Aktualisiert: Sony stellt Alpha 6500 mit Bildstabilisator vor

Schwestermodell zur Alpha 6300
06.10.2016

Bei der Alpha 6500 integriert Sony erstmals einen Bildstabilisator in eine spiegellose Alpha-Kamera mit APS-C-Sensor. Auch  Geschwindigkeit, Bedienung und Bildqualität sollen gegenüber der Alpha 6300 verbessert worden sein

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Sony Alpha 6500

Im Gegensatz zur Alpha 6300 hat die 6500 einen Touchscreen

Bild: Sony

Die erst im Februar vorgestellte Alpha 6300 bekommt im Dezember bereits ein Schwester-Modell. Äußerlich sind kaum Unterschiede festzustellen, lediglich der Griff ist etwas größer geworden, so dass die Kamera jetzt mit schweren Objektiven besser in der Hand liegt. Im Gegensatz zur Alpha 6300 und den Alpha-7-Kameras lässt sich in der Alpha 6500 der Fokuspunkt über einen Touchscreen setzen – auch wenn der Fotograf durch den Sucher schaut (Touch-Pad-Funktion). Ansonsten sind Monitor (3,0 Zoll, 921.000 Punkte, nach oben und unten kippbar) und Sucher (2,4 Mio. Punkte) unverändert. Die Menüs hat Sony neu strukturiert.

Die wichtigste Neuerung ist der Bildstabilisator, der wie in der zweiten Alpha-7-Generation die Bewegungen auf fünf Achsen kompensiert – also in alle erdenklichen Richtungen. Wenn er mit einem optisch stabilisierten Objektiv kombiniert wird, gleicht die Kamera horizontale, vertikale und kippende Bewegungen aus und überlässt dem Objektiv den Rest. Insgesamt sollen sich bis zu fünf Blendenstufen ausgleichen lassen..

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Sony Alpha 6500

Das Gehäuse besteht aus Megnesium

Bild: Sony

Größerer Pufferspeicher

Die Alpha 6500 übernimmt das bereits herausragende Autofokussystem der Alpha 6300, das 425 Phasen-Messfelder auf dem Bildsensor mitbringt und bei Serien mit elf Bildern/s mit AF-Nachführung ermöglicht. Vergrößert wurde aber der Pufferspeicher. So sind bei 8 Bildern/s nun gut 300 JPEGs oder 107 Raws in Folge möglich. Wie schon bei Alpha 6300 hat Sony die Dunkelphase des Suchers verringert: Bei 8 Bildern/s steht ein echtes Live-View in Echtzeit zur Verfügung. Im Gegensatz zur Alpha 6300 und den Alpha-7-Kameras lässt sich in der Alpha 6500 der Fokuspunkt über einen Touchscreen setzen. Ansonsten sind Monitor (3,0 Zoll, 921.000 Punkte, nach oben und unten kippbar) und Sucher (2,4 Mio. Punkte) unverändert.

4K-Video

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Sony Alpha 6500

Ein Ausklappblitz ist an Bord

© Sony

Die Videofunktionalität ist weitgehend von der Alpha 6300 bekann. So lassen sich 4K-Clips (3840 x 2160) mit 30 Bildern/s und 100 MBit/s aufzeichnen und zwar ohne Pixelbinning. Profis können auf eine logarithmische Gammakurve (S-Log3) und einen erweiterten Farbraum (S-Gammut) zurückgreifen. Bei Full-HD steht außerdem eine vierfache Zeitlupe zur Verfügung. Aus der auf der photokina vorgstellten Alpha 99 II bekannt sind die neuen Modi „Slow & Quick“ in den sich die Geschwindigkeit für Zeitlupen oder Zeitrafferaufnahmen zwischen 1 und 100 Bilder/s ändern lässt.

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Sony Alpha 6500

Auch Vollformatobjektive passen zur Alpha 6500

© Sony

Geringeres Rauschen

Sowohl der Geschwindigkeit als auch der Bildqualität soll der neuen „Front Ende LSI“ zu gute kommen. In Kombination mit dem 24-Megapixel-CMOS-Sensor mit Kupferverdrahtung und dem BIONZ-X-Bildprozessor soll das Rauschverhalten verbessert worden sein.

Weitere Funktionen sind ein Verschluss, der für 200.000 Auslösungen ausgelegt ist, ein lautloses Auslösen mit einem rein elektronischen Verschluss, eine kürzeste Verschlusszeit von 1/4000 s, ein neues Menü, Wi-Fi mit NFC und QR-Code, Bluetooth und Erweiterungen durch PlayMemories-Apps.

Die Alpha 6500 soll in Europa ab Dezember zu folgenden Preisen erhältlich:

  • Alpha 6500 Gehäuse: 1700 Euro
  • Alpha 6500 Kit mit SEL1670Z: 2800 Euro

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.