Nikon D5500: Kompakt-SLR mit Touchscreen

Ab Februar für 800 Euro erhältlich
06.01.2015

Die D5500 ist Nikons erste Spiegelreflexkamera mit Touchscreen. Gegenüber der D5300 ist sie noch kleiner und leichter geworden. Wir konnten uns bereits einen ersten Eindruck von der neuen APS-C-SLR verschaffen

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Nikon D5500

Die Nikon D5500 ist in Schwarz und Rot erhältlich

Die schon bei der Vollformat-SLR D750 setzt Nikon auch bei der neuen APS-C-Kamera auf eine Monocoque-Bauweise, die bei kompakten Abmessungen eine hohe Stabilität garantieren soll. So ist das eigentliche Gehäuse deutlich flacher, der Handgriff aber trotzdem sehr ausgeprägt – er ragt rund sieben Millimeter tiefer in das Gehäuse hinein als derjenige des 14 Monate alten Schwestermodells D5300. Mit 420 Gramm ist die Neue außerdem rund 13 Prozent leichter. Veredelt hat Nikon auch die Einstellräder, die nun ein Metallfinish haben, das Daumenrad ist außerdem besser erreichbar. Der dreh- und schwenkbare Monitor ist wie gehabt sehr groß (Diagonale 8,1 cm) und hochauflösend (1,04 Millionen Punkte); neu ist, dass er einen Touchscreen mitbringt, über den sich beispielsweise das AF-Messfeld setzen oder die Kamera auslösen lässt. Im ersten Test erwies sich als sehr praktisch, dass die Touchbedienung auch im Sucherbetrieb möglich ist: Wenn der Fotograf die Kamera am Auge hat, kann er trotzdem auf dem (idealerweise ausgeklappten) Monitor das AF-Messfeld verschieben oder eine von zahlreichen Funktionen aktivieren. In der Bildwiedergabe lassen sich beispielsweise Bilder mit zwei Fingern vergrößern oder verkleinern. Neu ist auch ein Augensensor, der die Info-Anzeige auf dem Monitor ausschaltet, wenn die Kamera ans Auge geführt wird. Beim Sucher handelt es sich nach wie vor um eine Pentaspiegelkonstruktion mit einer Bildfeldabdeckung von 95 Prozent und einer 0,82fachen Vergrößerung (entspricht 0,52fach bei einer Vollformatkamera mit 100prozentiger Bildfeldabdeckung).

24-Megapixel-Sensor ohne Tiefpassfilter
Die D5500 nutzt den gleichen CMOS-Sensor ohne Tiefpassfilter, der auch in der D5300 zum Einsatz kommt. Das Rauschverhalten soll bei JPEGs allerdings etwas besser geworden sein. Der ISO-Bereich beginnt bei 100 und endet bei 25.600. Neu ist, dass sich nun neben einer Verzeichnungs- auch eine Vignettierungskorrektur zuschalten lässt. Außerdem sind einige Bildeffekte (Tontrennung, Pop, extrem gesättigte Farben, Gemälde) und die Picture-Control-Einstellung „Ausgewogen“ hinzugekommen. Beibehalten wurde der Autofokus mit 39 Messfeldern und 9 Kreuzsensoren. Der Live-View-Autofokus soll um 20 Prozent beschleunigt worden sein. Im ersten Praxistest mit dem 3,5-5,6/18-55 mm VR II machte er für eine Spiegelreflexkamera tatsächlich einen recht flotten Eindruck, ohne an die Geschwindigkeit der besseren spiegellosen Systemkameras heranzukommen. Positiv fällt die verbesserte Akkulaufzeit von 820 statt 600 Aufnahmen pro Ladung auf. Wi-Fi ist wie bei der D5300 integriert, eingespart hat Nikon dagegen das GPS-Modul, das die D5300 noch ausgezeichnet hatte. Serien nimmt die Kamera nach wie mit 5 Bildern/s, Videos mit voller HD-Auflösung und bis zu 60 Vollbildern/s auf. Für die Tonaufnahme hat Nikon ein Stereomikrofon integriert, ein externes Mikrofon lässt sich ebenfalls anschließen.
Die D5500 ist ab Anfang Februar in Schwarz oder Rot für rund 800 Euro beziehungsweise 900 Euro mit dem AF-S 3,5-5,6/18-55 mm VR II erhältlich. Ein Kit mit dem AF-S DX 3,5-5,6/ 18-105 mm G ED VR kostet rund 1000 Euro.

 

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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.