Sony Alpha 9: spiegelloser Vollformatbolide mit schnellem Serienbildmodus

Preis: ca. 5300 Euro, ab Mai
19.04.2017

Das neue Alpha-Flaggschiff erreicht bei einer Auflösung von 24 Megapixeln eine Serienbildfrequenz von 20 Bildern/s – und das mit AF-Tracking

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Sony Alpha 9

Neu ist auch der Joystick zum Verschieben des AF-Messfeldes

Bild: Sony

Das lang ersehnte Flaggschiff der spiegellosen Alpha-Serie räumt mit vielen Schwachpunkten der bisherigen Alpha-7-Modelle auf. Herzstück ist ein neuer CMOS-Vollformat-Sensor mit 24 Megapixeln mit integriertem Phasen-Detektions-Autofokus: Die 693 Messfelder decken 93 Prozent des Bildfeldes ab. Der AF ist so leistungsfähig, dass er bei 20 Bildern/s den Fokus nachführen kann – dabei finden 60 Tracking-Berechnungen pro Sekunde statt. Laut Sony soll der Hybrid-AF 25 Prozent schneller sein als in der Alpha 7R II. Der Pufferspeicher ist für 362 JPEGs bzw. 241 komprimierte Raws in Folge ausgelegt. Unkomprimierte Raw-Dateien mit 14 Bit Farbtiefe werden ebenfalls unterstützt. Voraussetzung für die langen Bildserien sind UHS-II-Speicherkarten, die Sony erstmals in einem der beiden SD-Karten-Laufwerke unterstützt. 20 Bilder/s sind außerdem nur mit elektronisch gesteuertem Verschluss möglich, beim Einsatz des mechanischen Verschlusses erreicht die Alpha 9 nur 5 Bilder/s.

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Sony Alpha 9

Die Alpha 9 bleibt kompakt: Die Bautiefe beträgt 63 mm

Bild: Sony

Kurze Verschlusszeiten

Der mechanische Verschluss ist für 1/8000 s ausgelegt (Synchronzeit 1/250 s). Die kürzeste elektronische Verschlusszeit von 1/32.000 s erreicht die Kamera im S- und M-Modus, ansonsten ist mit E-Verschluss 1/16.000 s möglich. Der elektronische Verschluss erlaubt außerdem das lautlose Auslösen. Den Rolling Shutter-Effekt will Sony reduziert haben.

Neue Maßstäbe soll auch der elektronische OLED-Sucher setzen. Er hat eine Auflösung von 3,686 Millionen Punkten sowie eine 0,78fache Vergrößerung und soll ein unterbrechungsfreies Bild liefern. Der Monitor hat eine Diagonale von 3,0 Zoll und löst 1,44 Millionen Punkte auf; er erlaubt die Touch-Bedienung und lässt sich um 107 Grad nach oben und 41 Grad nach unten klappen.

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Sony Alpha 9

Der Griff verleiht auch mit großen Objektiven einen guten Halt. Die Alpha 9 wiegt 673 Gramm und misst 126,9 x 95,6 x 63 mm

Bild: Sony

Der CMOS-Bildsensor mit integriertem Speicher (Typ EXMOR RS) ist ähnlich wie in der Alpha 7R II rückseitig belichtet und fängt so mehr Licht ein als herkömmliche Sensoren. Die Kamera unterstützt im normalen Betrieb einen ISO-Bereich von 100 bis 51.200 und lässt sich auf ISO 50 nach unten bzw. 204.800 nach oben erweitern.  Der beweglich gelagerte Bildsensor beherrscht eine Bildstabilisierung auf fünf Achsen mit einer Effektivität von bis zu fünf Blendenstufen.

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Sony Alpha 9

Neu auf der Oberseite ist das Rad für die Serienbildmodi

Bild: Sony

 

4K-Video

Natürlich zeichnet die Alpha 9 Videos mit 4K-Aufllösung auf (3840 x 2160 Pixel, 25p, 100 Mbit/s). Dabei wird die volle Bildbreite des Sensors genutzt. Laut Sony wird sogar eine Auflösung von 6K erfasst und zu 4K zusammengefasst. Super35-mm-Aufnahmen sind ebenfalls möglich. 5fach-Zeitlupen inklusive AF-Tracking nimmt die Kamera mit bis zu 120 Bildern/s in voller HD-Auflösung auf.

