Yashica Y35: Digitalkamera mit „Filmpatrone“

Kickstarter-Kampagne
11.10.2017

Mit einer Kickstarter-Kampagne soll die Kameramarke Yashica wiederbelebt werden. Auf äußerst ungewöhnliche Weise

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Yashica Y35

Um den Bildstil zu ändern, muss der Fotograf eine neue "Filmpatrone" einlegen

Bild: Yashica

Der japanische Hersteller Yashica war vor allem in den 60er- und 70er-Jahren erfolgreich. Das Kamera-Highlight war 1966 die Yashica Electro 35, eine der ersten Sucherkameras mit elektronischer Steuerung, Zeitautomatik und einem für die damalige Zeit leistungsfähigem Verschluss. 1983 wurde Yashica von Kyocera übernommen, später kamen diverse Digitalkameras unter dem Namen Yashica-Kyocera auf den Markt. Nun läuft auf Kickstarter.com eine Kampagne für eine neue Digitalkamers mit dem Namen Yashica Y35.

Klassisches Design

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Yashica Y35

Zwei AA-Batterien liefern den Strom

Bild: Yashica

Äußerlich ähnelt sie dem Original aus den 60er Jahren ist aber auf 110 x 70 x 55 mm geschrumpft. In der Kamera versieht ein winziger 1/3,2-Zoll-Sensor mit 14 Megapixeln seinen Dienst, das Objektiv hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 35 mm bei einer Lichtstärke von 1:2,8. Gespeichert wird auf SD-Karten, den Strom liefern zwei AA-Batterien. Soweit, so langweilig. Ungewöhnlich ist aber schon, dass die Kamera zwar einen optischen Sucher, aber keinen Monitor hat – auf diese ungewöhnliche Idee ist allerdings schon vorher Leica gekommen. Yashica treibt das Retro-Konzept aber noch einen Schritt weiter: Um fotografieren zu können, muss man sogenannte "digiFilms" einlegen, die der Kamera mitteilen, mit welchen Einstellungen sie aufnehmen soll. Verfügbar sind die digiFilms „ISO1600 High-Speed“ (kontrastreich und körnig), „Black&White“ (ISO 400, körniges SW), „ISO200 Ultra Fine“ (für scharfe Bilder) und „120 Format (6x6)“ (für quadratische Aufnahmen mit ISO 200). Nach jeder Aufnahme muss übrigens der virtuelle „Filmtransporthebel“ betätigt werden, um ein weitere Bild aufzunehmen.

Bei Erreichung des Finanzierungsziels soll die Kamera ab April 2018 voraussichtlich zu Preisen ab ca. 140 US-Dollar erhältlich sein.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.