus Engine III soll dafür sorgen, dass das Bildrauschen nicht zunimmt. Den Live-View-Modus hat Panasonic gegenüber der L1 erweitert. So beherrscht die Kamera nun zwei Autofokus-Verfahren: Neben der SLR-üblichen Phasendetektion mit drei AF-Feldern, für die der Live-View-Modus durch das Herunterklappen des Spiegels unterbrochen werden muss, steht nun wie bei Kompaktkameras auch ein Kontrast-Autofokus mit neun Messfeldern zur Verfügung.

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Panasonic Lumix L10

Der Monitor ist dreh- und schwenkbar

© Panasonic

Live-View und Gesichtserkennung

Die Kombination von Live-View und Kontrast-AF ermöglicht die Übernahme von Technologien, die bisher nur in neuen Lumix-Kompaktkameras zum Einsatz kamen: Die Gesichtserkennung kann bis zu 15 Gesichter lokalisieren und der intelligente ISO-Modus erhöht die Empfindlichkeit bei bewegten Motiven automatisch, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Damit sich der Live-View-Modus optimal zu nutzen lässt, ist der 2,5-Zoll-Monitor (207 000 Pixel) dreh- und schwenkbar. Der Pentaspiegel-Sucher ist heller als in der L1 und zeigt jetzt auch die eingestellte ISO- Empfindlichkeit an.

Zur Belichtungssteuerung stehen neben manueller und halbautomatischer Blenden- und Zeitwahl auch Motivprogramme und Filmstile wie Dynamisch, Lebhaft, Weich und Nostalgisch zur Verfügung. Serien schießt die neue Lumix mit drei Bildern pro Sekunde, wobei die Anzahl der JPEGs in Folge nicht limitiert ist, bei RAW-Dateien ist nach drei Aufnahmen Schluss. Weitere technische Eckdaten der Lumix L10 sind: Eine kürzeste Belichtungszeit von 1/4000 s und eine Synchronzeit von 1/160 s, Empfindlichkeiten von ISO 100 bis 1600 und ein Gehäuseblitz mit Leitzahl 11.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
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