Nikon D3100: Einsteiger-SLR mit 14 Megapixeln und Full-HD-Video

19.08.2010

In der Einsteiger-SLR D3100 verbaut Nikons erstmals einen neuen CMOS-Sensor im DX-Format mit 14 Megapixeln. Die höhere Auflösung und der neue Full-HD-Video-Modus dürften wegweisend für weitere Nikon-SLRs sein.

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Das Gehäuse der D3100 ist etwas kleiner als das der D3000

Wie gehabt verbaut Nikon in seiner Einsteiger-SLR einen APS-C-Sensor bei Nikon DX genannt mit einem Beschnittfaktor von 1,5. Während in der D3000 noch ein CCD zum Einsatz kam, ist der neue Bildwandler nun wie alle Sensoren in Spiegelreflexkameras von Nikon in CMOS-Bauweise gehalten. Im Vergleich zur D90 und D300s steigert Nikon die Auflösung von 12 auf 14 Megapixel. Der ISO-Bereich liegt bei 100 bis 3200 und lässt sich in zwei Stufen bis ISO 12.800 erweitern.

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Als Doublezoom-Kit bietet Nikon die D3100 auch mit dem neuen 55-300 mm VR an

Schnellerer Bildprozessor

Neu ist auch der Bildprozessor Expeed2, der eine um 50 Prozent schnellere Verarbeitung der Daten ermöglichen soll als in der D90. Verbessert hat Nikon laut eigener Aussage in Bezug auf die Bildqualität außerdem die Rauschunterdrückung und die Farbdarstellung im Modus Active-D-Lighting. Der Autofokus ist der gleiche wie in der D5000, D90 und D300s: Er besitzt 11 Messfelder und einen Kreuzsensor, die Anzeige der Messfelder im Sucher wurde allerdings verbessert. Schneller geworden sein soll der Kontrast-AF im Live-View Modus, der jetzt eine Option für die permanente automatische Nachführung besitzt (AF-F). Davon profitiert auch der Videomodus, dem Nikon nun eine Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) spendiert hat. Erstmals kommt zur Komprimierung das effizientere MPEG-4/H.264-Verfahren statt Motion-JPEG zum Einsatz. Der Bildrate beträgt bei Full-HD 24 Bilder/s, bei 1280 x 720 Pixeln lassen sich 30 Bilder/s aufzeichnen. Den Ton nimmt die Kamera mit einem integrierten Mono-Mikrofon auf, ein externes Mikro lässt sich nicht anschließen. Wie in der D300s können Videos in der Kamera bearbeiten und beispielsweise Standbilder aus dem Film extrahiert werden.

 

 

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Neu gegenüber der D3000 sind der Live-View- und der Video-Knopf sowie der Serienbildhebel. Das Guide-System soll Einsteigern den Umgang mit der Kamera erleichtern

 

Gesichtserkennung und Effekte

Im Live-View-Modus kann die D3100 automatisch ein Motivprogramm wählen (zum Beispiel Landschaft oder Portrait), bis zu 35 Gesichter erkennen und das Motiv verfolgen (AF-Tracking). Weiterhin beherrscht die Kamera eine Verzeichnungskorrektur (automatisch vor der Aufnahme oder nachträglich im Wiedergabemodus) und das leise Auslösen. Im Wiedergabemodus kann sie unter anderem stürzende Linien korrigieren und den aktuell populären Miniatur-Effekt auf Fotos anwenden. Serien schießt die D3100 mit 3 Bildern/s. Neu ist die Kompatibilität zu Eye-Fi-Karten für die drahtlose Bildübertragung und zu SDXC-Speicherkarten sowie die HDMI-Schnittstelle.
Erhältlich ist die D3100 ab Mitte September inklusive AF-S DX 18-55 mm VR für rund 650 Euro. Weiterhin will Nikon Doublezoom-Kits mit dem 18-55 mm VR und dem 55-200 mm VR oder dem 55-300 mm VR anbieten. Ein weiteres Kit soll mit dem 18-105 mm VR erhältlich sein.
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Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.