See Impossible

Canon Screenshot

Technik-Hype: Ihre Kochtöpfe machen ja ausgezeichnetes Essen!

Weniger Technik, mehr Mensch?
07.10.2014

Canon geht in seiner neuen Werbekampagne weg vom Technik-Hype und stellt die Menschen in den Vordergrund

Jeder Fotograf kennt die Szene: Jemand blickt nach einem Shooting neugierig auf das Display, begutachtet die Kamera und ruft begeistert aus: "Die macht ja tolle Bilder!"

Niemals würde aber jemand auf die Idee kommen, die Töpfe eines Koches gleichermaßen zu loben: Ohne die richtige Kombination aus Zutaten, Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Koches helfen die schönsten Töpfe nichts. Ein versalzenes Essen bleibt versalzen. Und das weiß jeder.

In der Fotografie scheint das anders zu sein. Dass der Fokus vieler fotografiebegeisterter Menschen auf den Möglichkeiten eines technischen Werkzeuges liegt, mag am Hype liegen, den die Kamerahersteller seit Jahren betreiben: Immer werden noch mehr Megapixel, noch mehr ISO, noch mehr Kreativprogramme, noch mehr technische Möglichkeiten gefeiert. Und immer knnen die Kameras weit mehr, als die meisten Menschen je gewünscht - und gebraucht - haben.

Canon scheint erkannt zu haben, dass ein Werkzeug immer nur so gut sein kann, wie der, der es bedient: In der neuen Werbekampagne des Kameraherstellers wird der Mensch in den Mittelpunkt gestellt.

Auf ihrer neuen Microsite See Impossible werden unter anderem Videos von Menschen mit Visionen und Ideen gezeigt, die ihre Werkzeuge nutzen um ihre eigenen Träume möglich zu machen.
Eine Kampagne, die aufgehen könnte: Die immer schneller werdende technische Entwicklung hat viele Menschen update-müde gemacht. Immer öfter wird gefragt: Was brauche ich eigentlich wirklich für das, was ich tun will?

Statt dem nächsten technischen Hype hinterher zu hechten - um dann bis zum nächsten über Manuals und Tutorials zu brüten, bis man sein Gerät so gerade wieder vollumfänglich verstanden hat.

Be relevant for humans. Not for consumers. Vielleicht ist das "The Next Big Thing?"

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Über den Autor
Sandra Schink

Sandra Schink arbeitete seit den frühen 1990ern als Fotoreporterin für BILD, EXPRESS und die Westdeutsche Zeitung. Seit 1996 ist sie online und nie wieder offline gegangen. Sie nutzt das Internet als Netzwerk-, Recherche- und Blogplattform und hat Foren und Communities betreut, darunter bei stern die VIEW Fotocommunity. Seit 2014 arbeitet sie für das fotoMAGAZIN. Für das SMART SHOT Magazin macht sie Konzept und Redaktion. Im Team Socialgrafr gibt sie Workshops zur Smartphone-Fotografie.