Sony ZV-E10 für Vlogger und Fotografen

Im August erhältlich
27.07.2021

Die Vorteile zweier Kamerawelten verknüpft die neue Sony ZV-E10: viele Vlogging-Funktionen, großer Sensor, Wechselobjektive.

Eine Lücke zwischen der Vlogging Kamera ZV-1 (hier zum Testbericht) mit fest eingebautem Objektiv und den spiegellosen System-APS-C-Kameras der Alpha-6xxxer-Serie besetzt die neue Sony ZV-E10. Von der "kleinen" ZV-1 (ca. 800 Euro Listenpreis) kommen die (teilweise überarbeiteten und erweiterten) Vlogging-Funktionen für Videofilmer, das Mikrofon mit drei Kapseln für nach vorne gerichtete Aufnahmen oder der – nicht nur nach oben und unten, sondern auch seitlich – ausschwenk- und drehbare Monitor.

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Sony ZV-E10, Kamera, Vlogging, spiegellose Systemkamera, 2021

Die mit C1 beschriftete Taste ist für die Bokeh-Umschaltung.

© Sony

Von beispielsweise der Alpha 6100 (hier im Test) steckt ein deutlich größerer APS-C-Sensor mit 24,2 Megapixel darin und vor allem die Option, aus (allein von Sony) über 60 Wechselobjektiven wählen zu können. Das geht allerdings etwas zu Lasten von Größe und Gewicht, die Neuheit ist breiter, höher sowie minimal tiefer (Volumen plus 16 Prozent) und wiegt mit 346 Gramm rund 17 Prozent mehr als die ZV-1. Aber sie ist auch 20 Prozent weniger voluminös als die Alpha 6100 und 13 Prozent leichter.
Aufgrund des höherauflösendes Sensors erlaubt die ZV-E10 4K-Videos (30/25/24p, 4:2:0 8bit), allerdings als 6K Oversampling mit Auslesen des gesamten Sensors ohne Crop; den gibt es nur beim Active Modus, dem digitalen Bildstabilisator. In Zeitlupe können Filmer Full-HD mit bis zu 120p aufnehmen. Im Foto-Modus (ISO 100 bis 32.000) sind bis zu 11 B/s mit AF und Belichtungsnachführung (bis zu 116 in Folge) möglich.

Autofokus der ZV-E10

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Sony ZV-E10, Kamera, Vlogging, spiegellose Systemkamera, 2021

Der Griff ist als Zubehör erhältlich.

© Sony

Apropos Autofokus, 425 Phasendetektionspixel decken rund 84 Prozent des Bildfelds ab, der Fast Hybrid-AF bietet unter anderem Augen-AF (Menschen/Tiere), Tracking und Touch Tracking zum Verfolgen von Motiven per Fingertipp auf das Display. Außerdem kann per Taste (Bokeh-Switch) die Art der Hintergrundunschärfe (größte Blendenöffnung/Blende f/8 oder f/11) beeinflusst und Gesichtspriorität oder Produkt-Showcase (ebenfalls mit eigener Taste) gewählt werden, wobei auf ein ins Bild gehaltenes Ding scharfgestellt wird. Zwischen den Aufnahme-Modi Video, Foto und Slow&Quick wechselt der Nutzer über eine mit einem roten Punkt gekennzeichneten Knopf auf der Oberseite.
Zu den Streaming-Optionen gehören wahlweise UVC/UAC oder die Imaging-Edge-Software, unterwegs ist auch ein – per USB-Kabel verbundenes – aktuelles Xperia-Smartphone für Live-Übertragungen einsetzbar. Für perfekte Tonaufnahmen stehen weiterhin Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse zur Verfügung.

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Sony ZV-E10, Kamera, Vlogging, spiegellose Systemkamera, 2021

Rechts unten sitzt die Taste für Papierkorb/ Produkt-Showcase-Einstellung.

© Sony

Die Stromversorgung übernimmt der bekannte Akku NP-FW 50 (CIPA: 80 Minuten Aufnahme, 440 Bilder). Mit dem Stromadapter AC-PW20 oder über USB-C kann die Sony ZV-E10 jedoch auch erheblich länger betrieben werden. Der Bluetooth-Griff GP-VPT2BT mit Auslöser und Zoom-Hebel dient als praktisches Zubehör.
Im August wird die Sony ZV-E10 erhältlich sein: Das Gehäuse soll etwa 750 Euro kosten, das Kit mit dem 16-50 mm OSS rund 850 Euro.

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Lars Theiß
Über den Autor
Lars Theiß

Unser Redakteur Lars Theiß kümmert sich vorwiegend um Tests und Praxisthemen rund um Kameras, Objektive und Zubehör. Seit 1995 arbeitet der besonders an naturfotografischen Themen interessierte Wahlhamburger beim fotoMAGAZIN. Zu seinen weiteren Aufgabenbereichen gehören die Objektivtests, Secondhand-Themen und die fotoMAGAZIN-Spezialausgabe Einkaufsberater.