Für den Strom sorgt ein neuer Akku (NP-FZ100), der die 2,2fache Kapazität der bisherigen NP-50 W–Serie haben soll. Mit ihm erreicht die Alpha 9 eine Laufzeit von 480 Aufnahmen im Sucherbetrieb bzw. 650 Aufnahmen mit Monitor. Weitere Merkmale der Alpha 9 sind ein Ethernet-Port, WLAN mit NFC, Bluetooth, eine Blitzsynchronbuchse, WLAN, Schwenkpanoramen, eine Augenerkennung, Peaking und Zebra.

Die Alpha 9 soll ab Mai für rund 5600 Euro erhältlich sein.

Neues Zubehör

(Originaltext von Sony)

Sony hat ein umfangreiches neues Zubehörsortiment für die Alpha 9 auf dem Markt eingeführt:

  • Akku NP-FZ100: Leistungsstarker Akku mit ungefähr der 2,2fachen Kapazität der Akkus der NP-FW50 W-Serie. Unterstützt die InfoLITHIUM®-Technologie, die die Option bietet, sich die verbleibende Akkuladung sowohl in Prozent als auch als Symbol mit fünf Balken auf dem LC-Display der Kamera anzeigen zu lassen.
  • Hochformatgriff VG-C3EM: Bietet dieselbe Bedienung, Handhabung und dasselbe Design wie die Alpha 9, verdoppelt die Akkulaufzeit und ermöglicht das Aufladen des Akkus über das Kameragehäuse.
  • Mehrfachbatterieadapterset NPA-MQZ1K: Externes Mehrfachbatterieadapterset, das als externe Stromversorgung für vier Akkus der Z-Serie und als Schnellladegerät verwendet werden kann. Im Lieferumfang des Sets sind zwei Packs mit wiederaufladbaren NP-FZ100-Akkus enthalten.
  • Griffverlängerung GP-X1EM: Griffverlängerung mit derselben Optik, Haptik und demselben Design wie die Alpha 9. Ermöglicht ein sichereres Halten der Kamera.
  • Okularkappe FDA-EP18: Okularkappe mit Verriegelungsmechanismus
  • Akkuladegerät BC-QZ1: Schnellladegerät für Akkus. Lädt einen neuen Akku der Z-Serie in ca. 2,5 Stunden.
  • Glasschutzfolie für den Bildschirm PCK-LG1: Harte, bruchsichere, Glasschutzfolie mit Flecken-abweisender Beschichtung zur Vermeidung von Fingerabdrücken. Kompatibel mit Touchbedienung und neigbarem LC-Display

Unverbindliche Preisempfehlung und Verfügbarkeit

  • Alpha 9 von Sony: 5.300 Euro
  • NP-FZ100 von Sony: 90 Euro
  • VG-C3EM von Sony: 390 Euro
  • NPA-MQZ1K von Sony: 450 Euro
  • GP-X1EM von Sony: 150 Euro
  • FDA-EP18 von Sony: 15 Euro
  • BC-QZ1 von Sony: 100 Euro

> technische Daten zur Alpha 9

Sie können bis zu drei Kameras vergleichen, um eine andere auszuwählen, entfernen Sie eine aus dem Vergleich.
Andreas Jordan
Über den Autor
Andreas Jordan

Andreas Jordan ist Mediendesigner und arbeitet seit 1994 als Redakteur und Autor mit den Schwerpunkten Multimedia, Imaging und Fotografie für verschiedene Fach- und Special-Interest-Magazine (u. a. Screen Multimedia, Computerfoto, MACup). Seit 2003 ist er Redakteur beim fotoMAGAZIN und leitet dort seit 2007 das Ressort Test & Technik.