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RX100 VI mit Belegbild
Bild: Andreas Jordan, Sony

Sony RX100 VI: Erster Eindruck

Praxisbilder aus Venedig
07.06.2018

fotoMAGAZIN hatte die Gelegenheit, Sonys neue Highend-Kompaktkamera RX100 VI einen Tag lang ein Venedig zu testen. Hier unser Eindruck.

 

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RX100 VI

Sowohl der Sucher als auch der Blitz lassen sich aus dem Gehäuse hochklappen.

Bild: Sony

Die ersten Informationen zu Sonys neuer 1-Zoll-Kompakten konnten Sie bereits am 6.6. an dieser Stelle lesen. Nach der Ankündigung konnten wir uns die RX100 VI im Rahmen eins Presse-Events in Venedig näher anschauen. Zunächst eine detaillierte Zusammenfassung zu dem, was neu ist.

- Die wichtigste Neuerung ist sicher der größere Zoombereich (24-200 mm beim Kleinbild im Vergleich zu 24-70 mm bei der RX100 V). Die Lichtstärke hat darunter zwar etwas gelitten ist aber immer noch erstaunlich gut (2,8-4,5 statt 1,8-2,8), bedenkt man, dass die Kamera kaum größer geworden ist (lediglich 1,8 mm tiefer).

- Die RX100 VI hat nun einen Touchscreen mit dem man bspw. den AF.-Punkt setzen kann (auch im Sucherbetrieb). Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Touch-Bedienung aber immer noch halbherzig. So lassen sich die Menüs nicht durch berühren anwählen und in der Wiedergabe ist nur ein Vergrößern per Touch möglich (kein Weiterblättern und auch die Videowiedergabe lässt sich nicht per Touch starten).

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RX100 VI

Trotz des größeren Zoombereichs ist die RX100 VI in ausgeschaltetem Zustand nur geringfügig tiefer als die RX100 V (42,8 mm statt 41 mm).

Bild: Sony

- Der schon in der RX100 V sehr schnelle Autofokus ist noch etwas schneller geworden, laut Sony liegt die Auslöseverzögerung bei 0,03 statt 0,05 s – genaueres wir der Labortest in fotoMAGAZIN 8/2018 zeigen. Auch das Tracking hat Sony verbessert, wovon auch der Augen-AF profitiert.

- Wie bisher nimmt die Kamera Serien mit 24 B/s und AF-Nachführung auf, allerdings wurde der Pufferspeicher vergrößert, sodass nun 233 statt 171 JPEGs in Folge möglich sind.

- Die Zeitlupenmodi sind bei Frequenz und Auflösung gleichgeblieben, allerdings fallen die Sequenzen jetzt etwas länger aus. Bei 250 B/s erreicht die Kamera fast Full-HD (1824 x 1026 Pixel), bei 500 B/s sind es 1824 x 616 Pixel, bei 1000 B/s 912 x 308 Pixel. Alle Zeitlupenaufnahmen werden in der Kamera auf Full-HD (1920 x 1080 Pixel) skaliert.

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RX100 VI

RX100 VI mit ausgefahrenem Objektiv ein Weitwinkelstellung und ausgeklapptem Sucher. Dieser muss nicht herausgezogen werden, um genutzt zu werden.

Bild: Sony

- Die RX100 VI beherrscht HDR-Videos mit den Videoprofil Hybrid Log Gamma (HLG). Ebenfalls neu ist das flache Profil S-Log3. Des Weiteren kann die Kamera zusätzlich zum hochauflösenden Film kleine Proxy-Videos aufnehmen, die ein schnelleres Nachbearbeiten in einem Schnittprogramm ermöglichen.

- Der ausklappbare Sucher ist nun leichter zugänglich, das heißt er muss nach dem Ausklappen nicht mehr herausgezogen werden.

- Der Monitor hat nach wie vor eine Diagonale von 3,0 Zoll (7,5 cm) aber eine etwas niedrigere Auflösung (921.600 statt 1,29 Mio. Punkte)

- Die Akkulaufzeit wurde leicht verbessert: von 220 auf 240 Bilder mit Monitor bzw. von 210 auf 220 mit Sucher.

- Bilder können bereits in der Kamera bewertet und geschützt werden.

- Das Menüsystem wurde überarbeitet.

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RX100 VI

Als neues Zubehör bietet Sony den Hochformatgriff VCT-SGR1 an. Er hat eine Zoom-, eine Foto- und eine Videotaste und kann durch einen ausklappbaren Boden auch als Stativ genutzt werden.

Bild: Sony

Starke Bildqualität und Geschwindigkeit

Im Praxistest hinterließ die Kameras sowohl bei der Bildqualität als auch bei der Geschwindigkeit einen sehr guten Eindruck. Kleine Schwachpunkte haben wir bei der Ergonomie ausgemacht. Das betrifft vor allem den halbherzig implementierten Touchscreen. Auch die Akkulaufzeit ist verbesserungswürdig, zumal dies laut einer Sony-Umfrage zu den größten Wünschen der Nutzer gehört. Wer nicht in einen Zweitakku investieren will, kann die Kamera aber per USB mit einer Powerbank laden. Die Videoqualität und die Zeitlupenfunktionen sind eine weitere Stärke der RX100 VI – umso bedauerlicher ist es, dass ein Mikrofonanschluss fehlt. Verbessern könnte Sony auch die Unterstützung schneller Speicherkarten – so wird UHS-II-Standard noch nicht unterstützt.

Den ausführlichen Test inklusive Labormessungen lesen Sie voraussichtlich in fotoMAGAZIN 8/18.

Sony RX100 VI – Beispielbilder aus Venedig

 

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.